Sehr schwache Elementarkraft 1 bild / 100 worte Der irre Wissenschafter, zurückgekehrt von einer ausgedehnten Ballonfahrt. „Endlich wieder Boden unter den Füßen.“ Der Ballon war rosarot & weiß gestreift, er habe seinen Zweck nur sehr bedingt erfüllt (schuld wie üblich die Finanzkrise). Innehalten. „Raketen“, raisoniert der irre Wissenschafter, „können wir uns leider nicht mehr leisten.“ Bilder zeigen ihn hemdsärmlig im Dreiteiler, schwebend über den Fjorden von Island. Wehmut. „Nichts wünsche ich mir mehr, als eine sehr schwache Elementarkraft zu entdecken.“ Zupacken. Gentlemanforscher in Ballons sind die perfekten Werbeträger für die
Read More Tauschen Aus der Lache des dämmernden Tags tranken die langen Vögel der Nacht, nun liegen sie tot umher beim letzten Seufzer des Mondes. Doch sieh die Flamingos der Röte, sie bauen ihr Nest sich im Licht, mit der Seide der Himmelsränder und dem goldenen Wind ihrer Flügel. Übersetzt von Friedhelm Kemp Quelle: Hans Magnus Enzensberger: Museum der modernen Poesie, Frankfurt am Main, 2002 Jules Supervielle (* 16. Januar 1884, Montevideo; † 17. Mai 1960, Paris) war ein „Weltbürger“ ohne dass er sich je so bezeichnet hätte. Seine baskischen Eltern waren
Read More Posted On September 26, 2012By Julian KlosikIn Musikmag
Reeperbahn Festival, der kleine Bruder vom South by Southwest – Für drei Tage und Nächte verwandelt das Reeperbahn Festival jedes Jahr den Kiez und sein Umfeld in eine riesige Musiklandschaft und kopiert dabei konzeptuell sein großes Vorbild, das South by Southwest in Austin, Texas – mit Erfolg. Julian Klosik berichtet für CULTurMAG aus Hamburg. Zum siebten Mal fand vom 20.-22.09.2012 das Reeperbahn Festival 2012 in Hamburg, St. Pauli statt und trotz Kapazitätserhöhung im Vergleich zum Vorjahr war das Festival – organisiert von der Reeperbahn Festival GbR, einem Zusammenschluss aus Karsten
Read More Posted On September 26, 2012By Janine AndertIn Musikmag
Suche nach einem Platz in dieser Welt Wer Antony Hegarty einmal live erleben durfte, weiß, dass so ein Konzert das beste Mittel gegen Misanthropie und Weltschmerz ist. Das Gesicht erhält einen verklärten Schimmer, die Augen strahlen, einem wird schon fast heiß ums Herz und man möchte die ganze Welt umarmen. Man glaubt wieder an das Gute da draußen. Janine Andert freut sich über das neue Album von Antony & The Johnsons, das ein bisschen davon transportiert. So eine intensive Live-Stimmung lässt sich schwer auf Platte einfangen. Aber „Cut The World“
Read More Posted On September 26, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Neue Platten von und mit Get Well Soon, No Doubt, Two Gallants und Azure Ray; gehört von Janine Andert (JA) und Christina Mohr (MO). Ab durch die Leitplanke (JA) „[I]ch hab mal ein bisschen Dolce Vita zugelassen. […] Zu diesem Album kann das Millionärssöhnchen im Cabrio sein Baby-Doll durch die Berge am Gardasee kutschieren, er kann aber auch im richtigen Moment die Medikamente absetzen und ab durch die Leitplanke.“ sagt Konstantin Gropper, Mastermind hinter Get Well Soon, über sein drittes Studioalbum „Scarlet Beast O’Seven Heads“. So viel Humor hätte man
Read More Posted On September 26, 2012By Janine AndertIn Musikmag
Die Kultivierung des Leidens Mumford & Sons neues Album „Babel“ führt die musikalische Philosophie des supererfolgreichen Debüts nahtlos fort. Nicht viel Neues also, findet Janine Andert und macht sich ein paar grundsätzliche Gedanken… Schopenhauer schrieb in „Die Welt als Wille und Vorstellung“: „wie wesentlich alles Leben Leiden ist.“ Er führte aus: „Denn alles Streben entspringt aus Mangel, aus Unzufriedenheit mit seinem Zustande, ist also Leiden, solange es nicht befriedigt ist; keine Befriedigung aber ist dauernd, vielmehr ist sie stets nur der Anfangspunkt eines neuen Strebens. Das Streben sehen wir überall
Read More Posted On September 26, 2012By Janine AndertIn Musikmag
Stagnation – Tot geglaubte leben länger. Nach 14 Jahren melden sich Dead Can Dance mit ihrem achten Studioalbum zurück. Für das fünfte Best-of-Album des australischen Duos braucht es wohl neues Material. Von Janine Andert Die Musikpresse ist begeistert von „Anastasis“. Das Lokalradio spielt den Opener „Children Of The Sun“ sogar im Tagesprogramm. Aber letztlich setzen Dead Can Dance genau dort an, wo sie 1996 mit „Spiritchaser“ aufgehörten. Das ist grundsätzlich nicht schlecht. Warum sollte eine Band, die seit 1980 revolutionär klassische Klänge des Abendlandes mit dem ganzheitlichen Programm aller vorstellbarer
Read More Posted On September 22, 2012By Giancarlo de CataldoIn Crimemag
Ach, Italien … Giancarlo de Cataldo, Romancier, Drehbuchautor (u. a. „Romanzo Criminale“) und Richter umkreist nicht nur in seiner Fiction, sondern auch in seinen Essays immer wieder die Gründe und historischen Ursachen für den Zustand der italienischen Gesellschaft, um darin sowohl das Landesspezifische wie auch das Grundsätzliche und Analogisierbare herauszuarbeiten … Lesen Sie heute den von Dorothee Calvillo übersetzten ersten Teil (von zweien) über bemerkenswerte Parallelen zweier Vorgänge im 19. und im 20. Jahrhundert, exakt 100 Jahre voneinander getrennt, die um die notorische „Banca Romana“ kreisen. Malitalia Von Giancarlo de
Read More Posted On September 22, 2012By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, in unserer Kompakt-Ausgabe zum Herbstbeginn freuen wir uns, Ihnen einen Essay (in zwei Folgen) von Giancarlo de Cataldo vorstellen zu dürfen: „Malitalia“, der Versuch, die italienischen Verhältnisse von heute auch aus der Geschichte verstehen zu können. Übersetzt hat den Text, der sich mit der Banca Romana und einer merkwürdigen Parallele der Jahre 1892/3 und 1992/3 befasst, Dorothee Calvillo. Sittigend auf den Volkskörper wirkt Carlos ein – normativ, streng, unhinterfragbar! Von der KrimiZeit-Bestenliste nicht wegzudenken ist Daniel Woodrell, der zudem gerade auf dem Kontinent unterwegs ist – Anlass für Peter
Read More Irgendjemand muss es ja tun, die Sittlichkeit in diesem Lande regulieren. Wer, wenn nicht Carlos? Voilà … Gesetzentwurf zur Neuregelung der Sexualität wegen immenser Peinlichkeit ihrer öffentlichen Praktizierung, Besprechung und Wahrnehmung. Präambel: Die Sexualität ist dem Menschen mitgegeben, sie ist in der Regel angenehm und dient der Arterhaltung. Alles dieses gilt aber auch für den Stuhlgang, diesen wir diskret verrichten. Es gilt, die Öffentlichkeit der beiden Verrichtungen wieder einander anzugleichen und nicht zu Lasten der Darmtätigkeit! § 1: Es ist selbstverständlich nicht zu unterbinden, dass pornografische Filme gedreht
Read More Posted On September 22, 2012By Peter MuenderIn Crimemag
„Chandler war zu subtil für mich“ Daniel Woodrell, Autor von „Winters Knochen“ (hier bei cultmag) und „Der Tod von Sweet Mister“, begann seine deutsche Lesetour beim Hamburger Harbour Front Festival. Er sprach mit Peter Münder und Frank Göhre über den mühsamen Weg zum Schreiben. „Bei dem, was wir machten, war es meist nötig, nicht gesehen zu werden“, erklärt der 13-jährige übergewichtige Ich-Erzähler Shuggie in „Der Tod von Sweet Mister“. Erst mal soll er einen Pick-up umlackieren, dann wird er vom sadistischen Stiefvater Red – der bezeichnet ihn nur als „Fettsack“– gezwungen,
Read More Im Rahmen unseres kleinen Daniel-Woodrell-Specials präsentieren wir Ihnen einen schönen Essay von Frank Göhre über die sogenannte „Bayou-Trilogie“. Welcome to Frogtown Die Stadt liegt dicht an den Louisiana-Sümpfen, und das hier ist ein ganz spezieller Sumpf, mon ami. Es ist der Marais du Croche. Das heißt soviel wie ‚hinterhältiger Sumpf‘. Ein riesiges, endloses schwarzes Monster, sag ich dir. Voller Untiefen und glitschiger Wesen und Sumpflöchern mit Strudeln, und überall sieht es gleich aus, so dass die meisten Leute sich gar nicht merken können, was wo ist und wie man wieder
Read More Patchwork – Im (post-)modernen Medienbaukästchen sind so viele Teilchen drin, die man nur noch immer wieder neu und verschieden zusammensetzen muss. Das kann schiefgehen, muss aber nicht. „Death in Paradise“ ist ein eher geglücktes Beispiel für eine unterhaltsam zusammengeschraubte Serie. Anna Veronica Wutschel hat sie amüsiert angeschaut … Eine neue Serie muss her, originell und spannend soll sie sein. Das ist gar nicht so simpel im übervollen Krimi-Serien-Land. Die Macher von „Death in Paradise“ entschieden sich für das übliche Verfahren: Recyceln und Sampeln, was sich bewährt hat, und dem Neuen
Read More Privatdetektive gehören zum Grundbestand des Genres, obwohl sie längst ihre Dominanz gegen andere Typen von Hauptfiguren verloren haben. Aber die, die es noch gibt, sind ziemlich nützliche Kerlchen – man kann mit ihnen vieles machen: Literarisch und „erkenntnistheoretisch“, sozusagen. Christopher G. Moore hat mit Vincent Calvino einen der spannendsten PIs der neueren Kriminalliteratur erfunden – hier ein bisschen Selbstreflektion mit programmatischem Charakter: Private Eyes Riding the Time Machine My German translator Peter Friedrich made a recent observation about the Vincent Calvino series that I’ve been thinking about. Peter said: Did
Read More Der Herbst des Einsamen von Georg Trakl Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle. Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen. Ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle; Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen. Gekeltert ist der Wein, die milde Stille Erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen. Und hier und dort ein Kreuz auf dem Hügel; Im roten Wald verliert sich eine Herde. Die Wolke wandert übern Weiherspiegel; Es ruht des Landmanns ruhige Gebärde. Sehr leise rührt des Abends blauer Flügel Ein Dach von dürrem Stroh, die schwarze
Read More Posted On September 19, 2012By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
Verdunkelungsgefahr? Joe Paul Kroll über Marjana Gaponenkos zweiten Roman, der eine literarische Hommage an die Romantik versucht. Torten brechen Lewadski das Herz. An Torte erinnert er sich noch im Sterben: Wie er einst durch die Fensterscheibe eines Cafés die angebetete sah, Torte essend, in Begleitung eines Andern, und daraufhin nicht sein Herz, aber doch seinen Mageninhalt auf den Gehsteig ausschüttete. Wie, Jahre später, in Odessa eine Möwe mit seinem Tortenstück davonflog und ihm eine Enttäuschung beibrachte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Lewadski hielt zwar seitdem Abstand zu den
Read More Posted On September 19, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zu einer abwechslungsreichen und proppevollen Doppelausgabe. Edgar-Preisträger Thomas Adcock berichtet von der heißen Phase des amerikanischen Wahlkampfs – von nun an wöchentlich und exklusiv für CULTurMAG. Zum Auftakt seines „Presidential Campaign Diary“ kümmert er sich um die vielen Lügen des Mitt Romney. Aleks Scholz liefert in der neuen Folge seiner Kolumne „Lichtjahre später“ eine kleine Geschichte der Sternentheorie und Michael Zeller meditiert in dieser Woche über eine Plastik des Erfurter Künstlers WOLFRAM: „Seh-Reise“, zwölfte Ausfahrt. Licht und Schatten im Rezensionsteil: Joe Paul Kroll wird nicht richtig
Read More Am letzten Samstag hat Thomas Adcock ein paar Lebenslinien der politschen Geistesgeschichte Amerikas umrissen, heute startet, exklusiv bei CULTurMAG, seine wöchentliche Kolumne rund um den Wahlkampf in den USA . Diese Woche: “The New Sarah Palin” By Thomas Adcock. One of two men vying for the office of president of the United States has evidently decided that imbecility and deceit are effective strategies in his campaign to evict a black family from the White House. Perhaps the candidate is influenced by the wisdom—dubious versus merited—of two very different but quintessentially
Read More Posted On September 19, 2012By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag
Die Idiotie des Erfindergenies – Wolfram Schütte über Jean Echenoz‘ biografische Miniatur „Blitze“. Der französische Schriftsteller Jean Echenoz hat eine literarische Form entwickelt, die ganz & gar seine Eigenart & sein Eigentum ist. Der deutsche Leser hat sie in den vergangenen Jahren mit den Romanen „Ravel“ & „Laufen“ kennenlernen können. Nun folgt in dieser Serie „Blitze“. Deutete der erste Titel dieser immer schlanken Romane seinen erzählerischen Gegenstand & Romanhelden wortwörtlich an, so erhebt „Laufen“ die Tätigkeit, für die der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er uns regelmäßig alles, was wir wissen müssen: über Zeit und Raum, Sterne und Planeten, enorme Entfernungen, riesige Größen – und all die anderen rätselhaften Dinge, die es bei der Beschäftigung mit dem Weltraum zu entdecken gibt. Heute: Vier Gleichungen Als Erstes sorgen wir dafür, dass der Stern nicht zusammenfällt. Ein Ding wie die Sonne steht mehrere Milliarden Jahre lang im Universum, ohne sich groß zu verändern. Um das zu erreichen, muss der Stern den immensen Druck von
Read More Posted On September 19, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Mit Mut und Witz vom Glück erzählt – Was tun, wenn man die Mülltonne öffnet – und einem aus derselben ein frisch geborenes Baby entgegengrinst? Steven Uhly, Münchener Schriftsteller mit deutsch-bengalisch-spanischen Wurzeln, hat in seinem neuen Roman „Glückskind“ aus einer möglichen Antwort eine fabelhafte Geschichte gezaubert. Von Ulrich Noller Nichts zu essen im Haus, Chaos in allen Zimmern, die Müllsäcke stapeln sich, die Klamotten ewig nicht mehr gewechselt und im Kopf eine unendliche Verlorenheit – Hans D. hat sich längst von seinem Leben verabschiedet, als er eines Tages wider Willen
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: WOLFRAM. (Alle Folgen hier). Zwölfte Ausfahrt Der Leuchter aus Bronze, im Halbdunkel einer Kirche. Ein alter Mann, der mit beiden Armen Kerzenschalen in die Höhe hält, dass es hell sei. Seine Gesichtszüge, die Kleidung gezeichnet von der Herbheit der Romanik.
Read More Posted On September 19, 2012By Eva KarnofskyIn Litmag
Gegenseitige Hassliebe – Heinrich Sassenfeld hat eine humorvolle Einführung in die Alltagskultur der Chilenen und Argentinier geschrieben. Eva Karnofsky stellt die amüsante Sammlung von Geschichten und Episoden vor. Die gemeinsame Grenze ist über 4.000 Kilometer lang, doch die Menschen zu beiden Seiten ticken grundverschieden. Während die Chilenen eher in sich gekehrt und still sind, kann man die Argentinier getrost als extrovertiert, ja als lärmend bezeichnen. Letztere mögen es bunt und knallig, die Chilenen dagegen schätzen gedeckte Töne von grau bis braun. Die Bürger von Santiago de Chile hauchen ihr Spanisch
Read More Posted On September 19, 2012By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Verpasste Chance – David Mitchell ist einer jener polyglotten britischen Autoren, dessen Schreiben die Welt umspannt und der mit sprühender Fantasie Zeiten, Räume und Kulturen verschränkt. Eine besondere Rolle spielen dabei immer wieder der Ferne Osten und Japan, wo er selbst für einige Zeit lebte. Und hier spielt auch der neue voluminöse Roman von David Mitchell – und zwar an der historisch bedeutsamen Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Von Karsten Herrmann Japan ist zu dieser Epoche des blühenden westlichen Kolonialismus hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen und einzig ein Handelsposten
Read More Zeit 1 bild / 100 worte Eins, zwei, eins, zwei, das ist die voranschreitende Zeit, die nicht rückwärts schreitet, was die Physik erleichtert. Den Beweis dafür liefern, nach einer Forschungszeit von zirka neun Jahren, einmal mehr die verrückten Quantenzwillinge, diesmal aus dem Stall der B-Mesonen, welche als subatomare Werwölfe unablässig den Zustand wechseln, aber nicht gleichzeitig. Subatomare Werwölfe sind die Nachfolger des klassischen Unterwasserromans, Nemo bereist nun Wellen 20’000 Einheiten unter dem Atomspiegel. Die Schlüsselszene ist Hollywood pur: Ein Ballsaal zeigt elegante Quantenzwillinge in einem Palais in Transylvanien. Dracula hat
Read More „Gefangenschaft” von Ndjock Ngana In nur einer Stadt zu leben, in einem einzigen Land, in einem einzigen Universum, in nur einer Welt – das ist eine Gefangenschaft. Nur einen einzigen Freund zu lieben, nur einen Vater, nur eine Mutter, nur einen einzigen Menschen – das ist eine Gefangenschaft. Nur eine einzige Sprache zu kennen, nur eine einzige Arbeit, eine einzige Kultur, eine einzige Zivilisation, nur eine einzige Logik zu kennen – das ist eine Gefangenschaft. Nur einen einzigen Körper zu haben, nur ein Denken, ein einziges Bewusstsein, eine einzige Existenz
Read More