
Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten …
… erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays.
Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren.
CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen
Chatwins (Berlin),
Wendeltreppe (Frankfurt)
und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg)
auf interessante Neuerscheinungen hin.
Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun.
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Claudia Denker, Chatwins, Berlin:
Die Lage ist schwierig. Mir fehlt Zeit und mir fehlen ansprechende Krimi-Neuerscheinungen im Dezember.
Im Suhrkamp Verlag erscheint ein interessanter Titel von Josh Winning: »Verbrenn das Negativ «(deutsch von Stefan Lux). Das Buch spielt in der Filmbranche, und ich habe schon eine Idee, wem ich das schenken kann.
Ich kann ja mal empfehlen, was ich gerade gelesen habe, ein Buch, das jeder kennen sollte: »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß« von Manja Präkels (Verbrecher Verlag). Ich war viel zu spät, das Buch ist schon von 2019, aber besser spät als nie!
Überraschend – nicht losgelassen hat mich das Buch von Sarah Kuttner: »Mama & Sam« (Fischer). Sie erzählt die Geschichte Ihrer Mutter, die ein Opfer von Love Scamming wurde. Ein Roman, nah an der Wahrheit, mit den Original-Chatverläufen.

Ein tolles Weihnachtsgeschenk könnte dieses Sachbuch sein: Harald Jähner hat mal wieder ein sehr schönes Buch geschrieben, dieses Mal über die Gründerzeit der Bundesrepublik 1955-1967: »Wunderland« (Rowohlt). Mit Bildern.
Und weil mir so wenig Krimi für Dezember eingefallen ist, mach ich es heute mal anders. Wenn hoffentlich alles so bleibt, wird im Januar wieder der Krimitalk »Abweichendes Verhalten« im Studio 24 stattfinden.
Und ich weiß schon, dass ausschließlich italienische Romane besprochen werden. Und wer Lust hat, kann sie ja vorher lesen, und zwar:
Fabio Stassi »Das Ausmaß von Liebe« (Edition Converso, deutsch von Annette Kopetzki), Davide Longo: »Ländliches Requiem« (Rowohlt, deutsch von Barbara Kleiner und Felix Mayer) und Piergiogio Pulixi: »Die Insel der Seelen« (Kampa, deutsch von Barbara Neeb, Barbara Engelmann und Katharina Schmidt). Ich bin sehr gespannt auf die drei Titel und freue mich auf den Talk, dann ist nämlich auch das Weihnachtsgeschäft vorbei!
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Jutta Wilkesmann und Hildegard Gansmüller, Wendeltreppe, Frankfurt:
Wir wünschen gute Zeit(en) und schicken unsre Tipps:

Susanne Tägder: Das Schweigen des Wassers (Tropen)
Petra Hartlieb: Freunderlwirtschaft (Dumont)
Amy Achtereop: Die Hausboot-Detektei: Fröhliches Fest (Fischer)
Alexander Oetker: Wolfstal (Hoffmann & Campe)
Josef Skvorecky: Die Traurigkeit des Chefinspektors (Braumüller)
Viele liebe Grüße aus der Wendeltreppe.
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Torsten Meinicke, Buchladen in der Osterstraße, Hamburg:
Hier meine Beute aus den letzten Wochen:
– Gianrico Carofiglio, Der Horizont der Nacht (Ü: Verena von Koskull), Folio 2026, 272 S., 26 Euro: Ich habe das Vorab-Leseexemplar gelesen, das Buch kommt erst im Februar 2026 in den Handel. Avvocato Guerrieri verteidigt eine vermeintliche Mörderin in Bari vor Gericht. Spannend vor allem die Taktik der Strafverteidigung im Prozess.
– Doug Johnstone, Schwarze Herzen (Ü: Jürgen Bürger), Polar 2025, 340 S., 26 Euro: Der vierte Band um die Skelf-Familie (Detektei und Bestattungsunternehmen in Edinburgh). Es gibt mittlerweile ein kleine Fangemeinde hier im Laden. Mit einem klugen Nachwort von Marcus Müntefering.

– Liann Zhang, Bella Donnas (Ü: Stefan Lux), Suhrkamp 2025, 366 S., 20 Euro: Die Influencer- und Social-Media-Szene sind ja nicht so meins. Aber reinlesen werde ich in dieses Buch der mir bisher unbekannten Autorin schon mal.
– Alan Parks, Möge Gott dir vergeben (Ü: Conny Lösch), Polar 2025, 422 S., 26 Euro: Harry McCoy und Stevie Cooper 1974 auf den grauen und grausamen Straßen Glasgows unterwegs. Die „Jahreschronik“ ist nun im Mai angekommen. Im Original gibt es schon den Juni. Krimi-Feinkost mit Suchtcharakter.
– Abbas Khider, Der letzte Sommer der Tauben, Hanser 2026, 215 S., 24 Euro: Auch das ein Vorab-Leseexemplar, wird Ende Januar 2026 erscheinen. Das Kalifat wird im Irak ausgerufen und verändert das Leben von Noah und seiner Familie komplett. Natürlich ist das kein Krimi, aber über Taubenzucht erfährt man viel.
Und nun wünsche ich mir und alles Kolleginnen und Kollegen ein rauschendes Weihnachtsgeschäft. Möge die Kasse süß klingeln!
Torsten Meinicke
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Hinweise aus der Redaktion …
folgen noch…












