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Elmore Leonard King of Cool Alf Mayer Frank Göhre
Bevor Elmore Leonard der Krimiautor wurde, den wir kennen, schrieb er Westerngeschichten und Westernromane. Wie auch John Harvey und zwischendurch Robert B. Parker oder James Lee Burke. Der Liebeskind Verlag bringt nun Elmores vierten Western „Letztes Gefecht am Saber River“ (1959) zum ersten Mal auf Deutsch heraus. Hier nebenan können wir Ihnen exklusiv einen Textauszug daraus präsentieren. Und wir veröffentlichen – erweitert – die entsprechenden zwei Kapitel aus „King of Cool. Die Elmore Leonard Story“, der großen Leonard-Studie von Frank Göhre und Alf Mayer, 2019 bei CulturBooks erschienen. „… FerneRead More

Posted On Februar 1, 2024By Carsten Brosda

Carsten Brosda: Rede Frank Göhre zum 80. Geburtstag

Grußwort von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, zur Verleihung der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille an den Kriminalschriftsteller Frank Göhre. (AM) Natürlich kann man einen großflächig beworbenen Jubiläumsabend im Hamburger Nochtspeicher (am südlichen Rand der Reeperbahn) vor jemand wie Frank Göhre im Vorfeld nicht verbergen. Die CulturBuch-Verleger Zoë Beck und Jan Carsten hatten zur Feier des 80. Geburtstags – unsere CrimeMag-Laudatio von Sonja Hartl hier – Weggefährten, Kritiker, Autorinnen und Autoren wie Friedrich Ani, Simone Buchholz, Michael Friederici, Tobias Gohlis, Alf Mayer und Kirsten Reimers als Redner eingeladen. Marcus Müntefering glänzte alsRead More

Posted On Februar 1, 2024By Friedrich Ani

Friedrich Ani – für Frank Göhre zum 80.

Wo Welt ist und wo nicht Kurze Anmerkungen zum Kriminalroman – Von Friedrich Ani Vom britischen Schriftsteller Eric Ambler stammt angeblich der Ausspruch: „Da ich kein Intellektueller bin, hat’s nur zu Kriminalromanen gelangt.“ Selbstironie ist nie ganz verkehrt, vor allem, wenn man, wie Ambler, einem Genre zu einer vollkommen neuen Bedeutung verholfen hat – fernab des bis dato weit verbreiteten Groschenheft-Images hin zu einer gesellschaftspolitischen Gegenwartsrelevanz auf Augen- bzw. Buchstabenhöhe der besten Werke der allgemeinen Belletristik.          Und schon sind wir bei Meister Göhre und der Frage: Ist das noch Krimi, wasRead More

Posted On Februar 1, 2024By Alf Mayer

Frank Göhre: Filmografie Kino und TV

Eine Kompilation von Alf Mayer. Siehe auch seine Rede zur Film- und Fernseharbeit von Frank Göhre hier in dieser Ausgabe nebenan. 1969EINER SPINNT IMMER. Kurzfilm. Buch und Darsteller. Regie Rainer Horbelt. ARD/WDR, Köln. Szenen daraus auch in: KUNST AUF DER KOHLE. Dokumentarfilm, 45 Minuten, 1970. Regie: Walter A. Franke, Ulrich Stark, Rainer Horbelt. Der Film lässt verschiedene Künstler des Ruhrgebiets zu Wort kommen, zeigt Theaterstätten und andere Aktivitäten. Er wirft die Frage auf nach der Funktion dieser Kunst und kommt zu dem Schluss, dass die Interessen der arbeitenden Bevölkerung so gutRead More

Posted On Dezember 31, 2023By Die Redaktion

Frank Göhre, Johannes Groschupf, Günther Grosser

Frank Göhre: Ihnen und dem Eierlikör… JANUAR Am 1. Januar 1945 wünscht Raymond Chandler einem Verleger „ein Glückliches Neues Jahr Ihnen und dem Eierlikör!“ (Raymond Chandler, Briefe 1937-1959, München, 1990) FEBRUAR Ein am 28. Februar 1978 in der Nippon Budokan Halle, Tokio, mitgeschnittenes Konzert zeigt, wie Dylan seine  größten Hits mit einer vielköpfigen Show-Band aufführte, als wäre er eine Reinkarnation des Las-Vegas-Elvis, „Mr.  Tambourine Man“ und „All I Really Want To Do“ interpretierte er als schmissige Schlager, „Knockin´On Heaven’s Dor“ und „Don’t Think Twice, It’s All Right“ als Fake-Reggae, „I Want You“ als sentimentaleRead More

Posted On Dezember 1, 2023By Sonja Hartl

Sonja Hartl gratuliert Frank Göhre zum 80. Geburtstag

Eine kleine Laudatio von Sonja Hartl Göhre steht in meinem Bücherregal direkt neben Goethe. Und dieser alphabetische Zufall beschreibt ganz gut meinen beruflichen Weg: Goethe war ein wesentlicher Bestandteil meiner abgebrochenen Dissertation. Göhre ist wesentlicher Bestandteil meines Krimikritikerinnendaseins.  „Das Zimmer im 2. Stock der Pension Messmer lag zur Straße hin. Die Vorhänge waren zugezogen, Deckenbeleuchtung und Nachttischlampen eingeschaltet, und die korpulente Frau, die rauchend am Waschbecken stand, wiederholte unablässig, dass nichts angerührt worden sei, wirklich nichts, von niemandem. Sie schnippte dabei die Asche auf den Boden und nickte bekräftigend. BroszinskiRead More

Posted On Dezember 1, 2023By Frank Goehre

… und Frank Göhre porträtiert für uns Eugene Izzi

Eigentlich ist es umgekehrt. Und Sonja Hartl gratuliert Frank Göhre in dieser Ausgabe ja auch in unser aller Namen zum 80. Geburtstag, den er am 16. Dezember feiern kann. Der hingegen, anstatt sich auszuruhen – sein jüngster Roman „Harter Fall“ findet sich gerade im dritten Monat auf der Krimibestenliste (Alf Mayers Besprechung hier) –, schenkt uns und Ihnen das Porträt eines Autors, der für ihn wichtig gewesen ist: Eugene Izzi aus Chicago. In lockerer Folge will Frank Göhre in nächster Zeit kreuz und quer durch die Welt reisen und AutorenRead More
göhre

Posted On Oktober 1, 2023By Frank Goehre

Frank Göhre „Harter Fall“ – Ein Textauszug

Frank Göhre: Harter Fall. Kriminalroman. CulturBooks, Hamburg 2023. Klappenbroschur, 168 Seiten, 17 Euro. – Verlagsinformationen. Mit freundlicher Erlaubnis von Autor und Verlag präsentieren wir Ihnen hier Kapitel Drei aus dem Roman. Ein „Bloody Chop“ über das Buch in dieser Ausgabe hier. – Weiteres von Frank Göhre bei uns hier. Zuletzt hat er bei uns den Pulp-Autor Charles Williams porträtiert. DREI By the rivers of Babylon Where we sat down And there we wept The Melodians, »Rivers of Babylon«  1 »The Harder They Come« Der Film: Es regnet in Kingston. Ein tropischer Regen geht nieder.Jimmy übernachtetRead More

Posted On September 1, 2023By Frank Goehre

Frank Göhre: Porträt Charles Williams

Texas und die tödliche See 1         „Die Nachricht erreichte ihn erst nach einer Woche. Inzwischen hatte er nämlich seine Arbeit in der Sierra beendet und war im Dschungelgebiet des unteren Ucayali auf Jaguarjagd gegangen. Nachdem er den Brief gelesen hatte, war er sehr schnell von Südamerika heraufgereist. Die Sonne hatte in den letzten Monaten sein Gesicht dunkel gebrannt, und sein Anzug schlotterte ihm am Leibe. In Miami hätte er zwar zwischen zwei Flügen Zeit zum Rasieren und Haarschneiden gehabt, aber er verbrachte statt dessen die Zeit in erstickend heißen Telefonzellen, und führteRead More
Foto Estate of Tony Hillerman

Posted On Juni 1, 2023By Frank Goehre

Frank Göhre: Porträt Tony Hillerman und seine Welt

Seelenlandschaft – oder Tage der Erinnerung  Bei den Navajos wird nicht viel Aufhebens um einen Toten gemacht. Der Tod nimmt dem Körper seinen Wert. Selbst die Identität geht mit dem letzten Lebenshauch verloren. Und was vom Geist zurückbleibt, muß so gründlich wie eben möglich ausgemerzt werden, damit die Lebenden nicht Gefahr laufen, sich mit dem Übel des Bösen zu identifizieren. Denn das Böse hat jeder Mensch in sich, egal ob nun Navajo oder sonstwer.  Selbstverständlich ist es für die Navajos auch, daß man nicht über einen Toten hinweg steigt undRead More

Posted On April 1, 2023By Frank Goehre

Frank Göhre schaut Hanna Mittelstädt über die Schulter

Working for paradise Frank Göhre liest „Arbeitet nie! Die Erfindung eines anderen Lebens“ – Aus dem Leben einer Verlegerin Eine Frau erzählt. Sie erzählt ihre Geschichte, assoziativ, die Zeiten wechselnd, informativ und unterhaltsam.  Als Jugendliche schon stark politisiert bricht sie das Soziologie-Studium ab, hat mit 21 Jahren eine große Liebe, die sich zu einer dauerhaften Partnerschaft auf gegenseitiger Augenhöhe entwickelt. 1972 gründen Hanna Mittelstädt und Lutz Schulenberg gemeinsam mit Pierre Gallissaires einen Verlag. Anlass sind die Schriften einer Gruppe anarchistisch-revolutionär geprägter Künstler und Theoretiker, die als „S.I.“ („Situationistische Internationale“) die Revolten der Achtundsechziger in Paris und Rom stark beeinflusst haben.Read More

Posted On Dezember 31, 2022By Die Redaktion

Sulari Gentill, Frank Göhre, Stephen Greenall, Thomas Groh

Hier finden Sie:Sulari GentillFrank GöhreStephen GreenallThomas Groh Sulari Gentill: On the Orient Express … 2022 has been a year on the way to somewhere, with the journey’s end shrouded in a fog of virus and war, change and hope. Here on Grand Oak I have planted trees in the shade of which I am unlikely to sit unless I live to be a very old woman. But someone will sit beneath them, someone will feel the sunlight, leaf-dappled on their face. My little farm is on its way — back from theRead More

Posted On Dezember 1, 2022By Frank Goehre

Frank Göhre: Jürgen Roland, Hamburg, und das Fernsehen

Am 26. Dezember 2022 wird das Fernsehen 70 Jahre alt. Geschichten aus der Medienwelt – von Frank Göhre             Hamburg! Das ist mehr als ein Haufen Steine,Dächer, Fenster, Tapeten, Betten, Straßen, Brücken und Laternen. Das ist mehr als Fabrikschornsteine und Autogehupe – mehr als Möwengelächter, Straßenbahnschrei und das Donnern der Eisenbahnen – das ist mehr als Schiffssirenen, kreischende Kräne, Flüche und Tanzmusik – oh, das ist unendlich viel mehr. Das ist unser Wille zu sein.  Nicht irgendwo und irgendwie zu sein, sondern hier und nur hier zwischen Alsterbach und Elbestrom zuRead More

Posted On April 1, 2022By Frank Goehre

Frank Göhre liest Jens Eisel

Short Stories, ein Roman und True Crime             Rechts und links von der Autobahn tauchten Hafenkräne und bunte Container auf, und in einiger Entfernung konnte Richard ein Riesenrad erkennen. Es war bereits dunkel, aber die Lichter vom Hafen erleuchteten die Straße.              „Hafenlichter“. 17 Geschichten von Jens Eisel, betitelt mit meist nur einem Wort: „Hunde“, „Brüder“, „Anna“, „Fernsehen“, „Glück“ und „Abschied“, „Tanzen“ und „Sturm“.  Sprachlich klar und knapp erzählt. Lakonisch.  Ein beeindruckendes Debüt.              Jens Eisel kommt aus dem Saarland. Aus dem kleinen Ort Wiebelskirchen, einem Stadtteil von Neunkirchen, in dem auch ErichRead More

Posted On Dezember 31, 2021By Die Redaktion

Frank Göhre, Johannes Groschupf, Günther Grosser

**** Frank Göhre: Hagen HAGEN IN WESTFALENOder auch: Das Tor zur WeltMit Uli Becker, Lina Beckmann, die Flut, Christian Schultz-Gerstein, Kai Hawaii, Annette und Inga Humpe, Ernst Meister, Nena, Herbert Reinecker und der SturmKalendergeschichten Januar Am 13. Januar 1956 wird Inga Humpe in Hagen geboren,Ihre ebenfalls in Hagen geborene Schwester Annette ist sechs Jahre älter. Inga Humpe gründet die Punkband „Neonbabies“, schreibt Songs für Kylie Minogue, arbeitet mit Udo Lindenberg und remixt Songs für Ennio Morricone und Herbert Grönemeyer. Mit Tommi Eckert bildet sie seit 21 Jahren das Electropopduo „2raumwohnung“:„36 GradUnd esRead More
Gottlob nie passiert Über Ursula Haslers „Die schiere Wahrheit“ Ein mondäner Badeort an der französischen Atlantikküste, 1937.Summertime. Ferienzeit. In den Dünen eine männliche Leiche. Die üblichen Verdächtigen im Grand Hotel. Internationales Flair mit Tea Time und Kleiderwechsel vor jedem Gang in den Speisesaal. Und zwei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein können. Ein grummelnder Wachtmeister aus der Schweiz und eine überaus wissbegierige, französische Krankenschwester, eine „kleine Dame“.  Was braucht man mehr für einen verkaufsträchtigen Urlaubskrimi Zumal sich in diesem Fall auch noch zwei Autoren als Schreibpartner zusammen getan haben, die heute zu den Besten ihres Genres zählen. Read More

Posted On September 1, 2021By Thomas Woertche

TW über Frank Göhres Meisterstück

Verdichtete Komplexion Frank Göhres Roman „Die Stadt, das Geld und der Tod“ ist ein Meisterwerk des Kompression. „Der Müll, die Stadt und der Tod“ hieß das Skandalstück von Rainer Werner Fassbinder, das in der 70er Jahren die Gemüter erhitzte. Es ging damals um Grundstücksspekulationen im Frankfurter Westend, eine Zentralfigur schien an den Unternehmer und Politiker Ignaz Bubis (damals Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland) angelegt und damit antisemitische Klischees zu bedienen. Das ist lange her, aber natürlich bezieht sich der Titel von Frank Göhres neuem Roman auf Fassbinders Stück (und nichtRead More

Posted On August 1, 2020By Frank Goehre

Frank Göhre: Das New York Projekt

Leben und Sterben in Brooklyn Sie haben zusammen Ed McBain und seine Romane vom 87. Polizeirevier porträtiert („Cops in the City„, CulturBooks 2015) und damit viel Spaß gehabt, ihr zweites gemeinsames Buch dann Elmore Leonard, dem „King of Cool„, gewidmet (CulturBooks 2019). Buch Nummer Drei ist im Werden, aber dauert – nicht nur wegen Corona – noch ein ganzes Weilchen. Im Vorhaben ist es keineswegs kleiner als die Mammut-Porträts von McBain & Dutch, denn Frank Göhre und Alf Mayer haben sich für ihr nächstes Buchprojekt die Stadt New York alsRead More

Posted On März 1, 2020By Frank Goehre

Auszug: Frank Göhre – Verdammte Liebe Amsterdam

Eine kalte Morgensonne brach durch die Wolkendecke über dem Betondschungel im Südosten der Grachtenstadt. In den Wohnungen und auf den Fluren der wabenhaft miteinander verbundenen Hochhäuser wurde es noch lauter. Arabische TV-Sender, Afro-Rap, schrilles Zetern, alkoholisiertes Grölen und nerviges Kleinkindergeschrei überlagerten sich. Die Fahrstühle waren pausenlos in Betrieb, vor den Häusern jaulten die Motoren der tiefer gelegten Mittelklassewagen, knatterten die frisierten Mopeds hoch zur Zufahrtsstraße Richtung Zentrum. Suse erwachte, ihr Handy mit beiden Händen umklammert. Keine Nachricht, noch im- mer keine Nachricht. Sie war enttäuscht. Der Platz neben ihr imRead More

Posted On Februar 2, 2020By Frank Goehre

Frank Göhre: Die untergründigen Jahre

Statt einer Rezension Zur kollektiven Autobiografie ‚alternativer‘ Autoren aus den 1970ern und danach… Wir sind der 15jährige Schüler als junger Dichter, wir sind der von konkreter Poesie begeisterte Abiturient,  wir sind der Internats-Zögling, der Ballett-Eleve und der jugendliche Anarchist, der seine Wohnadresse in Ho-Chi-Minh-Pfad umbenannt hat.Wir sind der Kunstkarten-Betrachter, die 13jährige Brillenschlange, der Programmierer bei Krupp, der Lehramtsanwärter, der Jura-Student und noch so einige andere. Wir sind geboren und aufgewachsen in den Großen Städten und in der Provinz, auf dem flachen Land und in Weinbaugebieten.  Wir haben mehr Epochen an uns selbst erfahren als je  eine Generation vor uns.Read More

Posted On Dezember 1, 2019By Frank Goehre

Frank Göhre: Abschied von Friedhelm Werremeier

Der Beginn einer langen, schönen Freundschaft Eine Erinnerung und ein Salut von Frank Göhre Es war eine lange Pokernacht, und als der Morgen graute, stand ich mit 700 DM Miesen da, zahlbar an den damaligen Lektor der Blauen Krimis bei Heyne, Bernhard Matt, dem Winner der Runde. Ich ging aus dem Tagungshotel rüber zum Bankomat. Spielschulden sind Ehrenschulden und direkt zu begleichen.  Matt sackte die Kohle ein. Aber nach der zweiten Tasse Kaffee am Frühstückstisch sagte er: „Ich geb dir die Chance, das Zehnfache zurück zu bekommen.“ – „Mit was?“ – „Werremeier“, sagte er. „Werremeier hat beiRead More

Posted On Oktober 16, 2018By Frank Goehre

Exklusiv: Frank Göhre „Das Montage Werk“

Hot Stuff Wenn das „Sonstige“ zur Hauptsache wird „Zeitgenosse Göhre“ überschrieb Alf Mayer im Jahr 2013 einen CrimeMag-Essay über die „sonstigen“ Texten eines außergewöhnlichen Autors. Ihm war aufgefallen, wie oft und wie empathisch Frank Göhre sich außerhalb seiner Romane und Erzählungen immer wieder den Werken anderer Autoren nähert. Einige dieser Texte erschienen über die Jahre in Sammelbänden, manche als E-Books oder bei uns, bei CrimeMag, in (nur) digitaler Form. Jetzt hat Frank Göhre es sich kurz vor seinem 75. Geburtstag gegönnt, viele dieser Texte in einem eigenen Band zu versammeln. Sein TitelRead More

Posted On Juli 21, 2018By Frank Goehre

Frank Göhre über Raymond Roussel

  Der lang ersehnte Weg ins Paranoide   von Frank Göhre Vor 85 Jahren, in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1933, verstarb im „Grand Hôtel et Des Palmes“ in Palermo der französische Wortspieler, Erfinder und Weltreisende Raymond Roussel. Frank Göhre, Krimi-Autor, Drehbuchschreiber und hochgeschätzter Culturmag-Mitarbeiter, berichtet über diesen sehr besonderen Reisenden.   „Er weist uns den langersehnten Weg ins Paranoide.“ (Salvador Dali) Er ist ein gut aussehender Mann Ende Vierzig. Ein schlanker Mann mit vollem Haar und sorgfältig gestutzten Schnäuzer. Zu einer weit geschnittenen grau in grauRead More
Nüchtern betrachtet Der Kriminalroman als Gesellschaftsroman – Hideo Yokoyamas breitwandbreites Panorama „64“ ist ein gewichtiges Werk. Thomas Wörtche und Frank Göhre lesen es unterschiedlich. Ein 760-Seiten Epos über Machtkämpfe in einer Behörde zu schreiben, ist zumindest ehrgeizig. Weil diese Behörde in Hideo Yokoyamas Roman „64“ die Polizei einer mittleren Großstadt namens „D.“ irgendwo in Japan ist – „580000 Haushalte, 1820000 Bürger“ – und diese Behörde neben dem Alltagsgeschäft gerade mit einem nicht gelösten, 14 Jahre alten Entführungsfall beschäftigt ist, zu dem sich ein neuer, ähnlich gelagerter Fall hinzugesellt, scheinen zunächst einmal alleRead More

Posted On Dezember 6, 2017By Frank Goehre

Frank Göhre: Editorial Klassiker-Special

Frank Göhre KLASSIKER SPECIAL 2017: Willkommen! Als Jungbuchhändler in den Siebzigern war ich in den Wochen und Tagen vor Weihnachten extrem gefordert. Von mir selbst. Es galt, die Verlagsneuerscheinungen an die Frau/den Mann zu bringen, vor allem die Titel, die nicht auf der „Spiegel Bestseller“-Liste standen. Diese apodiktische „Verkaufshilfe“ gab es schon damals, und die entsprechenden Romane und Sachbücher quasi vom Stapel weg zu verditschen, war und ist keine Kunst und eher frustrierend. Mein Anspruch und der etlicher Kollegen war, den „neuen Grass/Simmel/Lenz“ nicht kommentarlos über den Tresen zu schieben,Read More

Posted On Oktober 17, 2017By Frank Goehre

Kolumne: Frank Göhre über Jörg Fauser

Jörg Fauser, der Geschäftsmann Gerade wieder war Buchmesse in Frankfurt, wo nicht nur über Bücher, sondern jenseits der Mikrofone auch über Geld geredet wird. Für unseren Kolumnisten Frank Göhre – ein Übersicht seiner CrimeMag-Beträge hier – ein Anlaß, dem 1944 in Bad Schwalbach/Taunus geborenen Fauser ein wenig ins Portemonaie zu schauen. Schriftsteller-Realitäten. „Heute weiß ich natürlich, dass es nicht genügt, so gut und so aufrichtig zu schreiben, wie man unter Anspannung aller Kräfte vermag, man muss, will man davon leben, das Geschriebene auch verkaufen.“ Für eine Anthologie-Seite gab es maximal einen Zwanziger, für einenRead More