Thomas Gsella, langjähriger Chefredakteur der Titanic, ist nicht nur einer der begabtesten Reimer dieses Landes (ja, tatsächlich!), sondern auch einer der besten Parodisten. Dieser Band beweist's. Von Tina Manske
Read More Gleich hat man Lust, die auf dem Umschlag abgebildeten Türen zu öffnen und wird nicht enttäuscht: Vom Papier über die Drucktype bis zu den locker gestreuten Illustrationen ist das Heft eine Augenweide, unaufdringlich, aber ohne Betulichkeit. Von Gisela Trahms
Read More Posted On März 8, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
In welche Schublade soll man die Gedichte von SAID stecken? Tief geprägt ist er sicherlich von der Lyrik-Tradition seines Herkunftslands, in der die Poesie bis heute eine Popularität genießt, die bei uns überhaupt nicht mehr vorstellbar ist. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Posted On August 24, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Patrizia Cavalli, eine italienische Poetin in einer „Zeit inzwischen untergegangener gesellschaftlicher Utopien“ wird zum ersten Mal in einer Auswahl ihrer verstörenden Gedichte dem deutschsprachigen Publikum vorgestellt. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Posted On August 3, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Diese Worte kritzelte Hölderlin kurz vor seinem Verstummen in einen Gedichtentwurf. Für ihn selbst allerdings gilt das Gegenteil: an kaum einem anderen Dichter haben die Deuter so oft die eigene Feder erprobt. Dieses Mal höchst erfolgreich, findet Gisela Trahms.
Read More Posted On Juli 13, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Göran Sonnevi schreibt Gedichte auf der Höhe der ungeheuren Informationsflut unserer Tage. Er wendet sich nicht ab von den Schreckensnachrichten aus allen Teilen der Welt, sondern versucht ihnen Poesie schreibend standzuhalten. Carl Wilhelm Macke über die mitreißenden Langgedichte des schwedischen Lyrikers.
Read More Posted On Juni 15, 2009By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Carl Wilhelm Macke über Die letzten Gedichte von Michael Hamburger
Read More Wer eine Anthologie herausgibt, muss mit einer Menge Gezeter rechnen. Warum sind gerade diese Autoren vertreten? Warum jene Texte? Und überhaupt ist das ganze Buch zu dick / zu dünn / zu elitär / zu Mainstream / zu einseitig usw. Thomas Geiger hat’s trotzdem gewagt…
Read More Ziemlich extrem, wie wir so leben zwischen heute und heute, zwischen Empfindsamkeit und Brutalität, Leere und Überfülle. Andre Rudolph blättert die Bilder zur Lage auf. Von Gisela Trahms
Read More Posted On März 23, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
D.A. Powells Gedichte sind Zeugnisse extremer Erfahrungen, aber auch, bis in die Form hinein, Dokumente des Widerstands. Von Gisela Trahms
Read More Posted On Februar 2, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
In Sweeneys Irlandgedichten, von Jan Wagner genau und gefühlvoll übersetzt, regieren weder Klischee noch Folklore, sondern konkrete, alltägliche Dinge und erstaunliche Details. Von Gisela Trahms
Read More Posted On Dezember 15, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Geschmack von Brot und Jenever Endlich liegt nun auch eine deutsche Übersetzung von Gedichten eines der derzeit wichtigsten Lyrikers der Niederlande vor. Von Carl Wilhelm Macke. Verwunderung und Erstaunen. Da liest man in einer neueren Geschichte der niederländischen Literatur, dass die Gedichte von Rutger Kopland bereits in fast alle Weltsprachen übersetzt worden seien. Nur im Deutschen, immerhin die Nachbarsprache der Niederländer, waren sie bislang noch nicht lesbar. Dank der nicht genug zu lobenden Edition Lyrik Kabinett bei Hanser unter der Federführung von Michael Krüger, Raoul Schrott und Ursula Haeusgen ist
Read More Posted On Dezember 8, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Früher, in der Schule, wollten wohl die meisten von uns bei der Ankündigung „Gedicht!“ am liebsten die Klasse verlassen. Aber um wieviel Vergnügen und Weisheit brächte man sich, wollte man diesen Fluchtreflex aufrecht erhalten bis zum Grabe! Eine vorweihnachtliche Kaufempfehlung von Steffen Rizz.
Read More Posted On November 24, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Lobrede auf ein Kaninchen Die „Reden und Einwürfe“ des Michael Krüger gegen die Schwatzflut unserer Tage. Von Carl Wilhelm Macke. Schon bei der Lektüre des Titels kommt man ins Stolpern. Man erwartet Reden und Einwürfe des als klugen und ironischen öffentlichen Debattenredners bekannten Münchner Verlegers Michael Krüger. Aber von ihm sind doch schon Bände mit Reden, auch aus der jüngsten Zeit, auf dem Markt? Untertitel: „Gedichte“. Aber es soll sich doch um Reden und Einwürfe handeln, die man zwar in jeder erdenklichen Form halten kann, außer eben in lyrischer Verpackung.
Read More Posted On Oktober 16, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Ich kam und ich gehe wieder Dank dieser Edition von Gisela Kraft kann man wieder Gedichte von Nazim Hikmet lesen, den ganzen Hikmet – und nicht nur den politisch zurechtgestutzten (und zensierten?) Kommunisten Hikmet. Von Carl Wilhelm Macke „Das vorliegende Buch“, schreibt die Übersetzerin und Editorin Gisela Kraft in ihrem Nachwort, „wendet sich nicht an die Linke des vergangenen Jahrhunderts, sondern an Jetztmenschen.“ Man hätte sich diesen Satz in die Einleitung gewünscht, vielleicht sogar als Widmung. Wenn ‚die Linke’ des vergangenen Jahrhunderts, was immer man sich heute in Zeiten einer
Read More Posted On September 11, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Neue Stimmen, neue Verse: Nach fünf Jahren wird das Panorama der ersten Lyrik-Anthologie um fünfzig junge Autoren bereichert. Von Gisela Trahms
Read More Posted On April 14, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Einige sind immer drin. Andere, die drin waren, sind jetzt draußen. Wieder andere, die noch nie drin waren, sind drin und freuen sich. Die Rede ist von den Lyrikern und ihrem inoffiziellen Sammelplatz, dem "Jahrbuch der Lyrik". Von Gisela Trahms
Read More Posted On März 10, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Schmetterling des Todes Joan Margarit verarbeitet in dem einzigartigen Gedichtzyklus die Trauer über den Tod seiner Tochter. Professor Bonaventura aus Barcelona habe seine Seminare immer mit einer wiederkehrenden Begrüßung begonnen: „Guten Tag, meine Herren! Heute sind soundsoviele Jahre, Monate und Tage vergangen, seitdem meine Tochter starb.“ Diese Erinnerung an seinen Professor lässt der als Architekt ausgebildete, heute als Schriftsteller unweit von Barcelona lebende Joan Margarit mit den Zeilen enden: „Meine Tochter fand seit zwei Monaten, drei Tagen und sechs Stunden im Tod den tiefen Grund.“ In einem großen Gedichtzyklus versucht
Read More Posted On Januar 28, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Funkeln fürs Leben Schworen wir nicht zu Silvester, dass 2008 ein sprühendes Jahr werden solle? Und nun hat es angefangen und keine Karfunkel in Sicht? Leichter als selbst zu funkeln ist funkeln lassen, nämlich die Glitzersteine, die die Dichter zusammengetragen haben. Mit anderen Worten: Her mit dem Lyrikkalender! Von Gisela Trahms Stefan Heuer hat schon einen empfohlen, eine wunderbare Alternative ist der Lyrikkalender des Deutschlandfunks. Exzellent gedruckt, augenfreundlich, mit Register, Quellennachweis und Entstehungsdatum der Texte und natürlich vor allem mit Gedichten aus der Tiefe des Zeitenbrunnens bis heute, von Autoren,
Read More Posted On Januar 20, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Unscheinbare Augenblicke Einige dieser Verse von Ludwig Steinherr werden Bestand haben, weil sie uns heute schon sagen, was uns noch bevorsteht. Ernst Bloch, von dem man Sentenzen zur Poesie nicht unbedingt erwartet, hat einmal in einem seiner frühen Essays zur Utopie geschrieben: „Reiche vergehen, ein guter Vers bleibt und sagt, was bevorsteht.“ In dem neuen, so still und vollkommen unprätentiös erscheinenden Gedichtband von Ludwig Steinherr „Von Stirn zu Gestirn“ findet man diese Verse, von denen man glaubt, hofft, manchmal auch ihrer schwarzen Prophetie wegen befürchtet, dass sie Bestand haben werden,
Read More Posted On August 9, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Noch nicht verloren Eine Entdeckung: die Gedichte des Haris Vlavianos Griechische Dichter – da fallen einem zunächst Namen wie Konstantinos Kavafis, Jorgos Seferis, Odysseas Elytis, auch Jannis Ritsos ein. In den Jahrzehnten nach ihnen haben auch andere griechische Dichter von großem Rang wunderbare Gedichte geschrieben, aber ihre Namen sind in Deutschland kaum bekannt geworden. Die letzte Anthologie „Griechische Lyrik des 20. Jahrhunderts“ ( im Insel-Verlag ) wurde im Jahre 2001 herausgegeben. Dann aber hörten und lasen wir kein neues griechisches Gedicht mehr. Jetzt ist in der so wohltuend schlichten, gleichwohl
Read More Posted On April 25, 2007By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Herr, kämpfe gegen die müde Vernunft SAID, der in der Tradition persischer und deutscher Lyrik steht und die Bibel so gut kennt wie den Koran, hat mit diesen Psalmen ein kleines Juwel an poetischer Sprache geschaffen. Dieser Band läßt einen staunen. Da schreibt ein Ungläubiger Psalmen wie sie heute ein gläubiger Christ wahrscheinlich nur selten zu Papier bringen könnte. Der Autor stammt gebürtig aus Teheran, beherrscht aber die deutsche Sprache wie nur wenige Deutsche. Das den Band uneingeschränkt lobende Nachwort wird von einem deutschen Professor (Hans Maier) verfaßt, der vor
Read More Posted On Oktober 21, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Die Zärtlichkeit des Nashorns Letzte Gedichte des wenig bekannten deutschen Lyrikers Rainer Malkowski, der kaum beachtet von der Öffentlichkeit vor einem Jahr gestorben ist. So müssen die Cover von Büchern gemacht werden. Was soll ein überdimensionierter Kopf eines Nashorns und dann noch ein scheinbar überhaupt nicht passender Titel „Die Herkunft der Uhr“? Welche Beziehungen bestehen zwischen dem schweren gepanzerten Tier und der Feinmechanik einer Uhr? Und Rainer Malkowski, der Autor, ist ja auch nur wenigen Lyrikkennern ein Begriff. Alles zusammen reizt im besten Sinne zum Aufschlagen des schmalen Bändchens. In
Read More Posted On Oktober 14, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Durchs Zahnloch ziehts Über den alten und modernen Lyriker Kurt Marti, einen der letzten noch lebenden und sich in den Gang der Welt noch einmischenden Schüler des großen Theologen Karl Barth, ein Meister der kleinen Form, der klugen Aphorismen und der räsonierenden Betrachtungen über „Gott und die Welt“. Warum eigentlich erwartet man älteren Lyrikern immer beschauliche, konservative Werke und von jungen Autoren immer provokante, moderne Gedichte? Gibt es doch Autoren um die Dreissig, die fürchterlich betuliche, langweilige, mit der Welt zufriedene Gedichte schreiben. Und es gibt ältere Lyriker, die auch
Read More Posted On Februar 16, 2004By Karsten HerrmannIn Litmag, Lyrik
Das Wunderbare im Alltäglichen In ihrer „Bestandsaufnahme der jüngeren und jüngsten Generation deutschsprachiger Lyrik“ präsentieren Björn Kuhligk und Jan Wagner facettenreiche Poesie für die Hosentasche – ein wenig mehr Aufbruch hätte dabei nicht geschadet! Schwellenangst lässt diese Lyrikanthologie von vornherein nicht aufkommen: Sie präsentiert sich als kompaktes, himmelblaues Paperback mit Plastikeinband, der sich geschmeidig handhaben und allerorten lesen lässt. Lyrik von jetzt ist der Band betitelt, und man möchte zugleich ergänzen: „Lyrik für jetzt“ – ohne den heiligen Hauch des Esoterischen und des ewig Bedeutsamen. Lyrische Subkulturen 74 Dichterinnen und Dichter
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