Keller, der nette Killer von nebenan, checkt nur sehr ungern in Hotels ein, in denen man nicht HBO empfangen kann – das spricht schon einmal sehr für ihn. Aber eine Menge anderer Dinge auch. Unsere pp Verlagslandschaft (re-)produziert lieber olle noir-Kamellen, statt grimmig-witziger Bücher. Vielleicht gar nicht so falsch, mein Michael Wuliger, Literatur-Redakteur der Jüdischen Allgemeinen (www.jüdische-allgemeine.de) und wundert sich höchstens über das milde Ende des kleinen Zyklus.
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Ehefrust und Liebeslust Tim Binding räsoniert in „Cliffhanger“ über fehlgeschlagene Beziehungen und Mordversuche. Die meisten Leser finden das Buch saukomisch. Viele Kritiker auch und der Verlag erst recht. Sie kriegen sich sogar kaum noch ein. Das ist Jörg von Bilavsky schlicht schleierhaft … Was tun, wenn die Ehefrau nervt? Scheiden, Schweigen oder Schubsen. Der 50-jährige Taxiunternehmer Al Greenwood entscheidet sich für Letzteres. Gelegenheit und Gegend sind günstig. Schließlich lebt er mit seiner Gattin in einem Haus direkt am Ärmelkanal. Genauer gesagt unweit einer abgrundtiefen Klippe, die zum Spazieren wie zum
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Alle kennen wir ihn, Paco Ignacio Taibo II und seine monumentalen Kriminalromane aus Mexiko. Einer seiner besten, "Vier Hände", erscheint jetzt in Spanien als Comic. Francisco J. Ortiz hat ihn gierig verschlungen. Die Rezension hat Doris Wieser aus dem Spanischen übersetzt.
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Direkt aus dem Wunderland – Mia singt gerne und authentisch über Herzschmerz und Liebeskummer, findet dafür aber ganz neue Worte und Szenen. Von Tina Manske Mia Vigar bringt uns mit ihrem Debütalbum das erste fantastische Highlight dieses jungen Jahres. (Eine EP mit dem Namen „Nice Girls“ ist bereits im Jahr 2003 bei Twisted Nerve erschienen.) „True Adventures Happen Inside Your Head“ ist voller schräger Melodien, feenhafter Soundschleier, träumerischer Gitarren- und Keyboardsounds und wird getragen von Mias Stimme, die zwischen frecher Göre und elfenbeinweißer Prinzessin pendelt. Ihr eigenwilliger Sound hat ihr
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Fremdsprachige Buchtitel werden oft nicht übersetzt, sondern überdichtet. Hartleys Roman trat als "Der Zoll des Glücks" vor deutsche Leser, das war 1955 und wir lassen es lieber unkommentiert. Jetzt heißt die Neuausgabe wie das Original "The Go-Between", und mit Recht. Kein Begriff könnte plastischer ausdrücken, was der Protagonist Leo Colston tut: Er geht zwischen einem Mann und einer Frau hin und her. Von Gisela Trahms
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