Ronja von Rönne Tag

Posted On Juni 1, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Ronja von Rönne: Wir kommen

Röntgenbild einer Generation – von Karsten Herrmann „Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“ – mit diesem funkelnden, ebenso grotesken wie flapsigen und berührenden Absatz beginnt Ronja Rönne ihren Debütroman „Wir kommen“ und zeichnet in den überzeugenden Sätzen und Seiten danach das Porträt einer Milleniumsgeneration zwischen Überfluss, Egomanie und Orientierungslosigkeit. Maja war der Fix- und Angelpunkt in der Kindheit der Ich-Erzählerin Nora, und sie war ein „rotes Tuch in einem Dorf, in dem das Sterben ebenso zuRead More
Es gibt in diesen Tagen im Netz wohl kaum Textchen, über die mehr geredet wird als über die „Welt“-Beiträge der Ronja von Rönne. Einige feiern sie, wir sind genervt von ihrer Masche des kalkuliert-gedankenentkernten Vorsichhinplapperns, inklusive nachgeschobener „Huch,-was-hab-ich-denn-da-geschrieben“-Spin-Offs und den Puppenspielereien der „Welt“-Redaktion. Pseudojournalistische Unfälle, bei denen man einfach nicht wegsehen kann. David Gray besichtigt die Unfallstelle. Kräuterteearoma am Kollwitzplatz Ich hab über den ersten Artikel, den ich von Dir las, gelacht. Echt jetzt. Wirklich. Dann beschlich mich der Verdacht, Du meinst das so, wie es da in der „Welt“Read More