Posted On Juli 1, 2026By Joachim Feldmann
Literarisches Kunststück Joachim Feldmann zum neuen Kriminalroman von Monika Geier Am Ende klärt sich alles auf. Seltsame Geschehnisse fügen sich wie Puzzlestücke zu einem überzeugenden Gesamtbild. Und man kann seine Lektüre mit dem angenehmen Gefühl beiseite legen, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Allerdings nur kurzfristig. Denn der gute alte Detektivroman kann gegen das tatsächliche Böse in der Welt nichts ausrichten. Aber er wirkt im besten Falle als Halluzinogen. Und macht ebenso abhängig. Deshalb hat er das Misstrauen, das ihm von Seiten aufgeklärter Mitmenschen entgegengebracht wird, unbedingt verdient. Könnte
Read More Posted On Juli 1, 2026By Joachim Feldmann
Der unerwartete Erfolg von Detective Sergeant DC Smith Joachim Feldmann über die spektakuläre späte Karriere des englischen Autors Robert Partridge alias Peter Grainger Als der Englischlehrer Robert Partridge beschloss, den Schuldienst zu quittieren, hatte er vor, sich von nun an ernsthaft der Literatur zu widmen. Geschrieben hatte er schon immer, doch seine Versuche, etwas zu veröffentlichen, waren weitgehend gescheitert. Das sollte sich auch nach seiner Pensionierung zunächst nicht ändern. Doch dann nahm er die Sache selbst in die Hand. Sein Sohn hatte ihm von der Möglichkeit berichtet, über die Kindle
Read More Posted On Dezember 31, 2025By Die Redaktion
Stefan Ertl: 2025 FILME: Neu: THE CARPENTER´S SON (Lotfy Nathan) * LE COMTE DE MONTE-CHRISTO (Alexandre de La Patallière & Matthieu Delaporte) * HERETIC (Scott Beck & Bryan Woods) * JUROR #2 (Clint Eastwood) * LA MORSURE (Romain de Saint-Blanquat) * MIROIRS NO. 3 (Christian Petzold) * THE SURFER (Lorcan Finnegan) * TATORT: DER STELZENMANN (Miguel Alexandre) * UN FANTASMA EN LA BATALLA (Augustín Díaz Yanes) * Alt: THE DELTA FORCE (Menahem Golan) * FLEUR D´OSEILLE (Georges Lautner) * HELL´S HEROES (William Wyler) * THE LINEUP (Don Siegel) *
Read More Posted On Dezember 1, 2025By Joachim Feldmann
Martin Schlosser und die Tücke der Objekte Mit dem „Großstadtroman“ wächst Gerhard Henschels autobiografisches Romanprojekt um einen weiteren Band – von Joachim Feldmann. Tückische Objekte machen dem nicht mehr ganz jungen Martin Schlosser das Leben schwer. Mal ist der Drehkopfregler eines Heizkörpers im Weg, mal ein Küchenregal. Ärgerlicher sind allerdings in den Eingeweiden des inzwischen schon fast arrivierten Autors herumwandernde Gallensteine, die samt der dazu gehörenden Blase operativ entfernt werden müssen. Das tut weh. Im zwölften Band seines autobiografischen Romanwerks, das sich der Zeit zwischen Herbst 1998 und Silvester 2001
Read More Posted On Oktober 1, 2025By Joachim Feldmann
Ein umfassenderer Begriff von Kriminalliteratur Manuel Bauer: Kriminalliteratur. Geburt und Geschichte eines Genres. Schwabe Verlag, Basel 2025. Klappenbroschur. Band 1: Von Ödipus bis Sherlock Holmes, 270 Seiten, 24 Euro. Band 2: Vom Golden Age bis True Crime, 344 Seiten, 28 Euro. – Verlagsinformationen hier und hier. ** ** „Genres sind da in der Tat subversiv, sie verweigern sich konsistenter Theoriebildung.“ Dass Thomas Wörtche dieses fröhliche Verdikt in einer seiner Kolumnen für die „Polar Gazette“[1] formulierte, ist mehr als ein Jahrzehnt her. Und, schaut man sich in der Krimi-Szene um, noch
Read More Posted On Juni 1, 2025By Joachim Feldmann
Ein Spion kehrt zurück – Die Wiederbelebung einer literarischen Figur Joachim Feldmann über die Fortführung der Smiley-Romane von John Le Carré „Atemberaubend gewöhnlich“! So charakterisiert Lady Ann Sercomb, gleichermaßen attraktiv wie wohlhabend, ihren zukünftigen Ehemann, den sie zwei Jahre später zum ersten Mal verlassen wird. Was ihre Freunde im Londoner Nobel-Stadtteil Mayfair nicht überrascht. Denn die Verbindung zu George Smiley, übergewichtig, von kleiner Statur und schlecht gekleidet, gilt von Beginn an als Mesalliance. „Die Sercomb heiratet einen Ochsenfrosch in Ölzeug und Südwester“, heißt es wenig schmeichelhaft. Dass sie ihn nach
Read More Posted On Mai 1, 2025By Joachim Feldmann
„Der Klimawandel ist keine Erfindung“ Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Burkhard Spinnen. Ein Mann spricht mit den Vögeln, während um ihn herum die Natur mit Hotels und Freizeitresorts zugepflastert wird. Rund um den Comer See in der Lombardei sind die Auswirkungen des Über-Tourismus besonders zu spüren. In den Alpen häufen sich Erdrutsche. Und die Vögel scheinen die Naturkatastrophen zu ahnen. „Erdrutsch“ ist ein hochspannender Roman von Burkhard Spinnen und Charles Wolkenstein, der eine mögliche Zukunft im Schatten des Klimawandels ausmalt. Change Fiction nennen das die beiden Autoren. Joachim Feldmann hat
Read More Posted On Mai 1, 2025By Joachim Feldmann
Der „Godfather des deutschen Underground“ Ein opulenter Reader erinnert an den Schriftsteller und Langstreckenpiloten Jürgen Ploog, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre – Von Joachim Feldmann In seiner Ausgabe vom 8. August 1971 berichtet der „Spiegel“ von einer „neuen Jugendbewegung“. Geheuer ist sie dem Nachrichtenmagazin nicht: „Zurück zur Natur und zur Manufaktur drängen die Leistungsverweigerer einer um sich greifenden Ohne-mich-Bewegung. Als Hippies suchen sie, was Deutsche speziell verlockt: apolitischen Freiraum. Nicht Wandel in Fabriken und im Staat, die eigene Wandlung gilt. Rezepte liefert die US-Drogen-Subkultur.“ Und das
Read More Posted On Dezember 31, 2024By Die Redaktion
Garry Disher: The great divide… It’s often believed that crime writing is not proper writing—that crime writers do not, and need not, pay attention to tone, style, atmosphere, theme or some flair in their use of the language. It’s assumed that a crime novel needs only some sex, a car chase and a ghoulish murder (particularly, in Australian crime writing, in an outback town). And although crime-writing panels are very popular at Australian writers’ festivals, the writers themselves are rarely asked to appear on panels dealing with ‘literary’
Read More Posted On Dezember 1, 2024By Joachim Feldmann
Mit Martin Schlosser durch die Zeit Mit dem „Frauenroman“ ist Gerhard Henschels episches Großprojekt bei Band 11 angelangt Als sich der Berufsschullehrer und Verbandsfunktionär Wilfried Leyhausen im Spätsommer 1997 mit einer törichten Stellungnahme zur Rechtschreibreform zu Wort meldete, wird es ihm nicht geschwant haben, dass just diese Äußerung 27 Jahre später für seinen Einzug in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur sorgen würde. Der Schriftsteller Gerhard Henschel nämlich, dessen „Frauenroman“ jetzt als elfter Band seiner Martin Schlosser-Chronik vorliegt, ist ein gewissenhafter Archivar zeitgenössischen Unfugs. Und dazu gehört für ihn unbedingt die in der
Read More Posted On November 1, 2024By Joachim Feldmann
Eine Reise ins kollektive Gedächtnis „Winnetou – der Mythos lebt“ nannte 2016 RTL seinen Versuch, vom Nimbus der Karl May-Verfilmungen der 1960er Jahre zu profitieren. Allein, die modernisierte Variante des Stoffes verfing nicht – die drei aufwendig produzierten Fernsehfilme gingen sang- und klanglos unter. Beworben wurde das antizipierte Medienereignis übrigens mit dem Hinweis, man habe an „Originalschauplätzen“ gedreht. Und die finden sich interessanterweise nicht in den USA, sondern in Kroatien, das vor mehr als einem halben Jahrhundert als Kulisse für ein gutes Dutzend deutsche Western diente – von „Der Schatz
Read More Posted On September 1, 2024By Joachim Feldmann
Weit entfernt vom Genreüblichen Schon auf der ersten Seite ist er unverkennbar präsent – der Wittekindt-Sound. Behutsam nähert sich die Erzählstimme dem Protagonisten, der selbst in kursiv markierten Passagen zu Wort kommt. Doch das ist eigentlich als Beschreibung nicht präzise genug. Denn hier wird nicht gesprochen, sondern gedacht. Und zwar so unstrukturiert, wie wir es aus unserem eigenen Erleben kennen. Ein alter Hut, mag mancher da einwenden. Schließlich sind Bewusstseinsstrom und innerer Monolog seit Beginn der literarischen Moderne etablierte Erzählverfahren. Auch in der populären Literatur. Aber darauf kommt es nicht
Read More Posted On August 2, 2024By Die Redaktion
Ekkehard Faude: Materialien zu einem Portrait of the Artist as a Younger Man. Als Nebenthema: “Wohl denen die gelebt…” 12. Juli 1999 (Verlegertagebuch) «Ein überraschender Anruf von Thomas Wörtche: mit amüsanten Missverständnissen. Er hatte sich bedanken wollen für die Weltwoche-Rezension seines „Wespennest“-Hefts, da er bei Union “angedockt“ hat, um dort eine internationale Krimireihe aufzubauen – Lucien Leitess hat ihm meine Telefonnummer besorgt. Ich war sozusagen erfreut und startled durch seine Stimme, meinte: er würde sich auf Post von mir melden – ich hatte aber nur vergeblich nach seiner Adresse im
Read More Posted On Juli 3, 2024By Joachim Feldmann
Jenseits der menschlichen Rationalität Das größte zusammenhängende Waldgebiet der Europäischen Union liegt nicht in Europa. Französisch-Guayana, eine Region von der Größe Österreichs an der südamerikanischen Atlantikküste, besteht zu 90 % aus tropischen Regenwäldern, ist als Überseedépartment ein integraler Bestandteil der französischen Republik und als solcher ein hochattraktives Einwanderungsziel. Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben kommen aus Brasilien, Surinam oder Haiti. Manche werden von der Polizei aufgegriffen und abgeschoben, aber die Mehrheit bleibt. Slumbildung ist eine der Folgen. In einer solchen Armensiedlung am Rande des Amazonasgebiets wohnt auch Yolanda
Read More Posted On Juli 3, 2024By Joachim Feldmann
Ein Erstling von 1929, ursprünglich unter Pseudonym Im Jahre 1929, so erzählt es der englische Autor Martin Edwards in seiner magistralen Genregeschichte „The Life of Crime“, erfüllte sich für einen schottischen Schriftsteller der Traum eines jeden Debütanten. Gleich mit seinem ersten Detektivroman, „The Man in the Queue“, gewann der junge Mann zwei renommierte Preise, einen im heimischen Großbritannien und einen in den USA. Stutzig macht, dass Edwards mit dieser schönen Geschichte sein Kapitel über „Queens of Crime“ einleitet. Denn hinter dem männlichen Pseudonym Gordon Daviot verbarg sich die 1896 in
Read More Posted On Juni 1, 2024By Joachim Feldmann
Zum neuen Roman mit Delpha Wade Zweimal sagt Delpha Wade die Wahrheit. Mit der Ergebnis, dass sie weiter im Gefängnis bleiben muss. Auf Bewährung entlassen wird sie erst, als sie sich entschließt, falsche Reue für ein Verbrechen zu zeigen, das sie nicht begangen hat. Denn der junge Mann, den sie mit seinem eigenen Messer erstochen hat, wollte sie vergewaltigen. Dafür war sie 14 Jahre eingesperrt. Nun lebt sie in einer billigen Pension unter lauter alten Menschen und arbeitet als Sekretärin für den Privatdetektiv Tom Phelan. Den Job hat sie ihrem
Read More Posted On Juni 1, 2024By Joachim Feldmann
Polizeiroman, Polit-Thriller und Melodram zugleich Budapest im September 2015. Hunderte von Flüchtlingen auf dem Weg nach Westen stecken in der ungarischen Hauptstadt fest. Wer noch über genügend Geld verfügt, kann sich professionelle Schleuser leisten. Und einige wenige Privilegierte gelangen sogar an echte Pässe, die ihnen die Ausreise mit dem Flugzeug ermöglichen. Dumm nur, wenn das Betrugsmanöver nach der Landung in London Heathrow auffliegt. Dann haben nämlich auch die verantwortlichen Regierungsstellen ein Problem. In diesem Fall sogar der Ministerpräsident. In seinem Politthriller „District VIII“ zeichnete Adam LeBor, lange als Korrespondent in
Read More Posted On Februar 1, 2024By Joachim Feldmann
Generationenporträt mit Fehlfarben Zum ersten Mal hörte ich das Stück im „Kakaobunker“. Die spärlich eingerichtete Kantine im Keller des Fürstenberghauses der Uni Münster wurde regelmäßig von studentischen Gruppen für Diskoabende genutzt. Diesmal war der Marxistische Studentenbund Spartakus, kurz MSB, der Veranstalter. Die Tanzfläche war voll und viele sangen mit: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.“ Der Rest des Textes war schlecht zu verstehen. Hätten sie genau zuhören können, wäre den historisch-materialistisch inspirierten jungen Menschen der apokalyptische Sarkasmus des Refrains sicher aufgefallen. Von Geschichtsoptimismus keine Spur. „Ein Jahr (Es
Read More Posted On Februar 1, 2024By Joachim Feldmann
Ästhetisch konsequent Mit dem „Schelmenroman“ erscheint Gerhard Henschels zehnter Martin-Schlosser-Roman Am 1. Juli 1996 ist es soweit. Mit der „Wiener Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“ wird das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Bastelei an der Orthographie zur staatlichen Verordnung. Martin Schlosser ist entsetzt. Als er den neuen Duden aufschlägt, erblickt er eine Hässlichkeit nach der anderen. Dass der Arroganz der Reformkommission argumentativ nicht beizukommen ist, weiß er. Doch das hält ihn nicht davon ab, akribisch die gröbsten Unsinnigkeiten des neuen Regelwerks zu dokumentieren. Deshalb ist der vorletzte Abschnitt in
Read More Posted On Dezember 31, 2023By Die Redaktion
Danny Dziuk: Ein Album, ein bisschen Krebs & ein Zivilisationsbruch Mitten in die Vorbereitungen zur Veröffentlichung meines Albums „Unterm Radar“ platzte im Februar eine ärztliche Diagnose: Prostata-Krebs. Ich weiß noch, wie ich durch dieses gekachelte Treppenhaus die Praxis verließ, und unten auf der Straße ein bisschen benebelt in den Himmel schaute. Die Sonne schien auch ein bisschen, und ich dachte an Warren Zevons Zeile „If you get up in the morning and you see that crazy sun“* Dann fuhr ich erstmal nach Hause. Was folgte, war eine Mischung aus zwei
Read More Posted On September 1, 2023By Joachim Feldmann
Keine Produktwarnung Der britische Autor M. W. Craven kennt sich aus mit den Klischees der Kriminalliteratur. Und er weiß, wie man effektvoll mit ihnen spielt. Das ist sehr unterhaltsam, findet Joachim Feldmann. „Hammett brachte den Mord zu der Sorte Menschen zurück, die mit wirklichen Gründen morden, nicht nur, um dem Autor eine Leiche zu liefern, und mit realistischen Gegenständen, nicht mit handgearbeiteten Duellpistolen, Curare und tropischen Fischen.“ Nimmt man Raymond Chandlers Lob seines Kollegen Dashiell Hammett als ästhetischen Maßstab für die Bewertung von Kriminalliteratur, ist „Der Botaniker“, ein Roman des
Read More Posted On April 1, 2023By Joachim Feldmann
Deutsche Beat- und Undergroundliteratur Alle lasen Bukowski, viele Kerouac und wahrscheinlich kaum jemand mehr als ein paar Seiten Burroughs. Dass sich Bücher dieser drei Autoren in den 1970er Jahren dennoch nicht selten nebeneinander im WG-Regal fanden, verdankt sich einem kulturellen Phänomen, das der Germanist Simon Sahner in seinem Buch „Gegen die Fußgängermentalität. Deutsche Beat- und Undergroundliteratur“ untersucht. Die deutsche Rezeption amerikanischer Beat-Literatur beginnt früh. Schon 1959 erscheinen Jack Kerouacs „On the Road“ (Unterwegs) und Allen Ginsburgs „Howl“ (Das Geheul) auf Deutsch, kurze Zeit später gibt es die ersten Lyrikanthologien und
Read More Posted On Februar 1, 2023By Joachim Feldmann
Zuschauen, während man sich selber hinterherfliegt Joachim Feldmann über Wilhelm Genazinos Aufzeichnungen 1972 – 2018 „Der Traum des Beobachters“ Frankfurt 1972: Im Augustheft der satirischen Monatszeitschrift „pardon“ wird Literaturgeschichte geschrieben. Ein Autor, so heißt es in dem Artikel von Redakteur Bernd Rosema, wolle „einen Roman im Auftrag seiner Leser“ verfassen. Für nur zehn Mark könne man sich ein Exemplar eines bereits konzipierten „historischen Romans aus dem Jahre 1972“, der in der Frankfurter Kulturszene spiele, sichern. Das Buch werde „Die Vollidioten“ heißen, und das bezeichne mitnichten die Romanfiguren, sondern sei eine
Read More Posted On Dezember 31, 2022By Die Redaktion
Garry Disher: How I’ve Written Myself into Corners In the 30 years that I’ve been writing crime novels I’ve often groaned: “I wish I’d given that a bit more thought…” First, I let a series character get older. Wyatt, a professional hold-up man, was a capable 40-year-old when he first appeared in a series of six novels in the 1990s. He was formed by his army service in the Vietnam War: how to kill, keep fit and trade in stolen army equipment. I didn’t anticipate that he’d appeal to readers, and that
Read More Posted On November 1, 2022By Joachim Feldmann
Ein Beitrag zur Ästhetik des Kriminalromans (Nicht nur) Zu „See Them Die“ von Ed McBain und „Lush Life“ von Richard Price Joachim Feldmanns Text entstammt dem vergriffenen Band „Beinahe-Krimis“ von 2013 Vorbemerkung: Der Kriminalroman zwischen Populär- und Hochkultur Jeder wisse, was gemeint sei, wenn von der „Hochkultur“ die Rede ist, erklärte vor kurzem ein Feuilletonist[1], nämlich „die neue Henze-Oper, aber nicht der König der Löwen, der neue Roman von Philip Roth, aber nicht der neue Thriller von Dan Brown“. Dennoch würden seit geraumer Zeit die Grenzen zwischen Populär- und Hochkultur als „längst hinfällig“ betrachtet,
Read More Posted On Juli 1, 2022By Joachim Feldmann
Der wohl einflussreichste deutsche Comicverleger Zur Kauka-Biografie von Bodo V. Hechelhammer Verkehrspädagogisch innovativ geben sich die „Fix und Foxi-Nachrichten“ der 335. Ausgabe von „Pabels großer europäischer Jugendzeitschrift“, so die Eigenwerbung im Untertitel des 30 Seiten starken Comicheftes, im Oktober 1962. In „einigen amerikanischen Städten“ seien Gerichte dazu übergegangen, „vor allem jugendliche Verkehrssünder dazu zu verurteilen, in ihrer Freizeit beim Roten Kreuz Dienst zu tun“. Sie müssten in den „Sanitätswagen mitfahren, die die Opfer von Verkehrsunfällen abtransportieren“. Die Wirkung sei so durchschlagend, heißt es weiter, dass „diese Strafpraxis ruhig übernommen werden sollte“.
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