Recent Posts

Posted On Dezember 1, 2020By Vladimir AlexeevIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Exklusiv für uns: KI-Crimegeschichten (2)

Der Köstner‘sche Tod vermittelt von Vladimir Alexeev Ich bekenne mich für schuldig. Ich bin direkt in eine Tat verwickelt. Eigentlich nur ich allein. Direkter geht es nicht, denn ich habe etwas erschaffen, was es vor mir nicht gegeben hatte. Und dann verlor ich völlig die Kontrolle darüber. Erschwerend hinzu kommt, dass ich die Kontrolle sogar absichtlich aufgegeben habe. Mit letalen Folgen für einen Beteiligten. Wobei bin ich mir nicht sicher, ob er überhaupt sterblich ist. Es handelt sich nämlich um die Künstliche Intelligenz. Denn folgendes war nun geschehen. Sie kennenRead More
… Und: … Action!! … So avant ist sogar der avant-verlag selten wie mit diesem Buch. Querformat. Leinen. Cinemascope. 264 Seiten. Bildspektakel. Klassiker. Ein Buch für die Schatzkammer.  Johann Ulrich & Thomas Gilke (Hg.): Hillmann. Ein Zeichner und seine Welten. Text & Zeichnung: Hans Hillmann. Vorwort von Andreas Platthaus. Avant Verlag, Berlin 2020. 264 Seiten, 50 Euro. Das Wahnsinnigste an diesem Buch: WIE hypermodern, wie umwerfend aufregend, wie lebendig, prall und wie radikal die Arbeiten des Zeichners, Grafikers, Illustrators und Plakatkünstlers Hans Hillmann (1925 – 2014) noch immer sind.  Es istRead More
Zwei Parameter kann man bei Kreuzberg Blues von Wolfgang Schorlau (KiWi) schon mal von Anfang an aus dem Spiel nehmen. Erstens, die local knowledge – auf der Oranienstraße gibt es, weiß Schorlau, ein „kleines türkisches Restaurant namens Hasir“ (das ist so wie „ein kleines amerikanisches Restaurant namens McDonald“) – ist nicht sehr überzeugend.  Zweitens, die Qualität der Prosa  – „Lena … steckt ihr süßes Ärmchen in die Luft“ – spielt auch keine Rolle. Also geht es bei „Denglers zehnten Fall“ aus der Werkstatt des „Meisters des politischen Romans“ (U 4) um etwas anderes – nämlich um die ungeheuerlichen Machenschaften der Immobilienwirtschaft.Read More
Kein Insekt auf der Wassermelone Un-su Kim über Unwissenheit und Wut, Einsamkeit, die Quellen des Schreibens und die Harmonie deutscher Autobahnen. – Das erste lange Interview des koreanischen Autors auf Deutsch, von Tobias Gohlis. Un-su Kim, geboren 1972 in Busan, ist vielleicht der spannendste einer ganzen Zahl hervorragender und faszinierender Autorinnen und Autoren aus Südkorea, die in den letzten Jahren übersetzt wurden. Unter ihnen: Jeong Yu-jeong  und Kim Young-ha, dessen Verlag Cass im Oktober 2020 mit dem Preis der Hotlist der Unabhängigen Verlage ausgezeichnet wurde. Sein aktuelles Buch „Heißes Blut“ hat Hanspeter Eggenberger imRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Bloody Chops Dezember 2020

Kurzbesprechungen von fiction – Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum) und Thomas Wörtche (TW) über: Steph Cha: BrandsätzeLee Child, Andrew Child: The Sentinel. A Jack Reacher NovelStephen Hunter: Im Visier des SnipersUn-Su Kim: Heisses BlutMartin Michaud: Aus dem Schatten des VergessensDenise Mina: Götter und TiereJoachim B. Schmidt: KalmannWolfgang Schorlau: Kreuzberg BluesDavid Whish-Wilson: Das große Aufräumen und noch mehr to come … Schauen Sie wieder vorbei. Lakonische Sprache, finstere Welt (JF) Frank Swann, einst Polizist, dann Privatdetektiv, ist plötzlich ein gefragter Mann. Seit er seinen neuen Job als Sicherheitsberater desRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

non fiction, kurz – 12/2020

Sachbücher, kurz und bündig Sekundärliteratur ist unerlässlich, wenn man nicht nur konsumieren will. Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) waren auf einem Streifzug im Revier unterwegs. Bernard Benoliel, Gilles Esposito u.a.: Hitchcock – Alle FilmeWilhelm Bode: Tannen. Ein PortraitBraunbuch über Reichstagsbrand und Hitlerterror. Faksimile-NachdruckNorman Davies: Ins Unbekannte. Eine Weltreise in die Geschichte Stephen Fry: HeldenPeter Grünlich: Der Alleswisser: Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen, und was ich dabei gelernt habeBjörn Hayer, Janin Aadam (Hg.): Das U-Boot. Eine kulturgeschichtliche LeerstelleBodo V. Hechelhammer: Spion ohne GrenzenJames Hibberd: Feuer kann einen Drachen nicht töten. GAMERead More

Posted On Dezember 1, 2020By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Markus Pohlmeyer: Corona-Zyklus VII

Mit Erinnerungen an alte Zeiten, die ein wenig golden waren, auch bei aller Wehmut … 1 Lauschte Beethovens Harfen-Quartett – und im WaschraumRumpelnd mein Trockner. Ach, himmlischer Alltag. Ich kann michNicht erinnern: was habe ich all die Milliarden Jahre davorGetan? Geträumt? Was? Dieses Universum? Es scheppert der Trockner am helllichten Tag: ‚klipp, klapp‘.[1] 2 Schauspiel in einem AktBasel, ein Kaffee, 2019 Freund: „Diese Torte schafft normalerweise niemand!“Dichter: „Wow, das Äquivalent eines Neutronensterns, nur aus Schokolade …“(Seufzer)Freund: „Die haben sogar da drin noch drei Schwarze Löcher versteckt. TEXT TEXT TEXT … (erschrocken) Wo ist der KuchenRead More
Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten  … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh.  Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokale Buchhandlung(en) besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Claudia Denker von der Krimiabteilung im Chatwins in Berlin-Schöneberg: Das Weihnachtsgeschäft ist dieses Jahr für uns Buchhändler ganz schön besonders.Read More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr. 15 und Nr. 16 und Nr. 17. Außerdem: Nr. 18, Nr. 19, Nr. 20, Nr. 21,und Nr. 22 und Nr. 23 und Nr. 24 und Nr. 25 und Nr. 26 und Nr. 27Read More
Warum die Mega-Fusion von Thalia & Mayer‘sche & Ossiander so gefährlich ist Eine Brandrede von Gerhard Beckmann Die neue Vorsteherin und der neue Vorstand des Börsenvereins haben in der letzten Novemberwoche 2020 einen überraschenden, einstimmigen Beschluss gefasst, der dem deutschen Buchhandel neue Hoffnung gibt und von größter Bedeutung für Autoren, LeserInnen und Verlagsleute werden könnte. Es geht um eine Neufassung des Buchpreisbindungs-Gesetzes. Warum sie so wichtig ist, wird vom Hintergrund einer  skandalösen Geschichte dieses Jahres deutlich, die hier erstmals offen ausgebreitet wird.  Ein Appell an die deutsche Öffentlichkeit, den Börsenverein hier aktiv zu  unterstützenRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Alf Mayer/ Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Mayer & Pohlmeyer zu „Masterpieces of Fantasy Art“

Weder an Regeln noch Schwerkraft gebunden Oder: Wenn der Orbitalfrontalkortex entscheidet – Von Alf Mayer und Markus Pohlmeyer Zwei Blickwinkel, zwei Herangehensweisen. Das Buch „Meisterwerke der Fantasykunst“ ist so gewichtig, dass es locker zwei Rezensenten verträgt. Alf Mayer und Markus Pohlmeyer haben sich mit dem monumentalen Band beschäftigt. Dian Hanson: Masterpieces of Fantasy Art. Mit den Werken von Julie Bell, Philippe Druillet, Frank Frazetta, H.R. Giger, die Brüder Hildebrandt, Jeffrey Catherine Jones, Rodney Matthews, Mœbius, Rowena Morrill, Sanjulian, Boris Vallejo, Michael Whelan u.a. sowie 99 Kurzbiografien. Deutsch, Englisch, Französisch. Verlag BenediktRead More
Mit gefälschter Identität in Wien Erstmals ist 2020 der 1932 geschriebene Roman „Leben verboten“ der jüdischen Schriftstellerin Maria Lazar in vollständiger deutschsprachiger Originalfassung erschienen. – Einen Auszug daraus haben wir in unserem August-Magazin veröffentlicht. „Mein ganzes Leben habe ich mich immer nur benützen lassen, von meiner Frau, der Firma, der Versicherungsgesellschaft, bis sie mir alle miteinander das Leben verboten haben.“ Mit diesem Satz, so überlegt Ernst von Ufermann, könnte er seine Entscheidung verteidigen, seinen Tod vorgetäuscht zu haben. Denn eigentlich wäre er ja in dem Flugzeug gewesen, das 1931 auf demRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Peter MuenderIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Peter Münder über Martha Gellhorn

Was uns jetzt fehlt: Marthas moralischer Furor Wenn Martha Gellhorn (1908-1998) als Kriegsreporterin in den spanischen Bürgerkrieg, zum D-Day nach Omaha Beach, dann auch in den Vietnam-Krieg zog oder noch als 80-Jährige während der US-Invasion aus Panama und Grenada berichtete, dann tat sie dies mit einer kritischen Perspektive, die vor allem die leidende Bevölkerung im Blick hatte. Die hysterische Kommunistenjagd während der McCarthy-Ära und die daraus resultierende Zerrissenheit des Landes hielt sie für eine Perversion, die nach ihrer Ansicht kein vernünftiger Mensch einfach im lethargischen Lemming-Modus  tolerieren konnte. Den heutigen psychopathischenRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Das Medium Feindflugblätter

Die gleiche Botschaft wie eine Patrone Auszug aus dem Vorwort für ein aufregendes Buch – von Moritz Rauchhaus und Tobias Roth Feindflugblätter sind eine Sonderform des auch aus Friedenszeiten bekannten Flugblattes, sie wenden sich direkt an den Kontrahenten im Krieg. Sie versuchen, seine Sprache zu sprechen, ihn zu demotivieren und zum Aufgeben zu bringen. Ihre Auflagen erreichen schwindelerregende Höhen, ihre Bildgewalt und psychologische Tücke ist überwältigend und ihr Besitz ist strengstens verboten. Der Zweite Weltkrieg hat auch diese Form der Propagandakunst auf ein neues Niveau gehoben, und damit deutliche SpurenRead More
Du Feix-it Austria In Österreich kennt jedes Schulkind Franz Grillparzer und dessen Stück „Der Traum ein Leben“, das zur Schulbuchlektüre gehört (vielleicht auch nur gehörte). Ob sich Antonio Fian, den man in Deutschland auch kaum kennt, mit seinen Träumen in Grillparzers Tradition stellt, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass seit vielen Jahren, im Gefolge der österreichischen Anschlussfähigkeit an das nördliche Reich, darüber debattiert wird, ob es eine österreichische Literatur gibt, die eben nicht (nur) deutsch, sondern a bisserl mehr ist. Fian gibt Nachrichten von diesem „mehr“, in Österreich istRead More
Am 3. September 1973 berichtet der „Spiegel“ von einem Kriminalfall: „Salah Bougrine. 35, aus Algerien, vergaß in der Marseiller Buslinie 72 erst einen Fahrschein zu kaufen, dann diesen lochen zu lassen. Weil ihn der Fahrer des Wagens, Désiré-Emile Gerlache, 49, deswegen öffentlich rügte, erwürgte der Algerier den Franzosen.“ In der Folge sei es im Süden Frankreichs „zu einem Ausbruch von Rassenhass wie nie zuvor“ gekommen. In Toulouse, Marseille und anderen Städten wurde regelrecht Jagd auf nordafrikanische Einwanderer gemacht, in einer Woche kamen sieben Menschen ums Leben. Unter den Tätern warenRead More
Copycats am Portepee Mit Copycats ist es so eine Sache: Entweder sie fristen ein unzufriedenes Dasein im Netz, schmarotzen sich durch Ideen und Gedanken, immer ängstlich darauf bedacht, nicht enttarnt zu werden oder sie zeigen sich schamlos als das, was sie sind: träge Betrüger. Die erste Spezies ist sich der eigenen Unterlegenheit bewusst, begnügt sich aber damit, im Glorienschein der Fantasiebegabten ein ganz klein wenig mit zu brillieren. Die zweite Spezies pflegt ein entspanntes Verhältnis zum Urheberrecht überhaupt. Warum sich quälen mit der eigenen Mediokrität, wo es doch schon weitausRead More
Vielschichtiges Panorama Überzeugte Kommunistin, Anhängerin Titos und Unterstützerin der Partisanen-Bewegung, Frau eines weltberühmten Radiologen und dreifache Mutter: Das Leben von Zora Del Buono, geboren in Slowenien, war ein wechselvolles, ein von der Geschichte des 20. Jahrhunderts geprägtes, sie selbst eine schillernde Person. In ihrem meisterhaften Roman „Die Marschallin“ erzählt ihre Enkelin Zora del Buono über ihre Großmutter und die Familie, über große Politik und das Grauen der Kriege sowie private Schicksale.  Der Roman beginnt mit einem Prolog. Darin schreibt die Autorin über ihre Verantwortung, die Familiengeschichte an die Öffentlichkeit zuRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Hazel RosenstrauchIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Kristof Magnusson „Ein Mann der Kunst“

Bildungsbürgerbespaßung In Zeiten wie diesen braucht man und auch frau Aufmunterung, und die liefert schon der zweite Satz: „Dafür, dass ich in einer Branche arbeite, in der es von Platzhirschen, Zampanos und Cholerikern nur so wimmelt, habe ich es ganz gut getroffen.“ Man ahnt, es geht um den Kulturbetrieb im Allgemeinen und die Kunst im Besonderen. Hauptfiguren sind der Direktor eines privaten Museums, hochgebildet und hochbegabt, speziell für seine Auftritte vor geldgebenden Kulturpolitikern, an seiner Seite unermüdlich kunstbeflissen die Vorsitzende des Fördervereins, im Hauptberuf Psychologin, und ihr Sohn, der dieRead More
Radikalität des Entwurfs Dies ist einer der Romane, die für mich unterm Strich von diesem Jahr bleiben und denen man – Corona zum Trotz – ein langes Leben wünscht. „Drei Leben lang“ von Felicitas Korn erschien, als sich das Corona-Loch gerade auftat.  Sie hat darüber bei uns auf CulturMag geschrieben: „Was danach kam, ist die Absage der Leipziger Buchmesse, die Absage deutschlandweiter Lesungen und Veranstaltungen, die Schließung des lokalen Buchhandels, die Überlastung der Presse in Print, Hörfunk und TV, die gerne über das Buch berichten sollten und wollten, aber Corona bestimmtRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Tommy SchmidtIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Kurzgeschichte von Tommy Schmidt

Triage Eine Turnhalle im Norden Münchens. Noch vor Kurzem roch es hier nach Kinderschweiß und Gummi. Nach Leder, Lehrerinnentränen und Magnesium. Hier wurde schlappgemacht und hier wurden Klassenbeste bejubelt. Seit Wochen riecht es hier nur noch nach kranken Männern.  Hundert Betten mit schweren Fällen, die darauf warten, ins intensivmedizinische Zentrum geschoben zu werden, das in der Freiluftsportanlage zwischen Weitsprunggrube und Aschenbahn aufgebaut wurde.  Wenn es vorne welche geschafft haben, rücken hinten welche nach. An der rechten Hallenseite aber, wo sich die Sprossenwand befindet, da stehen zwanzig Betten mit Patienten, dieRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Markus Pohlmeyer: „Game of Thrones 8“

Ein kleiner Rettungsversuch  I Zugegeben, ich war nie wirklich begeistert von „Game of Thrones“.[1] („Der Wüstenplanet“-Zyklus und mittelhochdeutsche Epen schienen mir da um Lichtjahre besser.) Aber ich muss nun etwas zur letzten Staffel schreiben. Es gab und gibt zahlreiche Kritik am Finale. Vielleicht sah ich dieses anders, weil ich keine messianischen oder überhaupt irgendwelche Erwartungen an diese Serie anlegte, die übrigens alle Konzepte von Messias-Figuren illusionslos durchstreicht. Zusammengefasst: Wie ich einer der wenigen war, den die Staffeln 1-7 kaum begeisterten, so scheine ich nun einer der wenigen, der von Staffel 8 begeistert war.Read More

Posted On Dezember 1, 2020By Peter MuenderIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Peter Münder: Die Bertone-Legende lebt

Von der Kutsche zum futuristischen Concept Car Mit seinem umfassenden Bildband „Bertone“ legt der Schweizer Auto-Experte Roger Gloor ein spannendes Kompendium vor, das die überragende stilistische Ästhetik würdigt und die technische Entwicklung der Bertone-Konstruktionen im Verlauf  von hundert Jahren detailliert vermittelt.  – Von Peter Münder.    Wenn Petrolheads im globalen Netz sehr engagiert darüber debattieren (auf Drivetribe u.a.), ob nun der von 1965-74 gebaute Iso Grifo mit Corvette V8-Maschine, der Alfa Montreal oder der 1971 in Genf vorgestellte  Lamborghini LP 500 12-Zylinder die beste, schönste, umwerfendste aller Bertone-Konstruktionen ist und wenn sich gutbetuchte AuktionsbeobachterRead More
Es braucht einen Scharfschützen, um einen Scharfschützen zu fangen Jetzt im Dezember erscheint im Festa Verlag einer besten Stephen Hunter-Romane zum ersten Mal auf Deutsch. „I, Sniper“ stammt aus dem Jahr 2009 und ist politisch alles andere als korrekt, das geradezu symmetrisch in gleich drei Richtungen. Ein Scharfschütze tötet kurz hintereinander eine Hand voll linker „Publikumsikonen“, eine leicht als „Hanoi-Jane“ erkennbare Filmschauspielerin auch dabei. Als Täter wird einer der besten US-Sniper des Vietnam-Krieges präsentiert, eine Legendenbeschädigung erster Güte für das konservative Milieu, Diskussion um Kriegsverbrechen inklusive. Und dann geht esRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Clemens GoldbergIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Clemens Goldberg: Der Ton macht die Musik

Ver-Stimmt Anna Prohaska ist international eine der bedeutenden Opernsängerinnen. Ein Twitter-Post von ihr landet auf Facebook, den ich lese. Da ist von einem Gespräch im Deutschlandradio Kultur mit dessen Abteilungsleiter für Kultur und aktuelle Politik, Thorsten Jantschek, die Rede. Er habe sich angesichts der Schließungen im Kulturbereich sehr abschätzig und unerträglich geäußert. Was ich lese, ist schlimm genug. Während des Shutdowns könnten Dramaturgen ja mal Stücke entwickeln und Beleuchter ihre Geräte in Ordnung bringen. Museum könne man auch mal sein lassen. Ich mache einen kleinen Post in dem Sinne, dassRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Georg SeesslenIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2020

Georg Seeßlen: le biennali invisibli

Passend in diese Zeit, wurde dieses Jahr eine „unsichtbare Biennale“ – Le Biennali Invisibli – ins Leben gerufen. Kuratiert von Alfons Hug und in Auftrag gegeben vom Goethe-Zentrum Baku, untersucht das Projekt elf imaginäre Räume, inspiriert von Italo Calvino und seinen „Unsichtbaren Städte“. Mittlerweile ist die Internetseite des Projekt freigeschaltet: www.lebiennaliinvisibli.org. Wir zeigen daraus einige Screenshot.Read More