Geschrieben am 3. April 2025 von für Crimemag, CrimeMag April 2025

Bloody Chops – April 2025

Kurzkritiken zu aktueller Kriminalliteratur von: Joachim Feldmann (JF), Sonja Hartl (sh) und Thomas Wörtche (TW).

Sowas von fies

(TW) Und weiter geht´s mit der wunderbaren Pascal-Garnier-Edition bei Septime.

„Die Insel“ ist ein auf knappe 160 Seiten komprimiertes Delirium. Vier verlorene Seelen saufen sich zur Weihnachtszeit in Versailles hackedicht zu, gegen Ende sind zunächst nur noch zwei davon übrig, die sich schon fast wollüstig verwahrlosen und verkommen lassen. Irgendwie konsequent, denn die beiden hatten schon als Jugendliche Blut an den Händen. Man ist doch immer wieder erstaunt, mit welch erfreulicher Radikalität auf engstem Raum Pascal Garnier menschliche Tragödien anrichten kann, die wie schwarze Komödien inszeniert sind. Gemein, gnadenlos, absurd.  Literarischer Nihilismus vom Feinsten, gegen den die Giftspritze Claude Chabrol schon fast nett wirkt. 

Pascal Garnier: Die Insel (Les Insulaires, 2010). Roman. Dt. von Felix Mayer. Wien, 2025: Septime Verlag. 163 Seiten, € 22,00

Gelungener Spannungsroman

(JF) Eigentlich ist Carla Winter hart im Nehmen. Kaum hat die Frankfurter Rechtsanwältin zwei Anschläge auf ihr Leben um Haaresbreite überstanden, spielt sie voll auf Risiko, um deren mutmaßlichen Urheber ein für alle Mal auszuschalten. Denn dieser ist inzwischen zum Psychoterror übergegangen und schickt ihr bedrohliche Botschaften, deren Entschlüsselung allerdings kriminalhistorisches Wissen voraussetzt. Und über das verfügt Carla Winter in einem Maße, dass sogar ihr angst und bange wird. Was aber nicht bedeutet, dass sie ihre augenblickliche Lage richtig einschätzt. Zum Glück. Denn dann wäre „Winter’s Game“, Lukas Erlers dritter Kriminalroman um die unorthodoxe Juristin mit der turbulenten Vergangenheit, ziemlich vorhersehbar. Aber weil auch Carla Winter Fehler macht, ist für genügend Überraschungen gesorgt. Zumal es nicht bei einem Fall bleibt. Im Krankenhaus trifft sie zufällig auf eine Patientin, die bei einem Überfall schwer verletzt wurde und in der Folge unter einer Sprachstörung leidet, die es ihr unmöglich macht, den Tathergang zu schildern. Was dieses Verbrechen mit Machenschaften einer europaweit tätigen kriminellen Organisation, die sich auf das Geschäft mit illegalen Adoptionen spezialisiert hat, zu tun hat, stellt sich erst nach und nach heraus und sorgt für den übergreifenden Spannungsbogen des Romans.

Lukas Erler erzählt dialogstark und sachlich. Das ist angesichts der emotionsgeladenen Handlung eine gute Entscheidung und macht „Winter’s Game“ zu einem gelungenen Spannungsroman, dem man seine gelegentlich aufscheinende Tendenz zu genrespezifischen Sentimentalitäten gerne nachsieht.

Lukas Erler: Winter’s Game. Kriminalroman. Stuttgart: Tropen (Klett-Cotta)  2025. 238 Seiten. 17 Euro.

Ich hasse euch doch alle!

(TW) Jérôme Leroys kleiner Roman „Die letzte Französin“ stammt aus dem 2018, und gehört somit in den thematischen Umkreis seines Meisterwerks „Der Block“, als sich Leroy einlässlich mit dem Front Nationale, bei ihm der „Patriotische Block“ genannt, beschäftigte. Xenophobe Hysterie ist die Grundstimmung in einer „großen Hafenstadt im Westen des Landes“. Der FN stellt die Stadtregierung, was deutlich nicht zur Deeskalation beiträgt. Dass Capitaine Mokrane Méguelati vom „Regionalbüro des Inlandgeheimdienstes“ eher arabisch aussieht, führt zu seinem – mehr oder weniger – versehentlichen Tod, denn Brigadier Richard Garcia von der Police Municipale kennt da nix, wenn er einem arabischen Terroristen gegenübersteht. Ooops, könnte man sagen. Aber das ist nur der Auftakt für eine irrwitzige Geschichte, die in einem irrwitzigen Gemetzel endet – und für dessen Höhepunkt eben die originaltitelgebende „petite gauloise“ sorgt (Einunddreißig Tote, einhundertdreiundvierzig Verletzte). Ihr Motto: „Ich hasse Euch alle“. Bis es soweit ist, treffen wir eine schnepfige Kinderbuchautorin, die sich nicht die Bohne für Kinder und Jugendliche interessiert, einen schmierigen Lehrer, der recht eigentlich ein Sittenstrolch ist, triggergeile Polizisten, Rentner und Terroristen und jede Menge andere grenzdebiler Gestalten. Dagegen hilft als literarisches Antidot nur Leroys virtuose Mischung aus beißendem Sarkasmus und gemeinster Komik, sein scharfer, weil böser Blick auf die Welt, seine Abscheu vor Dummheit jeglicher Couleur und seine Fähigkeit zu gnadenloser, erzählerischer Lakonie.  Hach, wie schön!

Jérôme Leroy: Die letzte Französin (La petite gauloise, 2018). Dt. von Cornelia Wend. Hamburg, 2025: Edition Nautilus, 99 Seiten, € 16,00

Veganismus trifft auf Profikiller

(JF) Carnivoren aufgepasst! Dieses Buch könnte einen nachhaltigen Einfluss auf eure Ernährungsgewohnheiten haben. Denn so madig wurde euch der Verzehr von Fleisch in einem Krimi selten gemacht. Manche werden sich zwar an die finsteren Geheimnisse der „Grillhendlstation“ in Wolf Haas‘ zweitem Brenner-Roman „Der Knochenmann“ erinnern, doch dessen Erscheinen liegt fast drei Jahrzehnte zurück. Wer also aktuelle Ekelattacken nicht scheut, greife zu „Broilerkomplott“, dem rasanten Krimierstling der Potsdamer Umweltaktivistin Anna Mai. Denn Anfälle von Nausea müssen auch ihre Figuren erdulden. Zum Beispiel die engagierte Veganerin Toni, die sich vorstellt, an einer Hühnerbrust zu kauen, bis sie sich übergeben muss. Kein Wunder, schließlich ist sie gerade dabei, ein tiefgefrorenes Huhn zu inspizieren. Allerdings ohne dessen eigentlicher Funktion auf die Spur zu kommen. Das geschieht erst später im Roman, und ist bereits Teil der Aufklärung. Doch bis dahin ist noch Raum für Turbulenzen aller Art. Denn die sind zu erwarten, wenn Profitgier, veganer Aktivismus und ein Profikiller aufeinandertreffen. Dann ist in der brandenburgischen Einöde mit einem Mal der Teufel los. Und es bedarf einer tapferen Provinzpolizistin, um den verwickelten Plot dieses sehr dicht erzählten Kriminalromans zu entwirren.

„Broilerkomplott“ ist ein fulminantes Debüt, nicht ganz klischeefrei, aber sehr unterhaltsam, lehrreich und spannend. Sogar für Mitmenschen, die nach der Lektüre nicht zum Veganismus bekehrt sind.

Anna Mai: Broilerkomplott. Kriminalroman. Hamburg: Ariadne 2025. 266 Seiten. 15 Euro.

Trost und Verbrechen in Australien

(sh) Constable Hirschhausen ist mit der Mutter eines verschwundenen belgischen Backpackers im Süden Australiens unterwegs, als er zu einem Brand gerufen wird: Ein Koffer wurde angezündet – und in dem Koffer steckt eine Leiche. Dieser Anfang von Garry Dishers „Desolation Hill“ weckt natürlich Erwartungen. Aber die führen in die Irre: Weder ist die Leiche der verschwundene Belgier. Noch geht es im Folgenden um die Aufklärung dieses Todesfalls.

Das würde auch nicht zu Dishers Constable-Hirsch-Reihe passen, deren vierter Teil „Desolation Hill“ ist. Schon dieser spektakuläre Anfang ist eher unüblich: Meist beginnen die Fälle mit einer Banalität und entwickeln sich zu etwas Großem. Hier steht das Große bereits am Anfang. Doch das übernehmen dann die Detectives. Er ist ein – hierzulande würde man sagen – Streifenpolizist. Allerdings hat sein Revier in Australien ungefähr die Größe Belgiens. 

Und da ist eine Menge los: Ein Widder wurde erschossen. Nachbarinnen kippen einander Müll in die Vorgärten. Möglicherweise gab es einen geschickt eingefädelten Sperrmüllbetrug. Dazu bekommt es Hirsch mit Corona-Leugnern, Online-Hetze und extremistischen Gruppierungen zu tun.

Den Überblick über die verschiedenen Verbrechen, Verwicklungen und Verdächtigen verliert man nie. Dafür erzählt Disher zu souverän. Das macht ihn auch zu einem Dauergast auf der Krimibestenliste: Seine Romane sind sprachlich geschmeidig – seit Jahren glänzend übersetzt von Peter Torberg –, stets sehr gut geplottet und sie stecken voller Kleinigkeiten, die alltäglich und bedeutsam sind. Auch die Eigenheiten des Handlungsortes sind wichtig: Dieses staubige, schlammige Süd-Australien, das ‚Land für Wolle und Weizen‘, ist eine rurale Ecke voller Farmer und Menschen, die wissen, dass sie hier nur wenig Perspektiven haben. Selbst wenn sie Arbeit gefunden haben, finden sie keine Wohnung, die sie sich leisten können. 

Die Fälle, die gesellschaftlichen Beobachtungen sind bisweilen erschreckend nah an der Realität. Dazu aber bietet Disher noch etwas – und das ist ein wesentlicher Teil seines Erfolgsgeheimnisses: Hoffnung. Unkitschige, plausible Hoffnung. Hier vor allem verkörpert von seiner Hauptfigur: Hirsch ist bisweilen hölzern, verknöchert und unflexibel. Er will unbedingt einer von den Guten sein: Jemand, der seine Arbeit gut macht, der den Menschen hilft, sich um sie kümmert. Er übertreibt, er liegt nicht immer richtig. Er weiß, dass er nicht gegen jedes Unrecht – schon gar nicht das systemische, das groß angelegte – etwas ausrichten kann. Aber das hält ihn nicht davon ab, es wenigstens zu versuchen. Hirsch ist ein älterer weißer Mann, der stoisch und hartnäckig versucht, es richtig zu machen. Ein guter Mensch zu sein. Sein Revier zu einem besseren Ort zu machen. Und in Verbindung mit der Gesellschaftskritik, der Realitätsnähe, der unbedingten Gegenwärtigkeit der Handlung macht das ihn, macht diese Reihe schlichtweg unwiderstehlich. 

Garry Disher: Desolation Hill. Aus dem australischen Englisch von Peter Torberg. Unionsverlag 2025. 352 Seiten. 24 Euro.

Spannende Funktionsprosa

(JF) Was alle Serienmörder vereine, meint Joona Linna, sei „die fehlende Empathie für die Opfer“. Der Kommissar muss es wissen, denn immerhin hat er „mehr komplizierte Kriminalfälle gelöst als irgendjemand sonst in Nordeuropa“. Und da es sich bei Linna um eine fiktive Figur handelt, erübrigt sich die Beweisführung. Zumal  auch reale Mörder wahrscheinlich  wenig Mitgefühl für ihre Opfer aufbringen werden. Was allerdings die erfundenen Schreckgestalten aus einschlägigen Spannungsromanen tatsächlich gemeinsam haben, sind während der Kindheit erlittene Traumata, auf die gerne in Form eines rätselhaften Prologs, dessen Bedeutung sich erst im letzten Kapitel erschließt, Bezug genommen wird. Da macht der zehnte Thriller des unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibenden schwedischen Autorenduos Alexandra und Alexander Ahndoril keine Ausnahme. Auf den Prolog folgt sogar noch eine „Einleitung“, die eine ähnliche Funktion erfüllen dürfte. Dann setzt endlich die Handlung ein. In einem Wohnwagen wird ein grausam verstümmelter Leichnam gefunden. Dringend tatverdächtig ist ein 17-Jähriger, der in unmittelbarer Nähe des Toten schlafend angetroffen wird, sich aber an nichts erinnern kann. Dass bald ein weiterer Mord geschieht, der den jungen Mann entlastet, versteht sich. Eine zentrale Rolle spielt er allerdings weiterhin, denn in diesem Roman hängt alles mit allem zusammen. Und Joona Linna muss seine geballte Expertise zum Einsatz bringen, um des wahren Täters, oder handelt es sich gar um eine Täterin, habhaft zu werden. Dass er dabei so manch falscher Fährte folgt, trägt nicht unwesentlich zum Aktionsfaktor des Romans bei. Dann rumst und knallt es beträchtlich. Bis der Fall nach mehr als 600 Seiten endlich gelöst ist.

„Der Nachtgänger“ ist Plot pur, präsentiert in parataktischer Funktionsprosa, die ihren Zweck auf unkomplizierte Weise erfüllt. Man liest bis zum Ende, obwohl man kein Wort glaubt. Auch das will gekonnt sein.

Lars Kepler: Der Nachtgänger (Sömngangaren. 2024). Thriller. Aus dem Schwedischen von Thorsten Alms und Susanne Dahmann. Köln: Lübbe 2025. 639 Seiten. 25 Euro.

Kafkaesk

(TW) Hin und wieder trifft man auf Bücher, die rein literarisch gesehen zwar völlig belanglos sind, aber eine gute Geschichte zu erzählen haben, manchmal sogar eine aktuell-wichtige. So ein Fall ist „Ein höheres Ziel“ von der schwedischen Autorin Malin Thunberg Schunke.

Der Roman beginnt 2015 an der Cote d`Azur, zu der Zeit also, als Frankreich von islamistischen Terroranschlägen erschüttert wurde. Amir Yasin, schwedischer Staatsbürger irakischer Abstammung, feiert mit seinen Kumpels, wohlsituierte Schweden allesamt, in einer Bar einen Junggesellenabschied. Die Bar wird von maskierten Männern überfallen, es kommt zum Gemetzel. Unglücklicherweise gerät Yasin in die Schießerei, überlebt aber. Seine Kumpane waren im oberen Stockwerk und bekommen nichts ab. Yasin aber wird verhaftet und gerät ins Räderwerk der französischen Justiz. Er wird isoliert, seine Biografie wird durchforstet, Zeugen vernommen – und dann steht es fest: Amir Yasin ist ein so besonders perfider Terrorist, dem man leider nichts nachweisen kann. Der schwedische Staat vertraut auf die europäische Zusammenarbeit und lässt einen französischen Untersuchungsrichter mit Profilneurose gewähren, der, koste es, was es wolle, Yasin als Terrorist verurteilt sehen will. Auch wenn außer extrem wackeligen Indizien nichts für dessen Schuld spricht. Dann aber schaltet sich EUROJUST ein, eine Behörde zur transnationalen Rechtshilfe, in Gestalt der schwedischen Staatsanwältin Esther Edh und der Behördenleiterin Fabia Moretti. Sie trauen dem Untersuchungsrichter nicht und suchen nach Entlastung für Yasin.  

Hätte sich Thunberg Schunke nur auf Amir Yasin konzentriert, hätte daraus ein radikal-justizkritischer Roman entstehen können, von nachgerade kafkaesker Dimension. Denn die einzige „Schuld“ von Yasin ist es, irgendwie „arabisch“ auszusehen.  Es wäre ein Roman über Staatsversagen geworden, über Chancenungleichheit vor Gericht, über den Punkt, wo die „Unschuldsvermutung“ aussetzt, über den Wahnsinn eines „höheren Ziels“. Dass der arme Kerl von zwei aufrechten Frauen gerettet werden kann, die damit dann letztendlich doch wieder das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und die „europäischen Werte“ herstellen, lässt das Buch hart am ideologischen Kitsch vorbeischrammen.  Gerettet wird der Roman aber durch die Beklommenheit und das Gefühl der Machtlosigkeit, die einem die Lektüre von Amir Yasins Schicksal bereitet.

Malin Thunberg Schunke: Ein höheres Ziel (Ett högre Syfte, 2019). Roman. Dt. von Stefanie Werner. Stuttgart, 2025: Polar Verlag. 372 Seiten, € 17,50

Krimi-Antiquität

(JF) Inspector Mallett von Scotland Yard ist ein stämmiger Mann mit einem gesunden Appetit. Weitere Details aus seinem Privatleben bleiben uns vorenthalten. Und das ist auch gut so. Es ist regelrecht erfrischend, einen Kriminalroman zu lesen, über dessen Ermittlerfigur nicht mehr als nötig verraten wird. Denn dass es sich bei Mallett um einen scharfsinnigen Zeitgenossen handelt, versteht sich von selbst. Erfunden hat ihn der englische Jurist Alfred Alexander Gordon Clark (1900-1958), unter  dem Pseudonym Cyril Hare Verfasser einer Reihe von Genreklassikern. Sich hauptberuflich der Schriftstellerei zu widmen, scheint ihm allerdings nie in den Sinn gekommen zu sein. Stattdessen erwarb er in unterschiedlichen Funktionen intime Kenntnisse des britischen Rechtswesens, von denen seine Romane profitierten.

Cyril Hares Debüt als Krimiautor erscheint 1937. In „Tenant for Death“ lässt er Inspector Mallett im Londoner Börsenmilieu ermitteln. Ein betrügerischer Spekulant wird ermordet aufgefunden und an hinreichend motivierten Verdächtigen herrscht kein Mangel. Doch der mit einer ausgezeichneten Beobachtungsgabe und einem Sinn für verräterische Details gesegnete Mallett bringt systematisch Licht ins Dunkle. Dass er letztendlich nicht nur den Fall aufklärt, sondern auch seine Empathiebegabung unter Beweise stellen darf, passt ins Gesamtbild. Denn in der Detektivliteratur des so genannten Goldenen Zeitalters bis hin zu P. D. James geht es immer auch um die Aufrechterhaltung bürgerlicher Moralvorstellungen. Dass sich diesem Kriminalroman ein Hauch von sozialem Realismus attestieren lässt, widerspricht dem nicht. Und unterhaltsam ist er allemal.

Ins Deutsche übersetzt wird Cyril Hare schon seit den späten 1950er Jahren. „Tenant for Death“ erschien erstmal 1964 unter dem launigen Titel „Ruhige Wohnung mit eigener Leiche“ in Rowohlts Thriller-Reihe. Dass der Roman nun in neuer Übersetzung und nostalgieträchtiger Gestaltung als –„Der Tote im Wohnzimmer“ wieder auf den Markt kommt, ist wohl dem wachsenden Interesse an Krimiantiquitäten geschuldet. Und die haben manchmal, so auch in diesem Fall, ihren ganz eigenen Reiz.

Cyril Hare: Der Tote im Wohnzimmer. (Tenant for Death. 1937). Übersetzt von Holger Hanowell. Köln. Lübbe 2025. 284 Seiten. 13,90 Euro.

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