Ryszard Kapuściński Tag

Posted On Mai 1, 2019By Joachim KurzIn Crimemag, CrimeMag Mai 2019

Film: „Another Day of Life“

In den Wirren des Krieges Eine Filmkritik von Joachim Kurz Drei Monate lang war der polnische Reporter und Schriftsteller Ryszard Kapuściński im Jahre 1975 in Angola unterwegs. Es waren die Monate vor der bereits zuvor beschlossenen Unabhängigkeit des Landes, das am 11. November 1975 aus der portugiesischen Kolonialherrschaft entlassen wurde. Der Film beginnt mit der Flucht vieler Portugiesen aus dem Land. Nach dem Ende der Kolonialherrschaft verpacken sie all ihre Habseligkeiten in Kisten, werfen die Schlüssel ihrer aufgegebenen Häuser ins Meer und überlassen das Land dem Chaos. Confusão (dt.: Verwirrung, Durcheinander)– dieses WortRead More
Sozialrealistische Reportage oder aufgehübschter Neofabulismus? ‒ Zu Artur Domosławskis kritischer Biografie des „Jahrhundertreporters“ Ryszard Kapuściński. Von Peter Münder „Unsere Phantasie lechzt nach der kleinsten Sensation, dem geringsten Signal einer Bedrohung, dem schwächsten Pulvergeruch, saugt alles gierig auf, um es dann unverzüglich zu monströsen, überwältigenden Ausmaßen aufzublasen. Ich wußte aber auch, daß alle sozialen Eruptionen, jene Momente, da sonst ruhige, träge Wasser zu brodeln und zu sieden beginnen, Momente des allgemeinen Chaos, heilloser Unordnung, wahnwitziger Verwirrung sind. Bei solchen Gelegenheiten kann man leicht nur wegen des herrschenden Durcheinanders sein Leben verlieren,Read More