Das Beste aus den 80ern als das Beste von morgen. Steven Spielberg hat selbst einen Teil der Bildwelt der 80er Jahre erschaffen. Jetzt hat er eine dystopische Hommage an das Jahrzehnt verfilmt, in dem das Digitale anfing, die Popkultur zu erobern. Von Christopher Werth. Gaming als Leitkultur. Ernest Cline hat in seinem gleichnamigen Debütroman eine kaputte Welt erschaffen: Die Umwelt ist am Boden. Es gibt kaum Jobs. Die Menschen vegetieren zerstritten und Fast Food fressend vor sich hin. Das einzige, was sie noch motiviert, ist OASIS. Eine virtuelle 3D Welt
Read More „Gib den Affen Zucker!“ Der Einhand-Weltumsegler Francis Chichester wurde 1967 zur berühmten britischen Heldenfigur, als er in neun Monaten von Plymouth aus mit nur einem Zwischenstop in Sydney in seiner Gypsy Moth IV die Welt umsegelt hatte. Der Hobby-Segler Donald Crowhurst wollte diesen Titanen noch mit einem Nonstop-Törn übertrumpfen: Sein Trimaran sollte schneller als die Gypsy Moth sein und die Regatta mit neun Einhand-Teilnehmern wollte er um jeden Preis gewinnen. Ob er nach
Read More Nur die Geste zählt Eine Filmkritik von Beatrice Behn (kino-zeit.de). Wenn Ben und Josh Safdie für eines gut sind, dann für Filme (Heaven Knows What, The Panic in Needle Park), die die Erwartungen des Publikums konstant unterlaufen und rigoros ihr eigenes Ding durchziehen, komme, was da wolle, und egal, wie das jemand findet. Mit Good Time liefern sie nun ihr bisher reifstes Werk, einen Wahnsinnstrip durch die Nacht, und bescheren Robert Pattinson nicht nur eine weitere Rolle in einem Genrefilm, sondern auch seine bisher beste Performance. Aber das allein macht
Read More Frühjahrsgrabung 2018 126 Krimi-Neuheiten erscheinen im Monat April, hat die Krimi-Buchhandlung Hammett ausgezählt. Dazu Graphic Novels, vulgo: Comics, und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist regelmäßig mit Hilfe von Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Hammett (Berlin), Glatteis (München), Wendeltreppe (Frankfurt) und Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Ebenfalls ab sofort in dieser Rubrik: Hinweise auf besonders interessante Neuheiten bei Comics und DVDs, für uns kuratiert von Katrin Doerksen und Thomas Groh. Jan Christian Schmidt von Kaliber.38 aus den
Read More Krimilesungen vom 15.04.2018 bis 15.05.2018 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Bernhard Aichner präsentiert „Totenrausch“: 19.04.2018 Tischlerei Melk Kulturwerkstatt, A-Melk, Beginn 20:00 Uhr 20.04.2018 Tschofen Raumausstattung, A-Bludenz, Beginn 19:00 Uhr 25.04.2018 Poliforum varenna-Spätauf Möbel, A-Wien, Beginn 19:00 Uhr 26.04.2018 Wohnraum Eder, A-Pregarten, Beginn 19:00 Uhr 27.04.2018 Trixl-Einrichtung, A-Fieberbrunn, Beginn 19:00 Uhr 03.05.2018 Möbel Handl, A-Heidenreichstein, Beginn 19:00 Uhr 04.05.2018 Designstudio Nowack, A-Deutschkreuz, Beginn 19:00 Uhr 09.05.2018 Möbel Anninger, A-Krieglach, Beginn 19:00 Uhr
Read More Der Feind Einen kenne ich, wir lieben ihn nicht. Einen nenne ich, der die Schwerter zerbricht. Weh! Sein Haupt steht in der Mitternacht, sein Fuß in dem Staub, vor ihm weht das Laub zur dunkeln Erde hernieder. Ohne Erbarmen in den Armen trägt er die kindlich taumelnde Welt; Tod, so heißt er, und die Geister beben vor ihm, dem schrecklichen Held. Clemens Brentano Aus: Der ewige Brunnen
Read More Herzlich willkommen! Fünfundzwanzig fundierte Artikel, Essays, Porträts und Kritiken sind es wieder, die wir Ihnen diesen Monat als Lesestoff vorlegen, zusätzlich zu unserem Krimigedicht, den Krimi-Veranstaltungen und der Schatzsuche mit interessanten Neuerscheinungen. Exklusiv bieten wir Ihnen Textauszüge aus Hideo Yokohamas großem Thriller „64“, aus Roland Sprangers „Tiefenscharf“ und das Vorwort zu „Berlin Noir“ von Herausgeber Thomas Wörtche. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock schreibt über die neue „Never Again Generation“, Felix Hofmann über Wahlreichtum und Wahlarmut. Thomas Wörtche erinnert an das Werk von Georges Simenon, Sonja Hartl schickt James Ellroy kritische Geburtstagsgrüße zum 70., Max Annas
Read More Woke The Never Again Generation ‘We are not afraid … we will not be silenced … our voices are loud’ by Thomas Adcock Copyright © 2018 – Thomas Adcock NEW YORK CITY, near America Young and golden is the moment when ordinary people achieve a coalescence of causes based in righteous anger, when we realize a combined power that might shape a better future, when we cease to abide belligerent ignorance and curable injustice. When we act, e pluribus unum, to redeem a wounded national honor. When we feel we
Read More Manchmal ist es lange ruhig um Georges Simenon, aber deswegen ist er noch kein verstaubtes Möbel. Und plötzlich ist er wieder in aller Munde. Das hat mit der Neuausgabe im Kampa Verlag zu tun. Weil Thomas Wörtche dazu demnächst einen Text schreiben soll, hat er zur Vorbereitung im Archiv gewühlt und einen gar nicht so blöden Vortrag zum Thema gefunden: Mit und ohne Von Thomas Wörtche Meine sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht ist es sogar ein wenig riskant, Menschen, die wie Sie liebenswerterweise zu einer Veranstaltung kommen, die Georges
Read More „Die Umsetzung als Fiktion bot sich an“ Ein Polit-Thriller mit aktuellem Stoff als Radioereignis, in 20 Teilen im Morgenmagazin von WDR 5 ausgestrahlt, in allen möglichen Podcast-Formen verfügbar und derzeit auf iTunes unter den ersten zehn Podcasts aus Deutschland – Alf Mayer hat sich dazu mit Ulrich Noller unterhalten. „Das Material gebe ich zwei Leuten vom WDR. Bin dann erst mal weg“, heißt es in der WDR 5-Hörspielserie „Sofias Krieg – Der Terror in den Köpfen“. Eine junge Frau geht mit ihren Kindern nach Rakka und schließt sich dem Islamischen Staat
Read More Ein paar Gedanken zum 70. Geburtstag Kann eine tote Mutter ermüdend sein? Fraglos ist es tragisch, dass James Ellroy seine Mutter verloren hat, als er gerade einmal zehn Jahre alt war. Vergewaltigt und ermordet wurde sie, der Täter wurde nie gefasst. Seither arbeitet sich Ellroy an ihrem Tod ab. Erst mit Drogen, Kriminalität und Psychosen, dann literarisch. Es ist eine von Ellroys Obssessionen. In jeder Frau, die ihm begegnet, sucht er seine Mutter, in einer Rothaarigen in seinen Büchern ist sie zu finden, manche finden ihre Spuren sogar in den
Read More Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) über … Carlo Bonini: ACAB – All Cops Are Bastards Richard Brewer & Gary Phillips (Hg.): Culprits. The Heist Was Just the Beginning Duncan Falconer: Stratton. Die Geisel Gunnar Kaiser: Unter der Haut Michaela Kastel: So dunkel der Wald Jason Matthews: Red Sparrow Fuminori Nakamura: Die Maske Wallace Stroby: Fast ein guter Plan Max Freiherr von Oppenheim: Denkschrift betreffend die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde Fronten statt Konsens auf Italienisch
Read More Subkultur, running wild Alf Mayer über ein scharfes Buch von Andrew Nette und Iain McIntyre. Die Sache mit der Jugend, das war mal ganz anders. Teen-Ager, damals noch mit Bindestrich geschrieben, waren die kaum zu domestizierenden Bewohner eines wilden, fremden Planeten. Jugendliche Delinquenten. Eine Gefahr für die Allgemeinheit. „Die Halbstarken“ machten Horst Buchholz 1956 zum Star. Marlon Brandos/ Lazlo Bendeks „The Wild One“ hieß auf Deutsch „Der Wilde“ (1953). „Hey, Johnny, what are you rebelling against?“, wird Brando darin gefragt. Er antwortet: „What’ve you got?“ Anders als die gehätschelten Thronnachfolger
Read More On Dangerous Ground: Film, Verbrechen und andere Mittel – Max Annas über Werner Hochbaums „Razzia in St. Pauli“ (1932) Unter anderen Umständen wäre Werner Hochbaum heute möglicherweise bekannt, gar berühmt, als Chronist Hamburger Verhältnisse, als Filmemacher, der Geschichten erzählt hat über jene, die man mal die kleinen Leute genannt hat, über Leben am und mit dem Hafen. „Razzia in St. Pauli“, ein spätes Übergangswerk, das Stumm- und Tonfilm miteinander verschmilzt, zeigt schon in den ersten Minuten ein ganzes Kaleidoskop von Eindrücken aus einer sich verändernden Welt. Die Arbeiter am Hafen. Chinesische Leute
Read More Argentina negra Die argentinische Literatur hat traditionell starke Bezüge zur Kriminalliteratur und überhaupt zu vielen Formen der Populären Kultur. Reines Genre hingegen ist selten dabei herausgekommen, das macht ihre Qualität – unabhängig von den verschiedenen Konzepten – aus. „Das schwarze Herz des Todes“ von Marcelo Figueras klinkt sich in diese Tradition ein, hat aber noch ein paar andere Aspekte zu bieten. Eine Besprechung von Thomas Wörtche. „Das schwarze Herz des Todes“ ist ein spannender Roman. Nicht nur, weil er eine Art Polit-Thriller ist, sondern weil die intellektuellen Spannungsbögen, die der
Read More Hintergründe von Tobias Gohlis Am Roten Fluss ist ein großartiger Kriminalroman mit einer Heldin, die meines Wissens einzigartig in der Kriminalliteratur ist: eine junge indianische Frau. Und die Autorin Marcie Rendon ist eine Native American. Am Roten Fluss ist ihr erster Roman. Heldin ist die 19jährige Cash, der es gelungen ist, mit Hilfe von Sheriff Wheaton ein selbständiges Leben als Landarbeiterin zu führen, nachdem sie von ihrer Mutter getrennt und in die Pflegschaft weißer Farmerfamilien gegeben wurde. Dieses Pflegschaftssystem ist das „wahre Verbrechen“, von dem der Roman handelt, obwohl es auch zwei Morde gibt, zu deren
Read More CANOLI UND DIE CULTURE OF HONOR von Ute Cohen „Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme …“ Jetzt noch drei „Ave Maria“ und aus die Maus! Kaum verlässt man das Kirchenschiff, darf man aufs Neue der Sünde frönen. Rein gewaschen wird man mit ein paar auswendig gelernten Versen, die man nach bestem Wissen und Gewissen herunterbetet. Was aber, wenn die Reinwaschung des Katholizismus versagt? Mit „Mani puliti“ haben wir es auch in William Boyles „Gravesend“ zu tun. Ray Boy Calabrese, amerikanischer Teenie-Traum mit White-Trash-Mindset und italienischen
Read More Opium und Irrlichter Menschen, Wölfe Lolita. Ewiges Vorbild. Femme enfant, femme fatale. Mädchen und Männer. Männer und Mädchen. Was Männer mit Mädchen tun. Was Mädchen mit Männern tun. Professoren mit Studentinnen oder Eltern mit Kindern. Kinder sind schwach. Anspruchsvolle Literatur sollte spielen wollen, spielen können. In Emily Fridlunds Debüt „Eine Geschichte der Wölfe“ spielt die Autorin mit der Wahrnehmung der Leserinnen. Fridlund wirft nicht nur einen Blick auf das Leben, sondern — wie kubistische Kunstwerke — gleich mehrere. Erstes Kapitel: Lehrer flirtet mit Schülerin. Oder ist es umgekehrt? Wölfe müssen
Read More Der Ost-Blick „Die gefrorene Charlotte“ ist 1993 erschienen und wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Wenn Literatur wesentlich, politisch und zeitlos sein soll, dann ist es dieser Roman auf unterhaltsame und berührende Weise, findet Anne Kuhlmeyer. Hinterher kann jeder, hinterher wissen alle alles besser, die Schlauen, die Historiker und die Nichtdabeigewesenen. Aber mittendrin muss man die Geschichte ohne Sicherheitsnetz leben. Im Normalfall läuft das ganz gut, es sein denn, es kommt einem eine Revolution in die Quere. 1989. Berlin. Tantchen, ihre Geliebte Hedda, ihr Down-behinderter Sohn Horsti und Cora Ost
Read More Ragoût caraïbe, saignant et étonnant Raphaël Confiant gehört zu den großen Literaten Martiniques. Mit einer deutlichen Liebe zu Kriminalromanen. Seinen neuesten, auf deutsch vorliegenden „Unbescholtene Bürger“ hat Thomas Wörtche amüsiert und verwundert gelesen. Es gibt kaum etwas Peinlicheres als einen Roman zu loben, nur weil er aus einer für uns „exotisch“ anmutenden Gegend kommt. Schwache Bücher, auch wenn sie aus Gabun, Indien oder sonst woher stammen, mit dem Argument zu verteidigen, man lerne ja schließlich etwas über Land, Leute und Verhältnisse, schrammt hart am benevolenten Rassismus entlang. Wer was über
Read More Wahlreichtum Von Felix Hofmann Wer, verehrte Freundinnen und Freunde der sich selbst wählenden Demokratie, allen Ernstes davon überzeugt ist, in den USA würden genau solche Abstimmungen abgehalten, oder gar darauf schwört, es hätte dort vor einem Jahr tatsächlich eine Präsidentschaftswahl stattgefunden, dem sei diese, kaum verschlüsselte, Bemerkung von Gore Vidal aus dem Jahre 1995 in Erinnerung gebracht: »Ob Sie es glauben oder nicht, in der großartigsten Demokratie der Weltgeschichte – der Heimat der Freiheit wie der Tapferkeit – lassen sich Wahlen still und heimlich deichseln, worüber sich Joe Kennedy immer
Read More Liegt gut in der Hand, der erste „Deutsche Polar“ im glücklich wiederauferstandenen Polar Verlag. Ein Hardcover. Hartgesotten. Tiefenscharf. „Keine Zeit für keinen Kompromiss. Für kein Etikett, um das Marketing zu erweitern. Zeit für Autoren und Autorinnen, die etwas wagen wollen“, schreibt Programm-Macher Wolfgang Franßen im Vorwort. Wir gönnenn uns das Vergnügen, Ihnen das Anfangskapitel aus Roland Sprangers leisem, von der Sehnsucht nach dem Rausch geschriebenen Roman zu präsentieren. Hier geht es los: Die riesigen Neon-Tafeln des Travel-Free-Shops leuchten aufreizend in den Nachthimmel. Auf dem Parkplatz davor stehen gut zwanzig Autos.
Read More Schwarze Geschichten Berlin Noir ist eine Anthologie, die im Rahmen der großangelegten Noir Series des New Yorker Akashic Verlags im Herbst 2018 erscheint. Aus naheliegenden Gründen war die deutsche Lizenzausgabe, die, wie andere Bände der Noir Series, bei CulturBooks erscheint, mit 13 extra für den Band geschriebenen Originalgeschichten früher fertig – als Appetizer präsentieren wir Ihnen hier das Vorwort von Herausgeber Thomas Wörtche Berlin macht es dem Noir nicht leicht. Oder ganz leicht. Die Tradition ist beeindruckend, wirkmächtig und auch beängstigend. Alfred Döblin, Christopher Isherwood, manche Stücke von Bertolt Brecht,
Read More Der Kriminalroman als Gesellschaftsroman – Hideo Yokoyamas breitwandbreites Panorama unterstreicht das auf sensationelle Weise. 760 Seiten, die sich lohnen, sagen jene Reisenden, die sich das mehr als überraschende Ende erlesen haben. Wir können Ihnen hier das erste Kapitel präsentieren. Frank Göhre wird das Buch für uns in der April-Ausgabe von CrimeMag besprechen. 1 Schneeflocken taumelten durch das Dämmerlicht. Der Mann stieg auf steifen Beinen aus dem Taxi. Ein Kriminaltechniker im Uniformmantel wartete schon vor dem Eingang des Polizeireviers. Er geleitete den Mann hinein, vorbei an dem Großraumbüro, in dem die diensthabenden Beamten saßen,
Read More Blaue Stunde: Der Stoff, aus dem die Krimis sind Alf Mayer hat sich Jim Heimanns und Steven Hellers „20th Century Alkohol & Tobacco. 100 Years of Stimulating Ads“ angeschaut. Die schönsten Anzeigen für Alkohol und Tabak aus einem Jahrhundert. Es scheint weit zurückzuliegen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft werden muss. Nicht wenige der Illustrationen in diesem Buch – allesamt Werbekampagnen aus den USA zwischen 1900 und 1999 – haben etwas beinahe unschuldig Frivoles, ja Pornografisches, mindest Verbotenes. Farbenfroh und unbekümmert wecken und feiern sie die Lust am Schmauchen
Read More Morden und Moral Nein, Nero hat Rom nicht angezündet. Musste er auch nicht, um ein veritables Scheusal in einer Reihe von Scheusal-Kaisern (korrekt: principes) zu sein. Immerhin hatte er seinen Seneca, der ihm lange den Anschein von Reputierlichkeit verschaffte. Was dem aber auch nichts nutzte. James Romm hat aus diesem prekären Verhältnis ein faszinierendes Sachbuch gemacht, das auch ein paar Schlaglichter auf unsere Zeit wirft. Thomas Wörtche freut sich. Immer wenn flugs ein schickes, tiefsinnges Zitat gebraucht wird, ist Lucius Annaeus Seneca (1-65) zur Hand – sozusagen das Flaggschiff der
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