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Fargo 3 – Episode: The Law of Non-Contradiction[1].  Ein Essay von Markus Pohlmeyer Vor Kurzem war unser Autor „Mit Kierkegaard im Serienland„, machte sich Gedanken zur zweiten Staffel von „Fargo“. Jetzt hat er noch näher hingeschaut. Minnesota 2010: Gloria, Polizistin – ihr aktueller Status ist entweder-sowohl Welle oder-als-auch Teilchen, fliegt nach Hollywood, um den Tod an ihrem Stiefvater Ennis Stussy aufzuklären. In ihrem Motel findet ein Weihnachtsmännertreffen (bei 22 Grad?) statt; und prompt stiehlt auch ein Weihnachtsmann, traditionell Gabenbringer, nicht Gabenwegnehmer, ihren Koffer, was natürlich eine präzise Täterbeschreibung erschweren sollte. Dabei lernt sieRead More
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Follow the Kulturindustrie Ein böser, grüner Unternehmer, Wirtschaftsverbrechen, Gier, Karrieregeilheit, Hitmen – die dänische Serie „Follow the Money“ könnte echt was sein. Dachte sich Thomas Wörtche, hat sich ganz  nett unterhalten und war dann doch übellaunig. „Follow the money“ ist eine dänische Serie aus den Jahren 2016ff, deren 1. Staffel jetzt auf DVD vorliegt. Obligatorisch der Hinweis, dass einer der Drehbuchautoren, Jeppe Gjervig Gram,  auch an „Borgen“ beteiligt war, was im Grunde wenig sagt, denn bei den vielen, vielen Nordic Noirs läuft der Wiedererkennungseffekt eher über das Production Design alsRead More
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Des Meeres und der Serie Wellen Zwei Bücher über das Erzählen: Das Massenmedium „Die Gartenlaube“ als serielles Ereignis und all die Formen, Schiffbruch und Seenot zu beschreiben – von Alf Mayer. Serie ist heute überall. Nebenan können Sie in dieser Ausgabe lesen, wie Netflix inzwischen der Filmwirtschaft den Rang abgelaufen hat. Claudia Stockinger, die schon über den „Tatort“ veröffentlicht hat („Föderalismus in Serie“), ist in ihrer Untersuchung des Familienblatts „Die Gartenlaube. An den Ursprüngen populärer Serialität.“ Sie zeigt uns Wirkungsmechanismen, Gestaltungselemente und Zusammenhänge, ihre Studie ist angenehm anschaulich. Die Zeitschrift „DieRead More
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Posted On Mai 15, 2018By Claudia SchwartzIn Crimemag, CrimeMag Mai 2018, Film/Fernsehen

Siegeszug der Serien

  Gehört Netflix bald die Welt? Von Claudia Schwartz Die Bösen brauchten jedes Mal Glück, den Guten reiche es, einmal Glück zu haben, sagt Steve Murphy, der Ich-Erzähler und DEA-Agent in der Kultserie «Narcos». Jeder andere amerikanische Fernsehsender hätte eine Serie über die Jagd nach dem Drogenkönig Pablo Escobar auf Englisch gedreht. In der Originalversion sagt Murphy den Satz auf Spanisch. Bei der ersten Staffel von «Narcos» (2015) habe man gehofft, dass die Produktion in Lateinamerika und in den USA gut ankommen werde, erinnert sich Cindy Holland. «Narcos» ging dannRead More
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Posted On November 15, 2017By Dominique OttIn Crimemag, Film/Fernsehen

Netflix-Serie: Stranger Things 2

Die Welt der Heranwachsenden Dominique Ott über Staffel 2 von „Stranger Things“ Sobald das Gefühl aufkommt, man habe bereits alle zumutbaren Inhalte auf Netflix gesehen, woraufhin man sich fragen könnte, ob der monatliche Beitrag für die US-amerikanische Video-on-Demand-Plattform sich noch wirklich lohnt, rückt sie mit einer hauseigenen Produktion heraus, die ihre Nutzer wieder in den Bann zieht. Das passiert zirka zwei Mal im Jahr, mit einer neuen Staffel des Breaking Bad Spin-Offs Better Call Saul oder –nach Absetzung des ursprünglich vielversprechenden, spätestens ab der zweiten Hälfte jedoch sehr schwächelnden The Get Down–Read More
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Posted On Juni 15, 2017By Sonja HartlIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film/Serie: Twin Peaks

Rückkehr nach Twin Peaks – Die erste Etappe Von Sonja Hartl Eigentlich müsste am Anfang dieses Textes ein einziger Jubelschrei stehen. Denn nach den ersten fünf Folgen von „Twin Peaks“ lässt sich immerhin schon einmal feststellen, was diese Serie alles nicht ist: Sie ist kein nostalgischer Aufguss einer vergangenen Zeit im Stile von „Gilmore Girls“, kein Kompromiss zwischen künstlerischen Ambitionen und Einschaltquoten oder das selbstverliebte Alterswerk eines über 70-jährigen Regisseurs. Nein, vielmehr ist diese dritte Staffel die konsequente Zusammenführung aus David Lynchs bisherigen Werken, aus seinen Filmen, Lithografien, Musikvideos, Werbefilmen,Read More
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Rückkehr nach Twin Peaks – Vorbereitungen Von Sonja Hartl „Twin Peaks“ hat mein Leben verändert. Es klingt übertrieben dramatisch, aber so ist. Es reichten damals die Bilder eines Vogels, eines Sägewerks und eines Ortschilds, untermalt von melodramatisch-hinreißend-schmerzlichen Klängen, um mich zu interessieren; der Fund einer weiblichen Leiche und die Ahnung eines unheimlichen großen Ganzen, um mich gefangen zu nehmen. Die erste Folge von „Twin Peaks“ stellte alles auf den Kopf, was ich bis dahin gesehen hatte. Da saß ich nun jeden Freitag in vermutlich ein wenig zu jungen Jahren aufRead More
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Posted On April 15, 2017By Susanna MendeIn Crimemag, News, Primärtext

Primärtext: Ken Bruen über seinen Jack Taylor

Ken Bruen Jack Taylor Übersetzt von Susanna Mende In Interviews werde ich dauernd gefragt, woher dieser merkwürdige, angegraute, mürrische Privatdetektiv Taylor kommt. Er ist der schlechteste Detektiv der Welt. Fälle werden nicht wegen, sondern trotz seiner Hilfe gelöst. Er ist trunksüchtig drogensüchtig rüpelhaft unausstehlich und in schlechter Verfassung und doch … Forsters berühmte Worte. Er erledigt seinen Kram … irgendwie, und er sucht verzweifelt Anschluss, auch wenn er es nie zugeben würde. Aber Kontakt herzustellen, das gelingt Jack … normalerweise, wenn er es am wenigsten erwartet. Seine Liebe zu BüchernRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Friedhelm WerremeierIn Crimemag, Film/Fernsehen

56 Zeilen: Friedhelm Werremeier: Tatort!

Tausend und zwei Taxis von Friedhelm Werremeier Ach, du liebe Güte! Christian Granderath, persönlich, Nachnachnachfolger meines großen, geliebten Gönners und Freundes Dieter Meichsner als NDR-Fernsehspielchef, hatte mich einen unverwüstlichen Drehbuchautor genannt! Vorsichtshalber zwar mein Alter, 86. Hinzugefügt, aber als jetzt auch noch Thomas Wörtche fragen ließ, ob ich für sein CulturMag zum Thema Wie wurde ich zum Schreiber des allerersten TATORTS ‚Taxi nach Leipzi‘ absondern, ich meine, verfassen könne, war ich drauf und dran, abzuheben. Ja, aber klar doch! Zehn Seiten oder hundert? Also, zwanzig, dreißig Zeilen täten es auch.Read More
(Bild: AP)

Posted On September 15, 2016By Claudia SchwartzIn Crimemag, Film/Fernsehen

TV-Serien: Heldinnen unserer Zeit

Von «Homeland» bis «Marcella» – Heldinnen unserer Zeit Carrie Mathison, Saga Norén oder «Marcella» kämpfen zwischen Hellsichtigkeit und Paranoia gegen das Böse dieser Welt: Wie ambivalente Frauenfiguren in TV-Serien sich zur Signatur unserer Zeit aufschwingen. Von Claudia Schwartz. Claire Danes als Carrie Mathison in «Homeland» Mit Carrie Mathison hielt Amerikas Angst in unseren Wohnzimmern Einzug. Zwar weiss die CIA-Agentin, die im Dienst der Terrorbekämpfung Nicholas Brodys Haus eigenmächtig mit Überwachungskameras ausrüstet, bald besser als dieser selbst, wo etwa seine Krawatte steckt. Aber ist der Moment, wenn sie den Kriegsheimkehrer später genRead More
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Posted On Juni 15, 2016By Claudia SchwartzIn Crimemag, Film/Fernsehen

Netflix-Serie: Marseille

Die Marseille-Connection – Netflix jetzt auch mit französischer Serie Muss fortan jede politische TV-Serie aussehen wie „House of Cards“? Netflix zeigt mit „Marseille“ gleich selber, wie es auch anders geht. Gérard Depardieu und Benoît Magimel spielen die Hauptrollen. Claudia Schwartz, Redakteurin im Feuilleton der NZZ, hat sich die Serie angesehen. Es ist unschön für eine Filmnation, wenn sie die Revolution des Fernsehens verschläft, während die Amerikaner und die Skandinavier diese mit stilbildenden TV-Serien vorantreiben. Noch schmerzlicher aber wird es, wenn ein amerikanischer Produzent den Europäern im eigenen Land mit einerRead More
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  corruptissima re publica plurimae leges[1] Tacitus, ann. III, 27 Für meinen Bruder Alexander …, der mir diese Serie empfahl, die ich zuerst skeptisch rezipiert, dann zunehmend begeistert verschlungen habe – bis zum Aufschrei: Wieso nur fünf Staffeln? (Dazu ein Herausgeber eines gewissen Internet-Magazins: dies wäre sein Sargnagel, Schlaf gestrichen!) Der Serientitel Person of Interest (ab 2011) könnte auch übersetzt werden mit: eine Person von Relevanz. Der Ausgang bleibt noch offen, da ich mich erst (leider schon) in der 4. Staffel befinde. Darum hier nur ein Zwischenbericht. Ein Essay istRead More
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Im Auftrag Deutschlands an vorderster Front – Natalia Wörner. Sie hat die Lee Strasberg Schauspielschule in New York und den Tsunami im thailändischen Khao Lak überstanden, physisch zumindest, aber tief berührt: Eine junge, schwer verwundete Frau aus Deutschland, 20 Jahre  alt, sagte zu mir: Ich kenn dich doch! Du bist Schauspielerin! Du bist Natalia. Natalia! Die Schauspielerin! – Die Natalia Wörner! Bleibst du bei mir, passt du auf mich auf? – Ich kümmerte mich um sie. Das hat sie oft und gern erzählt in Talkrunden und in „Bild“ und „Welt“,Read More
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Posted On September 6, 2015By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, Film/Fernsehen

Binge Watching: Blutsbande

Insel-Sommer Längst gelten skandinavische Serien als Garant für clever gebautes, spannungsreich tiefgründiges Heimkino. Die im Sommer 2015 auf arte ausgestrahlte, von Kritikern hochgelobte, vom Publikum begeistert aufgenommene Dramaserie „Blutsbande”, bestätigt indes für unsere Autorin Anna Veronica Wutschel eher die alte Weisheit, dass es zu der Regel immer auch Ausnahmen gibt. Sicher, „Blutsbande” fährt mit so ziemlich allem auf, was Erfolg verspricht: der herrlich rauen, wildromantischen Natur der Åland-Inseln, einer kleinen Gästepension voller Retro-Charme sowie Familienbanden, die – ähnlich dem in „Blutsbande” aufgeführten -Stück „Der Kirschgarten” – vielerlei Fragen nach Wertesystemen undRead More