Science Fiction Tag

41AKEZUpt6L._SX316_BO1,204,203,200_
Gigantisch, episch, kosmisch … Von Markus Pohlmeyer Eine wunderbare kleine Novelle, gigantisch groß und episch in den kosmischen Perspektiven. Oder: Eine Meditation über Fressen und Gefressen-Werden? Ein Drama auf jeden Fall! Das ich mit meiner europäischen Perspektive so deute: Eine UNO-Weltraumpatrouille unter der Führung eines chinesischen Kommandanten entdeckt einen Kristall aus dem Epsilon-Eridani-System, der vor der Ankunft des Weltenzerstörers warnt, einer „Weltraumarche“[1] – das sei ein Ring (50 000 km im Durchmesser![2]) mit unvorstellbarer Gravitationskraft, der sich um Planeten lege und deren Ressourcen plündere. So weit die Exposition. Dann dieRead More
Penny Babys
Die Weltenbauerin von Zoë Beck Laurie Penny ist in Deutschland bekannter als in ihrer Heimat Großbritannien oder überhaupt im englischsprachigen Raum. Warum das so ist, kann sie nicht beantworten, sie selbst behauptet immer, es läge sicherlich an der Übersetzung, was natürlich reines Understatement ist, denn wer sie im Original gelesen hat, weiß, wie präzise und klar sie schreibt. Veranstaltungen mit ihr sind meist ausverkauft, sogar die kurzfristig anberaumten Zusatztermine. Besonders bei ihren Veranstaltungen in Berlin fällt auf, dass viele Menschen im Publikum von Laurie Penny Antworten erwarten. Antworten auf ganzRead More
Markus Pohlmeyer treibt sich mal wieder rum – zwischen den Genres, zwischen Philosophie, zwischen Theologie und Populärer Kultur. Sein heutiger Essay geht von Ann Leckies Roman „Die Maschinen“ aus und reicht mühelos vom Imperium Roman bis zu Goethes Iphigenie. Lassen Sie sich vergnüglich bilden …. 1) Kauf mich! Das Cover von Die Maschinen. Ein Roman aus der fernen Zukunft[1] (engl. Ancillary Justice. Sinngemäß: Hilfseinheitengerechtigkeit), von Ann Leckie ziert eine beeindruckende Liste von gewonnenen Auszeichnungen: Arthur C. Clarke Award, Hugo Award, Nebula Award … Fortsetzung der Liste siehe bitte Rückseite, dieRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Leseprobe: Träume Digitaler Schläfer von Anja Kümmel

Träume Digitaler Schläfer Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der Oberfläche. Ashur und Elf leben im Untergrund. In virtuellen Räumen, in U-Bahn-Schächten, in der Kanalisation. Obwohl sie einander nicht kennen, haben sie etwas gemeinsam: Sie träumen. Von vergangenen Zeiten, von sich, von einander, in veränderter Gestalt. Ashur wird Adina wird Ana Luz. Elf wird Emrys wird Evita. Und nichts ist mehr, wie es schien. Verblichen wie das Bild eines körnigen alten Röhrenbildschirms hing der Himmel über demRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Jens DoseIn Bücher, Crimemag

Dan Simmons: Die Hyperion-Gesänge

Auf hohem Niveau erzählt – Dan Simmons‘ Klassiker des Genres bleibt nach wie vor aktuell und hochgradig spannend – auch auf philosophischer Ebene, meint Jens Dose. Beinahe ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Dan Simmons (*1948) – eher als Autor des Horror- und Thriller-Genres bekannt – sich mit den „Hyperion-Gesängen“ einen Platz in den Annalen der jüngeren Science-Fiction-Literatur schuf. Die „Gesänge“ sind ein Sammelband und enthalten die beiden Romane „Hyperion“ (1989) und „Der Sturz von Hyperion“ (1990), die nahtlos aufeinander aufbauen. In der fernen Zukunft verortet, sind in dem BuchRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Elly BoeslIn Bücher, Crimemag

Connie Willis: Die Jahre des Schwarzen Todes

Perlen vor die Säue – Connie Willis hat mit ihrem Zeitreise-Roman „Die Jahre des Schwarzen Todes“ alles richtig gemacht. Und dennoch wird der 2011 in überarbeiteter Neuauflage erschienene Roman nicht gelesen. Zu Unrecht, findet Elly Bösl. Lange Zeit war mir gar nicht bewusst, dass ich jemanden wie Connie Willis wirklich vorstellen müsse. Ich dachte, Sätze wie „,Die Jahre des Schwarzen Todes‘ sind in einer Neuauflage erschienen! Großartig, nicht?“ sollten eigentlich vollkommen ausreichend sein, um meine Sci-Fi-begeisterten Freunde und Bekannte dazu zu veranlassen, in den nächsten Buchladen zu stürmen und sich dasRead More

Posted On Oktober 12, 2013By Elly BoeslIn Bücher, Crimemag

Wolfgang Jeschke: Dschiheads

Taliban in Space – „Dschiheads“ spielt zwar in ferner Zukunft auf einem abgelegenen Planeten, aber so weit weg vom Alltag ist der neueste Roman von Wolfgang Jeschke nicht. Was macht man mit religiösen Fanatikern in Zukunft? Man schickt sie ins Exil auf eine unwirtliche Wüstenwelt. „Paradies“ nennen die eifrigen Gläubigen ihre Welt, und dort haben die hitzköpfigen Dschiheads ihren Gottesstaat errichtet. Jahrzehntelang von allem und jedem ungestört entwickelte dieser sich geradezu prächtig. Doch die Ruhe wird gestört, als zwei Wissenschaftler, Ailif und Maurya, eintreffen. Die Exobiologen haben den Auftrag, herauszufinden,Read More
Unverwechselbar Gibson – Mit der „Neuromancer“-Trilogie hat er die Science Fiction der 1980er Jahre, den Begriff „Cyberspace“ und mit Cyberpunk ein Genre geprägt, das Kulturwissenschaftler in aller Welt immer noch zur Sekundärliteraturproduktion anregt. In einer Essay-Sammlung gibt William Gibson jetzt Einblick in die Ideen hinter seinen Romanen. Von Kerstin Schoof. „Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack“ vereint die unterschiedlichsten Texte des Autors, entstanden zwischen 1989 und 2011 – Artikel für Wired, die New York Times und den Observer, Kunstkritiken, Eröffnungsreden, Vorworte für Romane und Bildbände ebenso wie eine Vorlesung an der UniversityRead More
In ihrer Kolumne „Annes Andere Welten“ stellt uns Anne Schüßler interessante Bücher aus Science Fiction und Fantasy vor. Diesmal schaut sie auf Alternativuniversen und Helden mit gebrochenen Herzen. „Was wäre, wenn…?“ Mit der Frage „Was wäre, wenn…?“ kann man sich bekanntlich stundenlang beschäftigen. Was wäre, wenn Kriege anders ausgegangen wären oder gar nicht erst begonnen hätten? Wenn wichtige historische Figuren einen Unfall gehabt hätten oder gar nicht erst geboren worden wären? Wenn technische Errungenschaften nicht verbreitet oder auf ganz andere Art eingesetzt worden wären? Hannes Stein: Der Komet In „DerRead More