
Lösung und Gewinner
Gesucht wurde – wieder einmal – unser Lieblingsdichter, der 1797 in Düsseldorf geborene Heinrich Heine. Das Lösungswort war demnach:
DÜSSELDORF
Gewonnen hat Otto Bröll aus Berlin. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Lesen!
Herkunft der Verse
Die Verse entstammen seinem von Freiheit beseelten Langgedicht „Deutschland, ein Wintermärchen“ (1844):
„[…] Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.
Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen. […]“
Übrigens ist in der Germanistik umstritten, wieso Zuckererbsen hier zum Inbegriff der weltlichen Genüsse werden. Da auch die Schoten erwähnt sind, ist offenbar das zarte Gartengemüse gemeint, das mit Schote verspeist werden kann. Andererseits ist Zuckererbse auch ein alter Begriff für glasierte Kügelchen oder Liebesperlen. ©oer nimmt an, Heine spielt mit dieser Doppeldeutigkeit und der ulkigen Verbindung der an sich schon humorigen Erbse und des an Süße unübertrefflichen Zuckers. Herzhaft und süß ist eine Kombination, die kulinarisch aufschrecken lässt. Und dem Besonderen das Profane zuzugesellen, ist ja Heines ureigenste und unnachahmliche dichterische Erfindung, die bis heute zum Lachen reizt. Die Verpaarungen Zucker + Erbsen und Engel + Spatzen können eben nur von einem stammen.












