
Mühsam, Quelle Dt. Bundesarchiv
Eisenbahnroman
von Erich Mühsam
Sie brauchten nirgends umzusteigen.
Drum gab sie sich ihm stumm zu eigen.
Doch weil verkehrt die Weichen lagen,
fuhr man sie heim im Leichenwagen.
(1913)
Geschrieben am 12. April 2014 von Die Redaktion für Crimemag, Krimigedicht

Mühsam, Quelle Dt. Bundesarchiv
von Erich Mühsam
Sie brauchten nirgends umzusteigen.
Drum gab sie sich ihm stumm zu eigen.
Doch weil verkehrt die Weichen lagen,
fuhr man sie heim im Leichenwagen.
(1913)
Tags : Erich Mühsam
Stella Sinatras URknall
Es war einmal, vor 100 Jahren, eine Bäuerin im Moor. Nach dem Krieg verkaufte sie Kaffee und Kuchen an die Männer, die ihre Schiffe die Peene hochzogen. (Eher Schnaps, wendet ein der Kollege, dessen Opa Torf stach bei Bremen.) Und ach, dieser Vollmond, das bleiche Licht auf nächtlichem Schilf. Wer reitet so spät. Die Stille. Jede Leserin kennt das Moor, aus „Sturmhöhe“, dessen Verfasserin dort lebte und starb. She made haste to leave us, schrieb ihre Schwester, und über das Buch: Es sei ein Koloss, gehauen in einer primitiven, wild blühenden Werkstatt, dark and frowning, die Liebe darin – dämonisch –
Bild: Eleonore H., MERCI.

