Verena Güntner Tag

Auf des Messers Schneide zwischen appetitlich und unappetitlich Von Michael Höfler Schon vor Jahren musste man sich fragen, ob nicht längst alles Schmackhafte in ungezählten Kochbüchern vielfach durchgenudelt und -gekaut worden sei. Doch es folgten ungezählte weitere Rezeptsammlungen in übergefälliger, längst sattgesehener Hochglanzoptik, die sich immer angestrengter als neuartig ausgeben mussten. Deshalb rennt „Iss doch wenigstens das Fleisch“ offene Buffets ein. Das dauerbrisante Fleischthema liefert zudem reichhaltigen Anlass für zweischneidige Gaumenfreuden. Die ersten drei der sechzehn Texte machen aus Standardrezepten des Erzählens Mildbissiges. Dann aber folgen u.a. eine raffiniert zwischenRead More

Posted On Dezember 10, 2014By Frank GoehreIn Bücher, Litmag

DebütantInnen (3): Güntner & Eisel

Frank Göhre wirft einen Blick auf aktuelle Debütromane. Diesmal betrachtet er die Debüts von Verena Güntner und Jens Eisel. Genau hingegöhrt Luis ist Sechzehn und ein dämliches Arschloch. Voll gestört, echt krass drauf oder wie auch immer es Luis selbst sagen würde, natürlich nicht auf sich bezogen, sondern auf irgendeinen anderen Typ, der in seiner Ecke rumeiert. Seine Ecke, das ist eine anonyme Hochhaussiedlung am Stadtrand, das ist ein Freibad und sonst eigentlich nichts. Das ist Luis Spielfeld. Da schließt er seine Fick- und Pisswetten ab („Hab sie gefickt, schöneRead More