Kranke Kindheit Pawel Sanajew debütiert mit einer tragikomischen Lebensgeschichte. Ein großer Roman über einen kleinen Jungen und die leidvolle Suche nach dem Glück. In der Regel sollen sich Großmütter ja rührend und liebevoll um ihre Enkel kümmern. Nicht so in Pawel Sanajews erstem Roman. Hier ist die Babuschka eine streitsüchtige, misstrauische, vom Leben gezeichnete wie enttäuschte Alte. Nachbarn, Ehemann und Freunde sind Opfer ihrer Unzufriedenheit. Leiden muss aber vor allem ihr permanent kränkelnder Enkel Sascha, den sie ihrer angeblich liederlichen Tochter weggenommen hat. Dabei wünscht sich Sascha doch nichts sehnlicher
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Von der „Tugend des Staunens“ und dem „Anfängergeist“ „Warum heißt der Stuhl Stuhl?“, „Wo war ich, bevor ich geboren wurde“ oder „Wo bin ich, wen ich tot bin?“ – tagtäglich fragen Kinder ihren Eltern Löcher in den Bauch und führen sie nicht selten an den Rand ihrer Erkenntnis- und Erklärungsfähigkeit. In seinem Buch „Welche Farbe hat die Zeit?“ zeigt uns Marco Wehr anhand solcher nur scheinbar naiver Fragen, wie Kinder uns wieder neu zum Denken bringen und uns neue Horizonte eröffnen können. In einem lockeren Streifzug verbindet der Physiker, Philosoph,
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Vorwärts, es geht zurück! Wenn es Aufgabe eines Intellektuellen ist, zeitaktuelle Phänomene zu registrieren, zu analysieren und auf den Begriff’ zu bringen, dann hat Umberto Eco mit dem Gang des Krebs ein sehr treffendes Bild für die heute weit verbreitete paradoxe Stimmung einer rückwärtsgewandten Zukunftserwartung gefunden. „Der Name der Rose“ – mit dem Titel seines berühmtesten Buches scheint Umberto Eco für immer und ewig verbunden zu sein. Dabei hat der Semiotikprofessor aus Bologna sehr viel mehr Bücher, vor allem aber eine Unzahl an wissenschaftlichen, politischen und kulturkritischen Essays geschrieben. Und
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Sublime Hochspannung In die kalte und einsame Welt der Spionage, des Tarnens, Täuschens, Tricksens und Verratens führt der neue Roman des hierzulande noch immer unterschätzten britischen Erzählers William Boyd. Nach einem langen Leben in scheinbar völliger Normalität eröffnet die rüstige Seniorin Sally Gilmartin im heißen Sommer 1976 ihrer in Oxford promovierenden Tochter Ruth ein schockierendes Geheimnis: Ihr wahrer Name sei Eva Delektorskaja und sie sei 1939 in Paris als russische Emigrantin für den britischen Geheimdienst angeworben worden. In einem ständigen Zeitenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit eröffnet uns William Boyd in
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Kalte Leere Zugleich faszinierend und abstoßend eröffnet Massimo Carlotto mit seinem zynischen Realismus tiefe Einblicke in das kalte Nichts und das Ende der Nacht. Mit hartem, schnellen Pulsschlag erzählt Massimo Carlotto in „Arrivederci amore, ciao“ die Geschichte des Exterroristen Giorgio. Nach zehnjähriger Flucht und einem Zwischenstopp in einem mittelamerikanischen Terroristen-Camp kommt er desillusioniert zurück nach Italien und schließt mit der Staatsanwaltschaft einen Deal als Kronzeuge und Spitzel. Alles, was für ihn jetzt noch zählt, ist der schnelle Aufstieg nach oben, der Weg zu Geld und Macht. Seine Mittel: Mord, Gewalt,
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