
Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten …
… erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays.
Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren.
CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen
Chatwins (Berlin),
Wendeltreppe (Frankfurt)
und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg)
auf interessante Neuerscheinungen hin.
Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun.
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Claudia Denker, Chatwins, Berlin:
Bei Durchsicht der Februar-Neuerscheinungen begann mein Herz einen kurzen Moment zu hüpfen. Richard Price hat mit »Die Unantastbaren« den Deutschen Krimipreis 2016 erhalten. 10 Jahre später erscheint nun sein neues Buch »Lazarus Man« (Fischer, deutsch von Henning Ahrens) in Deutschland. Streng genommen wohl kein Krimi, mir egal – ich bin mir sicher, es wird gut sein. Sehr gut.

Auch kein Krimi, aber von einer Krimipreisträgerin: »Der andere Arthur« von Liz Moore (C.H. Beck, deutsch von Cornelius Hartz) – was für ein wunderschöner Roman! Er ist bereits 2012 in englischer Sprache erschienen, nach dem Erfolg von »Der Gott des Waldes« hat der Verlag nun gottseidank auch ihren Roman »Heft« in deutscher Übersetzung geliefert. Traurig, berührend, hoffnungsvoll, ohne Kitsch – unbedingte Empfehlung!
Überhaupt nicht traurig, sondern bitterböse und herrlich fies! Wie ich diesen »Landhauskrimi« genossen habe – »Der Kellerby-Code« von Johnny Sweet (Suhrkamp, deutsch von Andrea Stumpf) ist ein Krimi zum Dauergrinsen und in sich Hineinkichern bis er eskaliert. Hinterher weiß man gute Freunde noch mehr zu schätzen!
Mir fällt gerade auf, dass mir noch ein Leseexemplar von Michael Idovs Agententhriller »Das Riga-Komplott« (Suhrkamp, deutsch von Stefan Lux) fehlt. Dranbleiben!
Noch interessant: »Dear Professor Romance« von Mark SaFranko (Pulpmaster, deutsch von Sepp Leeb) und Garry Disher: »Zuflucht« (Unionsverlag, deutsch von Peter Torberg).
Bei Edition Nautilus erscheint im Februar von Robert Brack: »Die nackte Haut«, heute hat mich aus demselben Verlag ein anderes neues Lesexemplar erreicht, darüber habe ich mich besonders gefreut und lese es sofort – das ist dann im März dran!
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Jutta Wilkesmann und Hildegard Gansmüller, Wendeltreppe, Frankfurt:
Unsere Tipps für Februar 2026:

Robert Brack: Die nackte Haut (Edition Nautilus, siehe dazu auch Wolfgang Brylla in dieser Ausgabe)
Nadine Monfils: Magritte & Georgette (Eisele)
Jéröme Leroy: Die kleine Faschistin (Edition Nautilus)
Dana Stabenow: Unter der Erde Alaskas (Kampa)
Viveca Sten: Blutbuße (dtv)
Gute Wünsche für den Februar aus der Wendeltreppe
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Torsten Meinicke, Buchladen in der Osterstraße, Hamburg:
Hier sind die Ergebnisse meines Beutezugs der letzten Wochen:

– Robert Brack, Die nackte Haut, Edition Nautilus 2026, 216 S., 18 Euro: Martha Kiesler, Jazzpianistin, kehrt 1951 aus Amerika nach Sankt Pauli zurück. Überlebende, Versprengte, Obdachlose und desertierte GIs begegnen sich auf dem Kiez. Höchst Lesenswertes vom Meister des historischen Sankt-Pauli-Romans. Und ganz viel Jazz!
– Pascal Garnier, Die Eskimo-Lösung (Ü: Felix Mayer), Septime 2025, 140 S., 20 Euro: Auch dieser kleine fiese Roman des jung verstorbenen Franzosen bringt beeindruckend viel Ekliges, Gemeines und Deprimierendes auf die wenigen Seiten. Ich habe es beeindruckt gelesen, wollte mir danach aber unbedingt schnell die Hände waschen.
– Jérôme Leroy, Die kleine Faschistin (Ü: Cornelia Wend), Edition Nautilus 2026, 152 S., 18 Euro: Die junge Francesca wächst in Nordfrankreich zwischen rechten Schlägerbanden auf. Der Patriotische Block steht kurz vor dem Regierungseintritt. Doch dann verliebt sich die kleine Faschistin. Leroy zeigt sich erneut als großer Chronist der französischen Rechten.
– Jo Nesbø, Minnesota (Ü: Günther Frauenlob), Ullstein 2026, 416 S., 24,99 Euro: In Minneapolis hetzt ein Anführer im Nazi-Style seine ICE-Mörderbande auf die Bevölkerung. Erschreckend aktuell ist so dieser neue Krimi des norwegischen Bestsellerautors. Der Cop Bob Oz – als Serienheld unbedingt geeignet – macht Jagd auf einen Attentäter, der Rache an der Waffen-Lobby nehmen will.
– Louise Penny, Der schwarze Wolf (Ü: Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck), Kampa 2025, 512, S.: Ich habe schon lange keine Armand-Gamache-Krimis mehr gelesen. sie sind besser, als ich dachte. Penny überzeugt durch politisch relevante Themen (Krieg um Rohstoffe, Kanada als zukünftiger Bundesstaat der USA). Aber das Dorf Three Pines ist mir dann doch ein wenig viel Bullerbü.
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Hinweise aus der Redaktion – Alf Mayer:
Soho Press bringt jetzt im Februar 2025 die Taschenbuchausgabe von Bright Segments. The Complete Short Fiction heraus, sämtliche Kurzgeschichten in sechs Jahrzehnten entstandene 154 Kurzgeschichten von James Sallis, 11 davon erscheinen zum ersten Mal. Die 848 Seiten und ein noch im Februar erwarteter SF-Roman World’s Edge sind jetzt der Schluss-Stein. James Sallis, dessen Lew Griffin ein wirklich besonderer Detektiv war, ist am 27. Januar 2026 mit 81 Jahren gestorben. Er hinterlässt ein reiches Werk. Seine Website wird weiter gepflegt, wurde angekündigt: www.jamessallis.com
Eine Erinnerung von Adrian McKinty hier. In Deutschland wurde er von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt übersetzt. Driver (2007), Der Killer stirbt (2011), Driver 2 (2012), Willnot (2019) und Sarah Jane (2021), alle bei Liebeskind erschienen, sind noch lieferbar. Andere Titel gibt es antiquarisch.












