Porträts / Interviews Category

Vor 30 Jahren, am 23. Juni 1983, starb in La Jolla, California, der amerikanische Kriminalroman- und Drehbuchautor Jonathan „Jack“ Latimer. Frank Göhre erinnert an ihn. Zuletzt ist doch wieder der Gärtner der Mörder „Sie haben uns noch nicht gesagt, woran Sie wirklich interessiert sind.“ „An Mord.“ „Jetzt machen Sie aber Witze.“ „Es ist mir vollkommen ernst damit.“ „Wie interessieren Sie sich für Mord. Konkret oder abstrakt?“ „Konkret.“ „Sie meinen, Sie begehen Morde?“ „Nein. Ich fange jene, die sie begangen haben.“ „Sie meinen, Sie sind ein Detektiv?“ „Genau das.“ „Ich habeRead More

Posted On Juni 15, 2013By Gisbert HaefsIn Crimemag, Porträts / Interviews

Im Gedenken an Jack Vance

„Ich bin doch kein Egoist“  Jack Vance (28. August 1916–26. Mai 2013) – ein Nachruf von Gisbert Haefs. John Holbrook Vance, so der komplette Name, war der Letzte der großen SF-Klassiker, und er hat sie alle überlebt: Poul Anderson, Isaac Asimov, Alfred Bester, Arthur C. Clarke, Robert Heinlein, Frank Herbert, Kurt Vonnegut … Vance hat SF geschrieben, Fantasy, Krimis, Erzählungen, TV-Drehbücher (Captain Video); in einigen der Nachrufe, die ihm nun Zeitungen wie New York Times, Guardian und FAZ gewidmet haben, wird festgestellt, er sei einer der besten Stilisten der amerikanischen LiteraturRead More

Posted On Juni 15, 2013By Lutz GoellnerIn Crimemag, Porträts / Interviews

Nachruf auf Ian M. Banks

Der elegante Wüterich – Am 9. Juni 2013 ist Ian Banks verstorben, jenseits aller U/E-Gehege geschätzt von Lesern, die Intelligenz, Originalität, Eleganz und eine gewisse Komplexität für willkommene Tugenden halten. Ein Nachruf von Lutz Göllner. Ich bin auf Ian Banks gestoßen, weil ich Bret Easton Ellis’ „American Psycho“ so doof fand. (Ja, gut, es war Satire, aber wer erträgt schon seitenlange Elogen auf Genesis, Whitney Houston und Huey Lewis And The News?) „Du musst mal ‚Verschworen‘ lesen“, empfahl mir mein Kumpel Bernie, damals Chefredakteur der „Speedline“, des besten deutschen FachblattsRead More

Posted On Juni 5, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Rachel Seiffert

Kinder-Kriegsgeschichten – Der Film „Lore“ bezaubert zurzeit das europäische Publikum mit der Geschichte eines Mädchens im Sommer 1945. Lore ist Tochter strammer Nazi-Eltern, die nach der deutschen Kapitulation interniert werden und Lore mit ihren drei kleinen Geschwistern und einem Säugling zurücklassen. Ihre einzige Hoffnung ist die tausend Kilometer und drei alliierte Zonen entfernt lebende Großmutter. Rachel Seiffert hat die Romanvorlage „Die dunkle Kammer“ bereits 2001 veröffentlicht und landete mit diesem Erstling prompt auf der Shortlist zum Booker Prize. Dieses Roadmovie der anderen Art flankiert zwei weitere Kinder-Kriegsgeschichten, die weniger dramatischRead More

Posted On Mai 22, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Arnon Grünberg

Slapstick und Tabu – Neun Jahre hat der Diogenes Verlag gezögert, Arnon Grünbergs Roman „Der jüdische Messias“ im deutschen Sprachraum herauszugeben. Und das ist nicht so verwunderlich, denn der Autor scheint sich vorgenommen zu haben, die Schmerzgrenze seiner Leser noch weiter auszurecken. Tabubrüche gehören zu Grünbergs Markenzeichen, sicher, aber spätestens, wenn der Held der Geschichte illegal in einer Art Käselager von einem ungewaschenen jüdischen Quaksalbern beschnitten wird, stellen sich auch Hartgesottenen die Nackenhaare auf. Mit einem Spiel aus Slapstick und Tabu untersucht Grünberg Anti- und Philosemitismus. In den Niederlanden wurdeRead More

Posted On Mai 15, 2013By Gabriele RechbergerIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Bernhard Kegel

Zusammenleben mit Tieren – In seinem neuen Buch „Tiere in der Stadt“ nähert sich Bernhard Kegel dem Phänomen, dass sich immer mehr Tiere in Großstädten wohl fühlen. Selbst die Gefahren des Autoverkehrs oder Straßenlärm und Luftverschmutzung können sie nicht davon abhalten, die Nähe der Menschen zu suchen. Dass Bernhard Kegel ein besonderes Verhältnis zu Tieren haben muss, zeigte sich sehr deutlich beim Gespräch mit Interview Lounge-Mitarbeiterin Gabriele Rechberger im Leipziger Zoo. Sprach der Autor über Vögel, fingen die Vögel an, zu zwitschern. Sprach er über Füchse, drängelte sich der Langfellwolf,Read More

Posted On Mai 8, 2013By Doris WieserIn Litmag, Porträts / Interviews

Carola Saavedra im Interview

An der Grenze zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort – Carola Saavedras dritter Roman „Landschaft mit Dromedar“ (zur CM-Rezension hier) ist ein erfrischendes, auf allen Ebenen überzeugendes Werk. Anspruchsvoll, vielschichtig und intelligent – und ganz klar eins der Highlights der aktuellen Buchsaison. Doris Wieser hat sich mit der Autorin für CULTurMAG unterhalten. Doris Wieser: In deinem Roman geht es im Wesentlichen um Kunst und Liebe. Das Thema hat also nicht direkt etwas mit Brasilien zu tun. Was ist der Grund dafür? Ist das eine allgemeine Tendenz in der brasilianischenRead More
Marrakesch war ein Paradies der paradis artificiels – folgen Sie Frank Göhre im zweiten Teil (zu Teil 1) seiner Zitatmontage/Reportage auf den Spuren von Jean Genet, William S. Burroughs, Friedrich Glauser und anderen … Das von uns gemietete Riad Johenna hat einen Empfangsraum mit Kochzeile, drei Schlafzimmer auf zwei Ebenen und eine Dachterrasse. Auf der Dachterrasse serviert morgens um 9 Uhr eine stundenweise angestellte Marokkanerin das Frühstück. Den von uns zusätzlich gekauften Käse fasst sie nicht an. Ist er „unrein“? Elias Canetti begleitet uns durch die Souks: „Alle Gelasse und LädenRead More
Verschiebungen im Wertesystem – Ein Ausspruch der Kanzlerin war es, der Ingo Schulze stutzig machte, der Begriff „Marktkonforme Demokratie“. Müssten es nicht „Demokratiekonforme Märkte“ sein? Steht der Markt wirklich über der Demokratie oder war der Kanzlerin da nur ein Versprecher entfleucht? Diese Verschiebungen im politischen Wertesystem, die sich mit der Finanzkrise vermehrt in unser Denken eingeschlichen haben, interessieren Schulze. In der zu einem Essay ausgearbeiteten Rede „Unsere schönen neuen Kleider“ legt Schulze mehr von diesen, die Wirklichkeit verdrehenden Begriffsfunden vor. Ein Appell wie von dem Kind im Märchen „Des KaisersRead More
Wider die Jazzpolizei – Wie man die Mutter aller Musik am Leben hält. Christiane Nitsche hat sich mit den Organisatoren des Gronauer Jazzfestivals unterhalten. Das Wort fällt mehrmals: „Jazzpolizei“. Otto Lohle, der letzte der vier Gründungsväter des Gronauer Jazzfestes, der heute noch als Macher dabei ist, fühlt sich mitunter in die Defensive gedrängt von Puristen, für die der Jazz etwas ist, das es zu verteidigen gelte gegen populäre Aufweichungen. Doch Lohle hält es mit Klaus Doldinger, den er schon zweimal in Gronau begrüßen konnte: „Es kommt alles aus’m Jazz.“ UndRead More
„Irgendwann kommen die Dinge von allein zu mir“ Sophie Sumburane hat der Roman „Zerbrochenes Glas“ von Alain Mabanckou gut gefallen. Auf der Leipziger Buchmesse hat sie den Autor getroffen. S: Was inspiriert Sie beim Schreiben? A: Ich glaube, ich schaue öfter zurück in meine Kindheit, ich war das einzige Kind meiner Eltern. Das hat mich dazu angeregt, viel nachzudenken. Ich hatte niemanden zum Spielen, also war ich in meiner Gedankenwelt zu Hause. Um der Einsamkeit zu entkommen, habe ich außerdem sehr viel gelesen. Und ich glaube, wenn man sehr vielRead More
„Was Mila sagt“ – 2010 debütierte sie mit dem ironischen Roman „Ein fabelhafter Lügner“, nun ist bei Kiepenheuer & Witsch Susann Pásztors zweites Buch erschienen: „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“. Isabel Bogdan hat sich mit der Autorin per E-Mail unterhalten. Isabel Bogdan: Liebe Susann, jetzt bin ich fast durch mit Deinem Buch und mag es wahnsinnig gerne. Selten so viel Einsamkeit und Wärme auf einmal gelesen; ich habe die ganze Zeit das Bedürfnis, Mila in den Arm zu nehmen. Also, here goes: Ich habe das Gefühl, mitRead More

Posted On April 3, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Connie Palmen

Vom Umgang mit Trauer und Verzweiflung – Es ist ein Schicksal, das als Roman nicht glaubwürdig wäre. Zwanzig Jahre nach dem tragischen plötzlichen Todes ihres Mannes Ischa Meijer, verliert Connie Palmen in einem Jahr nicht nur ihren über alles geliebten Mann, den Staatsmann Hans van Mierlo, sondern begräbt auch noch ihre Schwägerin, zahlreiche engste Freunde (unter ihnen Harry Mulisch, Autor von „Die Entdeckung des Himmels“) und ihre Stieftochter. In dieser Zeit entsteht das „Logbuch eines unbarmherzigen Jahres“. Britta Behrendt traf die „Grande Dame“ der niederländischen Literatur in ihrem Haus inRead More
Mit luftigen Grüßen – Porträt und Glückwunsch zum zehnjährigen Jubiläum des Luftschacht Verlags. Von Senta Wagner. Kein Luftschacht weit und breit im Luftschacht Verlag. Es gebe schon einen, der sei zu Hause, in Oberösterreich, sagt Verleger Stefan Buchberger. Das war die Zeit, als man noch Rockstar werden wollte. „Ein Luftschacht verband Proberaum und Außenwelt. Er versorgte die Künstler mit Sauerstoff, zugleich wurden von ihm die Klänge und Texte, die im Inneren entstanden, nach außen gelassen, veröffentlicht“, heißt es auf der Verlagshomepage – so viel zur Namensgebung. In den Neunzigern gabRead More

Posted On März 27, 2013By Gabriele RechbergerIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Jan Christophersen

18 Geschichten vom Meer – Leipzig liegt am Meer. Nicht ganz. Aber fast – wenn es nach Salzwasser-Freund Jan Christophersen geht. Der Absolvent des Leipziger Literaturinstitut, der mit seiner Familie zwischen Nord- und Ostsee lebt, stellte auf der Leipziger Buchmesse seine neue Anthologie vor, für die er 18 Kollegen um Geschichten rund um das ambivalente Nass gebeten hatte. Zum Gespräch traf ihn „Interview Lounge“-Mitarbeiterin Gabriele Rechberger nicht auf der Messe selbst, sondern, passend zu den Kurzgeschichten, im Aquarium des Leipziger Zoo. Das Brummen eines imaginären Fischkutters im Hintergrund ist natürlichRead More
Am 31. Januar trat Nora Gomringer zusammen mit dem Wortart Ensemble im Hamburger Literaturhaus auf. Wie es mir gefallen hat, steht hier – Kurzfassung: Ich war schwer begeistert und beeindruckt und habe Nora gleich danach gefragt, ob ich sie für CulturMag interviewen darf. Ich durfte. Wir haben das Interview per E-Mail geführt. Isabel Bogdan: Hast Du eigentlich das Vorlesen oder Vortragen gelernt? Hast Du Sprechunterricht oder eine Schauspielausbildung oder so was? Denn das war sehr beeindruckend. Oder hast du so viele Slams absolviert, dass sich das quasi von ganz alleinRead More
Wie wird deutschsprachige Literatur und Kunst eigentlich im Ausland aufgenommen? CULTurMAG wirft einen ungewöhnlichen Blick auf einheimische Autoren und Künstler. Lucy Renner Jones (übersetzt u.a. deutschsprachige Literatur ins Englische) betrachtet in unregelmäßigen Abständen interessante Werke in Hinblick auf ein mögliches Interesse des englischsprachigen Auslands. Diesmal hat Sie sich mit Christoph Schlingensiefs Hörbuch „Ich weiß, ich war’s“ beschäftigt. Angry Sprechtheater in a box Some time ago in Berlin, there was anger. There was fury, gall, and rancour, spleens vented, sabres rattled, stages stamped on in Brecht’s footprints and staccato slogans shoutedRead More

Posted On März 6, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Kerstin Schweighöfer

Auf Heineken eineken – Das Wurst-Käse-Szenario: Als frischgebackene Journalistin mit dem ersten Job in der Tasche verliebt sich die Autorin beim Sprachkurs in Spanien ausgerechnet in einen Holländer. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und heute – mehr als 20 Jahre später – ist Kerstin Schweighöfer etablierte Auslandskorrespondentin in den Niederlanden. Für den Deutschlandfunk und andere deutsche Medien hat sie viel berichtet über Kühe, Kiffer und Kalvinisten. Jetzt ist ein Buch daraus geworden, in dem Schweighöfer ihre persönliche Geschichte mit Wissenswertem und Hintergrundinformationen über „den Holländer“ verbindet. Britta Behrendt traf dieRead More

Posted On Februar 27, 2013By Senta WagnerIn Litmag, Porträts / Interviews

Vom 6. Literaturwettbewerb Wartholz

Das Sozusagen in der Literaturkritik – Bericht vom 6. Literaturwettbewerb Wartholz (22.–24.02.2013) in Anlehnung an den Vorbericht von Senta Wagner. Unter Umständen verstellen die Berge den Blick auf das Wesentliche oder aber sie tun das Gegenteil, sie umstellen es. Der Schnee hat zum Gefühl der Einbettung ein Übriges getan. Mit Literatur pur apostrophiert entsprechend der Literaturwettbewerb Wartholz sein Lesefestival, das in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfand: Wartholz VI. Wir sind nicht in Klagenfurt. Wir sind in der kleinen niederösterreichischen Gemeinde Reichenau a. d. Rax (= hochalpines Plateau). Reichenau istRead More

Posted On Februar 20, 2013By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Kathrin Seddig

Heiter bis schnoddrig – Wie sehr die schönsten Geschichten dem Leben abgetrotzt sein können, zeigt Katrin Seddig virtuos in ihrem „Eheroman“. Selten hat eine Autorin so wissend, traurig, heiter und schnoddrig zugleich über das Kommen und Gehen der Liebe in heutiger Zeit geschrieben. Ob das an Aufnahmegerät und Notizbuch liegt, die Seddig in der U-Bahn mit sich führt, um besondere Alltagssituationen mitzuschneiden? Sicherlich nicht, denn letztendlich verwirft sie das gesammelte Material und schöpft das Geschriebene komplett aus ihrer Erinnerung. Im „Interview Lounge“-Gespräch plaudert die Expertin über eines der letzten Mysterien,Read More

Posted On Februar 16, 2013By Ulrich NollerIn Crimemag, Porträts / Interviews

Ulrich Noller im Gespräch mit Su Turhan

Keine Angst vor großen Gefühlen – Crimecomedy-Schenkelklopfer mit Bajuwarentouch rollen derzeit derart in Klonierungswellen über den Buchmarkt, dass es kaum auszuhalten ist. Su Turhan beweist mit seinem Debütroman, dass es auch anders geht: „Kommissar Pascha“ ist ein komischer Kriminalroman mit Hirn, Herz – und jeder Menge Biss. Ulrich Noller hat mit ihm über seinen Debütroman und über seinen grantelnden Helden gesprochen. Su Turhan über seinen „Kommissar Pascha“ Der Münchener Filmemacher Su Turhan hat seinen ersten Kriminalroman geschrieben: „Kommissar Pascha. Ein Fall für Zeki Demirbilek“ – ein subversives Machwerk türkisch-bajuwarischer Prägung. ZekiRead More
Mücken und Molybdän – Am 7. Februar ist es wieder so weit: Präsentiert u. a. von CULTurMAG, beginnt mit HAM.LIT 2013 der literarische Frühling. In der mittlerweile vierten „langen Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“ lesen im Hamburger Club „Uebel & Gefährlich“ 15 Autorinnen und Autoren spannende Literatur. Vom Roman über Lyrik und Erzählung bis zu experimenteller Prosa gibt der Abend einen Einblick in die junge deutsche Literaturszene. Zwischen den Lesungen und danach gibt es jeweils ein Konzert. Mit dabei ist auch Matthias Nawrat (21:30 Uhr, Terrace Hill), der imRead More

Posted On Februar 6, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Nir Baram im Video-Interview

„Was hätte ich getan?“ Ein Roman über das Dritte Reich und den Stalinismus von einem 36-jährigen. Geht das? Nir Baram gilt in Israel als eine Art literarisches Wunderkind. „Gute Leute“ ist sein dritter Roman, den er neben seiner Tätigkeit als Herausgeber einer historischen Reihe und als politischer Kolumnist geschrieben hat. Der Roman stand in Israel vier Monate auf der Bestsellerliste und dreht sich um zwei scheinbar normale Menschen unter zwei extremen Regimes. Ein deutscher Mitläufer und eine russische Kollaborateurin versuchen unter dem Terror von Hitler und Stalin so gut wieRead More
Am 7. Februar ist es wieder so weit: Präsentiert u. a. von CULTurMAG, beginnt mit HAM.LIT 2013 der literarische Frühling. In der mittlerweile vierten „langen Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“ lesen im Hamburger Club „Uebel & Gefährlich“ 15 Autorinnen und Autoren spannende Literatur. Vom Roman über Lyrik und Erzählung bis zu experimenteller Prosa gibt der Abend einen Einblick in die junge deutsche Literaturszene. Zwischen den Lesungen und danach gibt es jeweils ein Konzert. Wir stellen in dieser und der nächsten Woche einige der Teilnehmer vor – los geht esRead More
Sammlerwut, Größenwahn und Liebesrausch – Er war total aufs Exzessive getrimmt: Als militanter Nationalist unternahm Gabriele d’Annunzio (1863–1938), der vor 150 Jahren geboren wurde, auf eigene Faust militärische Abenteuer, als Kunstsammler und Bauherr wollte er sich selbst ein monumentales Denkmal setzen und auch als Dramatiker und Romancier besang er seinen eigenen, eitlen Größenwahn und das Leitmotiv seines Lebens, nämlich „Piacere“: „Lust“. So heißt auch sein 1889 veröffentlichter Roman. Das Leben als narzisstisches Selbstbespiegelungskunstwerk verstand wohl niemand so schwülstig zu zelebrieren wie dieser italienische Schöngeist. Bei einer Exkursion an den GardaseeRead More

Posted On Januar 30, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Marie Darrieussecq im Video-Interview

Schonungslose Offenheit – Ein Roman über das erste Mal, aber kein Porno und sicher kein Liebesroman. Marie Darrieussecq legt in ihrem neuen Roman „Prinzessinnen“ die Pubertät und das Erwachsenwerden unters Mikroskop. In der französischen Provinz der 1980er Jahre erlebt Solange ihren ersten Sex, unter anderem mit ihrem Nachbarn, einem erwachsenen Mann, der sie seit ihrer Kindheit mit aufzieht. Lolita revisited, aber dann anders. Und das ist nur eine Folie des Romans, der schon im Titel auf einen anderen (französischen) Klassiker, „Die Prinzessin von Clèves“ von Madame de LaFayette aus demRead More