Räthsel
von Friedrich Haug
Ich bin ein Leichnam ohne Grabmal
Ich bin ein Grabmal ohne Leichnam
Zugleich ein Grabmal und ein Leichnam
Und doch kein Grabmal und kein Leichnam
(1815)
Geschrieben am 20. Oktober 2012 von Die Redaktion für Crimemag, Krimigedicht
Räthselvon Friedrich Haug
Ich bin ein Leichnam ohne Grabmal
Ich bin ein Grabmal ohne Leichnam
Zugleich ein Grabmal und ein Leichnam
Und doch kein Grabmal und kein Leichnam
(1815)
Tags : Friedrich Haug
Stella Sinatras URknall
Es war einmal, vor 100 Jahren, eine Bäuerin im Moor. Nach dem Krieg verkaufte sie Kaffee und Kuchen an die Männer, die ihre Schiffe die Peene hochzogen. (Eher Schnaps, wendet ein der Kollege, dessen Opa Torf stach bei Bremen.) Und ach, dieser Vollmond, das bleiche Licht auf nächtlichem Schilf. Wer reitet so spät. Die Stille. Jede Leserin kennt das Moor, aus „Sturmhöhe“, dessen Verfasserin dort lebte und starb. She made haste to leave us, schrieb ihre Schwester, und über das Buch: Es sei ein Koloss, gehauen in einer primitiven, wild blühenden Werkstatt, dark and frowning, die Liebe darin – dämonisch –
Bild: Eleonore H., MERCI.

