87 CulturMag-Autorinnen und -Autoren über das Jahr 2020 Pünktlich zu Silvester tischen wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder unseren großen Jahresrückblick auf, den Alf Mayer zusammen mit Sonja Hartl und Thomas Wörtche kuratiert hat: 16 Kapitel mit 87 Autorinnen und Autoren aus aller Welt, 22 Texte davon in Englisch, aus den USA, Australien, Südafrika, Großbritannien und Thailand – und dazu sechs große Einzelbeiträge sowie unsere CrimeMag Top Eight. Welcome, dear Crime/ CulturMag readers, to our Mammoth CulturMag’s Year’s End Issue 2020 with 87 contributors from round the world: Germany, Great Britain, Thailand, South Africa, Australia, the U.S.A., 22 of these pieces writtenRead More
Unter der Mohair-Decke 1 bild / 100 worte Telefonat mit dem irren Wissenschaftler, welcher sagt: „Was ist mit meinen Gefühlen, ich habe auch Gefühle, ich fühle mich nicht unterstützt.“ Tatsächlich ist sein Funding weggebrochen, eine beängstigende Erfahrung. Aperiodische Penrose Parkette sind aus der Mode geraten, unvorhersehbar können wir selber. „Je mehr Sprache einem Lebewesen gegeben, desto weniger kommt es klar“, fährt der Redner fort, mit Blick auf Affen. Affen! Was aber ist mit seinem Hund – die oder der Emma, das Königspudel? Jen-a-ae rief Sirius zu sich, wer sonst, derRead More
Herzlich willkommen! Auf welchem Wege kommen Sie eigentlich zu uns? Haben Sie unseren Newsletter abonniert – es geht zu ihm hier –, war es der blanke Zufall, oder markieren Sie sich den 1. Monats stets mit einem „CM“ für CrimeMag/ CulturMag? Nun, Hauptsache, Sie sind wieder da, denn auch für den Juni haben wir Ihnen wieder ein umfangreiches Programm angerichtet. „Friede Freude Totentänze“ überschreibt Iris Boss dieses Mal ihre Kolumne. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock berichtet von „American Terrorism“, Christopher G. Moore, unser Mann in Bangkok, lädt zu Abstimmung und VorschlägenRead More
NEW YORK CITY, near America On a recent evening news broadcast, television journalist Joy Reid opened her program with unsettling questions about contemporary life in these dis-United States of America—where gun massacres occur almost daily; where partisan debate has devolved to obstructive tribalism, with half the political duopoly shirking responsibility for governance; where lunatics and unembarrassed racists occupy high public office and prominent media platforms; where falsehoods are considered facts by millions, and bloody violence as patriotism. Where the coda to Donald Trump’s unnerving Republican Party regime of scandal, ineptitude,Read More
Gerne und oft Friedhofsluft Mein überschaubarer Heimatort war, aus welchen Gründen auch immer, Standort des größten Friedhofs der Schweiz. Ich weiß es nicht genau, aber ich bin ziemlich sicher, dass die Zahl der Toten auf dem Gemeindegebiet die der Lebenden bei weitem überstieg. Auf jeden Fall nahm der Friedhof eine größere Fläche ein als die gesamte Innenstadt – von uns nur „das Dorf“ genannt. Trotz dieser räumlichen Präsenz hatte der Ort für mich als Kind nie eine Rolle gespielt. Eine Grünfläche mit Grabsteinen, umgeben von einer hohen Mauer – derRead More
In der Hitze der Macht Wer das Buch in diesen Tagen liest, ist seiner Zeit um eine Nasenlänge knapp voraus. Die Pandemie ist vorbei, steckt als Trauma eines verlorenen Jahres in den Knochen. Der Sommer des Jahres 2021 ist, anders als es die windig-kalt verregneten Tage gerade andeuten, kochend heiß. Der Titel erklärt sich selbst. Hitze erzeugt einen anderen Bewusstseinszustand. Die Poren öffnen sich. Alles fließt ineinander: die Szenen, die Akteure, ihr Handeln, ihre Sorgen, ihre Obsessionen. Der Ich-Erzähler Tom Lohoff ist ein Ostgewächs, Sohn eines frühpensionierten Kripobeamten, der einstRead More
Große Figur, keine überlebensgroße Rächerin Es sind zwei Tote ohne Namen, mit denen es die Privatdetektivin und gelegentliche Kopfgeldjägerin Alice Vega in Louise Lunas Kriminalroman zu tun bekommt: zwei mexikanische Mädchen, zwischen 12 und 14 Jahren alt, zu Lebzeiten zur Prostitution gezwungen, nach dem Tod einfach abgeladen. Alter, Todesart und die Seriennummer der eingesetzten Spirale verbindet sie – und letztere verrät noch mehr: Es muss außer ihnen noch vier weitere Mädchen geben. Weil nun eine der Toten einen Zettel mit dem Namen von Alice Vega in der Hand hält, kommtRead More
Corona I März 2020: Ich fing an, Corona-Gedichte während eines Krankenhausaufenthaltes zu schreiben. Der erste Tag dort war noch ‚normal‘. 24 Stunden später fühlte ich mich wie in einem postapokalyptischen Science Fiction. Masken, leere Gänge, eine unsichtbare Bedrohung. Im Fernsehen Bilder aus Italien. Als ich nach Flensburg zurückkam, gab es meine alte Welt nicht mehr. Wenn ich heute zurückschaue – gut 1 Jahr und 200 Gedichte später: II … ist der Versuch, eine poetische Antwort auf die Frage einer Kollegin zu finden, was für mich denn Einsamkeit bedeute. Einsamkeit sollteRead More
„Nun versteh ich den Menschen erst, da ich fern von ihmund in Einsamkeit lebe!“[1]Hölderlin 1 Marx – Kierkegaard – Freud: Personae Der Kierkegaard-Forscher K. Nordentoft habe sich, so eine seiner ehemaligen Schülerinnen, im Himmel eine Begegnung zwischen Freud, Marx und Kierkegaard gewünscht. Letztlich muss das der Liebe Gott arrangieren, aber hier unten wage ich folgenden Versuch – verschiedene Masken also, die ich anziehen werde: MarxWarum sind wir soÜberrascht? Es geht dochLetztlich nur um UnterdrückungUnd Ausbeutung. FreudEs variierenNur die Legitimationen wechselnderIdeologien, Religionen, KastenOder Egos. (So denken sich gewisseAffen immer neue MythenRead More