Pandahäppchen – Nehmen wir mal an, ein durchgeknallter Koch beschließt, Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo zu klauen und allerliebst zubereitet einer Herde devianter Gourmets zu servieren – no problem with me, aber stellen Sie sich das öffentliche Geschrei vor. Ähnliches muss sich Kurt Barcharz gedacht haben, weniger hinsichtlich Knuts als eines womöglich noch knuffigeren Pandabärchens, das man sieden, schmoren, braten … Na ja, Sie wissen schon … Aber das ist nur eine Idee unter vielen, vielen anderen seltsamen Gedankengängen, die uns Kurt Bracharz in seinem neuen Roman „Der zweitbeste
Read More Blutige Splitter – Die sicherlich kurioseste Nummer der letzten Tage stammt von Dörte Graul. In einem Fragebogen des Buchmarkts ärgert sich die Pressefrau von Ariadne bei Frage 2: „Worüber haben Sie sich 2010 am meisten geärgert? Über Vertreter der Presse, die mir auf meine Nachfrage, ob sie rezensieren, genervt und larmoyant von den übergroßen Bücherstapeln vor ihnen berichteten.“ Was ärgert Sie da genau? Dass andere Verlage auch Bücher schicken? Dass nicht alle sofort und pausenlos Ariadne-Bücher rezensieren? Dass Sie mit solchen Aktionen nicht die einzige Pressedame sind? Oder dass wir
Read More Posted On Dezember 8, 2010By Thomas WoertcheIn Bücher, Litmag
Autos, Autos, Autos … – „Objekte im Rückspiegel sind oft näher, als man denkt“ – und ein Buch über Autos, das diesen Titel führt, ist kein bisschen so, wie man denkt. Oder dann doch: Denn schon Roland Barthes bestand in seiner Mutter aller kultursemiotischen Analysen mit Witz und in lesbarer Prosa darauf, gegen das sich überall manifestierende „Selbstverständliche“ zu opponieren. Nicht, dass Matthias Penzel gleichmal opponieren möchte – das kriegen wir später, auch da frei nach Barthes, nach der „Feinanalyse“. Aber eine Kulturgeschichte des Autos derart unsystematisch zu schreiben, um
Read More Posted On November 27, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, heute starten wir mit einer geballten Ladung Bloody Chops von Tomás Borchte, Joachim Feldmann, Henrike Heiland, Friedemann Sprenger und Thomas Wörtche. Weiter geht es mit dem dritten, von Cristina Fallarás verfassten Kapitel unseres Fortsetzungsromans, des „Ekelhaften Leichnams“, der uns auch treue Leser in Lateinamerika beschert ...
Read More Posted On November 20, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, ab heute sind wir im regelmäßigen Samstagsrhythmus … Peter Münder hat eine kleine Umfrage unter deutschen Kriminalautoren gemacht: Würden sie Lesungen vor Bundeswehrsoldaten in Afghanistan machen? Frank Göhre porträtiert einen Großen des Genres: James Crumley. Unser neuer Kolumnist heißt Andus, ist bücherlesender Strafrechtler und noch vieles mehr. Ab sofort samstags regelmäßig unregelmäßig … Weiter geht´s mit Un cadáver asqueroso, der ekligen Leiche aus den Computern der Diez Negritos, heute Kapitel 2 unseres großen Fortsetzungsromans … Friedemann Sprenger hat sich des zur Zeit wohl am schrillsten gelobten Romans angenommen:
Read More Allerspätestens seit John Zorns „Spillane“-Projekt haben Jazzmusiker aller Couleur viel Freude, kleine scénes noires in Musik zu fassen – Minihörspiele mit geringem Wortanteil sozusagen.
Read More Posted On November 17, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
In den "Blitzbeats" stellt die CULTurMAG-Musikredaktion regelmäßig kurz und knapp (oder auch mal länger) Platten verschiedenster Provenienz und Güte vor; heute hat sich Thomas Wörtche was aus seinem Jazzkeller hochgeholt...
Read More Posted On November 11, 2010By Thomas WoertcheIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von CrimeMag, das es ab dem 20.11.2010 jeden Samstag neu für Sie zu lesen gibt! Heute lesen Sie – exklusiv bei uns – den ersten Teil des Fortsetzung- und Kettenromans „Ein ekelhafter Leichnam“ aus der Produktion des Diez Negritos! Lassen Sie sich überraschen, wen Sie da treffen werden! Und dann gibt es jeden Samstag ein neues Kapitel … Bei Carlos vierzehntäglicher Kolumne finden Sie die passenden Kommentare zum Irrsinn unserer Zeit – das ist nicht immer schön, aber immer sehr komisch. Henrike Heiland
Read More Politische Peinlichkeiten von Schriftstellern aller Sortierung ist man ja grundsätzlich gewöhnt. Eigentlich sagt das nur, dass Intellektuelle per se keine moralischen und politischen Instanzen sind, auch wenn sie das gerne glauben möchten. Selten aber trifft politische Peinlichkeit (siehe die FREE GAZA-Nummer in türkischem Dienst und zu Gefallen der Hamas) und schriftstellerisches (Un-)Vermögen so deckungsgleich aufeinander wie bei Henning Mankell. Thomas Wörtche hat seinen angeblich letzten Wallander-Roman tatsächlich ganz durchgelesen …
Read More D.B. Blettenberg ist einer der wenigen, wirklich wichtigen deutschsprachigen Kriminalautoren. Und dabei ist er gar kein Kriminalromanautor im üblichen Sinn. Denn Schubladen sind ihm zu eng, so wie regionale Räume auch Enge schaffen. D.B. Blettenbergs Romane brauchen Raum … Thomas Wörtche stellt den neuen Roman vor …
Read More Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft sind de facto gigantische Multiplikatoren. Ein paar Aufmerksamkeitssplitter bleiben auch für die Kultur, davon ein paar für die Literatur und von diesen wiederum ein paar für die Kriminalliteratur. Im Falle Südafrikas sogar ganz speziell für die Kriminalliteratur. Thomas Wörtche hat sich den Trend angeschaut.
Read More Ein neues Buch von Paco Ignacio Taibo wird immer freudig begrüßt. Auch wenn dieses neue Buch so neu gar nicht mehr ist. Eine kleine Einordnung von Thomas Wörtche.
Read More Posted On Mai 6, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
4 CDs, die imaginäre Filme mit NuJazz-Musik versehen - ein neuer Trend resp. ein alter, neuer Trend? Thomas Wörtche hat sich's angehört.
Read More Da ist es wieder, das alte Elend – Romane, die „mit den Elementen des Kriminalromans spielen“ und alle anderen Dummfloskeln, die meist über solche Texte gestülpt werden, die so grottig sind, das man sie nur noch als „Kriminalroman“ statt als richtigen „Roman“ verkaufen möchte, wobei sie gerne auch die zweite Dumpfformel „mehr als ein Kriminalroman“ bedienen dürfen. Thomas Wörtche hat sich so ein Teil eingetreten …
Read More Wir leben in einer ziemlich undurchschaubaren Welt. Die Globalisierung hat ihre dunklen Seiten. Verbrechen ist konstitutiv für alle Gesellschaften. Aber wie funktioniert das alles so genau, warum rentieren sich Verbrechen und wo ist der Unterschied zwischen Big Business und Kriminalität und gibt es ihn überhaupt? Fragen über Fragen, die man aus unterschiedlichen Positionen heraus stellen kann. Thomas Wörtche hat sich eine ökonomische Variante angesehen und ist enttäuscht.
Read More Im Mai würde Ulf Miehe 70 Jahre alt. Wir werden ihn dann mit einem berufenen Text ehren. Heute nur kurz der Hinweis, dass bei Dumont (nach 1999) noch einmal sein kapitaler Roman "Puma" erschienen ist. Eine Buch-Anzeige von Thomas Wörtche.
Read More Roger Smith ist das südafrikanische Lieblingskind der internationalen Kriminalliteratur. Auch bei uns. Südafrikanische Kriminalliteratur ist sowieso in, auch wenn man nicht so genau weiß, warum. Thomas Wörtche hat sich den neuen Roman von Smith ganz genau angesehen.
Read More Posted On Februar 18, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
Solider, spannender und konzentrierter Kammer-Jazz, modal und/oder modern, nie postmodern, nie free, aber mit großer Freiheit gespielt, immer formgebunden. Von Thomas Wörtche
Read More Posted On Februar 18, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
In Kuba hat Concha Buika zusammen mit dem großen Chucho Valdes eine schon fast klassische Son- und Bolero-Produktion eingespielt - inklusive Pathos, inklusive Erotik. Von Thomas Wörtche
Read More Posted On Februar 11, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
Echos allerorten – mal ein bisschen John Lurie und früher John Zorn, natürlich jede Menge Glass und Reich, dann wieder Marimba- und Steelband-Gutlaunigkeit und plötzlich Ornette-Coleman-affine "free jazz"-Teile mit kleinen elektronischen Blitzen. Von Thomas Wörtche
Read More Posted On Februar 11, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
Studnitzky spielt alle Instrumente selbst – Klavier und Trompete treten in einen sehr schönen Dialog, den wir aber auch schon gehört zu haben glauben. Im günstigsten Fall auf allerlei ECM-Produktionen von Tomasz Stanko (oder so). Von Thomas Wörtche
Read More Während das Poe-Jahr feinsinnige Exegesen, subtile Auslegungen, (neunmal-)kluge Bewertungen, absonderliche Einordnungen und bewunderndes Staunen galore produziert, haben sich der Zeichner Richard Corben, der Szenarist Rich Margopoulos und andere einschlägige Gestalten zusammengerottet, um den Gottvater aller hackwriter mit und ohne Ambitionitis mit einem Comic-Album zu ehren, das so schön schaurig, kitschig, genial und daneben ist, wie das hohe Geburtstagskind selbst es war … Beifällig betrachtet von Thomas Wörtche
Read More Am 25. Dezember 1989, um 14:50 Uhr wurden Nicolae und Elena Ceausescu ohne weitere Formalitäten nach einer Farce von Gerichtsverfahren auf dem Hof einer Kaserne im rumänischen Tagorviste erschossen. Der Kameramann, der die Exekution aufnehmen sollte, kam zu spät. Dennoch haben sich die Bilder des Prozesses und der Leichen ins kollektive Bewusstsein gebrannt. 20 Jahre später hat Milo Rau die letzten Tage der Ceausescus penibel rekonstruiert. Ein Trip ins Absurde. Thomas Wörtche hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht …
Read More Posted On Januar 28, 2010By Thomas WoertcheIn Musikmag
Zum 100. Geburtstag hat Susie Reinhardt, eine weitläufig mit Django verwandte Musikerin (Hoo Doo Girl) und Journalistin aus Hamburg, 20 Titel zu Ehren des großen Sinti-Musikers zusammengestellt. Von Thomas Wörtche
Read More Ekelbatzige Scheußlichkeiten einerseits und oft aufgeblasener Wille zur Hohen Literatur andererseits sind die beiden Extreme des momentanen Krimi-Booms. Thomas Wörtche hat sich ein besonders ekliges Ekelbätzchen exemplarisch angeschaut. Und diskutiert eine Tendenz …
Read More Posted On Dezember 17, 2009By Thomas WoertcheIn Musikmag
Die Kombination arabischer Musik mit so ziemlich allen Idiomen westlicher Musik zwischen Jazz, Soul und Blues, die Khalils Markenzeichen neben seiner unglaublichen Beherrschung des Oud (eine Art Laute) ist, bringt eine extrem organisch klingendes Amalgam hervor, bei dem allerdings die einzelnen Elemente deutlich hörbar und sozusagen „unbeschädigt“ bleiben. Von Thomas Wörtche
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