Roman Tag

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Zehn Frauen Von Sonja Hartl Blickt man nur auf den Plot von Charlotte Woods „Der natürliche Lauf der Dinge“, glaubt man sich schnell auf ausgetretenen Krimipfaden: Zehn junge, attraktive Frauen werden in der australischen Halbwüste in einer Baracke gefangen gehalten. Es gibt keine Telefone, keine Computer, keine Nachbarn. Ihnen wurden die Haare geschoren, sie werden wie Tiere aneinander gekettet, in Verschlägen untergebracht und misshandelt. Eine Fluchtmöglichkeit gibt es nicht: sie wissen nicht, wo sie sind, das gesamte Areal ist von einem elektrischen Sicherheitszaun umgeben, dahinter scheint öde Landschaft zu sein.Read More
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Posted On Februar 15, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: China Miéville: Dieser Volkszähler

Wahrnehmungslücken und -verschiebungen Von Sonja Hartl Die Welt in China Miévilles „Dieser Volkszähler“ hat fantastische und postapokalyptische Züge, sie ist gekennzeichnet von einer Dualität, von denen auf dem Berg und denen im Dorf, von den Anderen und den Hiesigen. Es gibt verlassen-verwahrloste Gebäude, Brückenkinder und ein Loch, in dem alles verschwindet. Der Junge, der im Mittelpunkt des schmalen Buchs steht, lebt außerhalb eines kleinen Brückendorfes auf dem Berg. Seine Mutter kümmert sich um den Garten, sein Vater ist ein Schlüsselmacher, den die Leute aufsuchen, wenn sie sich etwas wünschen –Read More
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Posted On Februar 15, 2017By Ulrich BaronIn Bücher, Crimemag

Romane: Castle Freemann und seine Country-Noir-Romane

Wu Wei und die Kunst des Nicht-Handelns Von Ulrich Baron Bei vielen Krimis, vor allem bei solchen im Fernsehen, hat man den Eindruck, dass darin einerseits zu viel und andererseits zu wenig passiert. Es wird zuviel geschossen, es wird zuviel gerast, und es wird zuviel auf eigene Faust ermittelt. Die ganze Welt wird zur Schießscheibe. Und Polizisten wie Polizistinnen, Privatermittlerinnen wie Ermittler scheinen darauf versessen, sich ohne Rückendeckung in fremde Büros, verlassene Lagerhallen und sonstige Löwenhöhlen einzuschleichen, so dass der erst mitfühlende, dann entnervte Leser/Zuschauer nur noch hoffen kann, dassRead More
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Posted On Januar 15, 2017By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Tana French: Gefrorener Schrei

Virtuoses narratives Arrangement Von Joachim Feldmann Antoniette Conway hat einen Blick für die hässlichen Dinge im Leben. Das kommt ihr als Ermittlerin bei der Dubliner Mordkommission gut zu pass. Aber auch Nebensächliches fällt ihr ins Auge. Während der Mittagspause in einem Park, der eigentlich „richtig schön“ aussieht, entdeckt sie nicht nur ein gebrauchtes Kondom, sondern auch einen blauen Plastiksack, der über einem Geländer hängt und aus dem „irgendetwas Beunruhigendes“ herausguckt. Acht Seiten später weiß sie, um was es sich handelt: „eine tote Katze, das Fell glatt an den Schädel gekleistert,Read More
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„Alles wandelt sich. Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.“ Ein Geburtstagsgruß an Petros Markaris zum achtzigsten Geburtstag von Tobias Gohlis – Als wir uns vor vielen Jahren in Hamburg bei einer der seltenen Gelegenheiten kennen lernten, zu denen Petros Markaris die Mainlinie nordwärts überquert, machten wir einen Plan für ein Filmporträt über ihn. Jede Rezension, die ich zur Vorbereitung unseres Gesprächs gelesen hatte, erörterte des langen und breiten die Kleinbürgerlichkeit, den Rassismus und die Spießigkeit seines Kommissars Charitos. Typische Kommissarsfixierung. Aber kaum einmal war die zweite Hauptfigur seinerRead More
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Posted On Dezember 15, 2016By Tobias GohlisIn Bücher, Crimemag

Roman: Ian McEwan: Nussschale

Ein Krimi wie von Mozart? Tobias Gohlis fühlte sich bei der Lektüre von Ian McEwans „Nussschale“ in eine Zeitmaschine gesetzt. Im Bücherschrank meiner Eltern gab es einen dieser auf Reeducation-Papier gedruckten und pappgebundenen schmalen Nachkriegsbände mit dem Titel „Plaudereien an englischen Kaminen“. Ich glaube nicht, dass ich es je gelesen habe, aber in Erinnerung sind mir die Zeichnungen geblieben: Salonszenen mit biedermeierlich oder viktorianisch gekleideten Damen und Herren. Erstere mit Teetassen, letztere Pfeife schmauchend. Bilder, die sich deutlich von den Trümmergrundstücken und schlecht beleuchteten Neubauten unterschieden, zwischen denen ich aufwuchs.Read More
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A Book Review By Kevin Cummings Christopher G. Moore is a master message teller as he crafts his crime tales. Jumpers is #16 in the Calvino series and as a long-time fan I am familiar with the cast of characters: Vincent Calvino, Bangkok P.I. and his cover my back, retired Royal Thai Police General Pratt – not many friends have matching bullet entry wounds for looking after each other. Ratana his loyal secretary, and the cranky and pleasure seeking pal, McPhail. The One Hand Clapping Massage Parlor also makes aRead More
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Posted On November 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Jon Bassoff: Zerrüttung

We want it darker Finstere Bücher in finsteren Zeiten. Oder für finstere Zeiten? Schon okay, denn ausgerechnet Kriminalliteratur ist für Bespaßung eher wenig geeignet. Einen ziemlich extremen Dunkelwert bietet „Zerrüttung“ von Jon Bassoff.  Eine Rezension von Thomas Wörtche. Das Drama fängt mit einer Charles-Williams/Jim-Thompson-artigen Standardsituation: Ein Veteran mit entstelltem Gesicht und Schrottkarre bleibt in einem runtergeranzten Kaff in the middle-of-nowhere hängen. Er beschützt die auch nicht mehr gerade taufrische Dorfschönheit vor ihrem Brutalinski von Ehemann, hüpft mit ihr in die Kiste und soll, solchermaßen umgarnt, den fiesen Gatten aus demRead More
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Posted On November 15, 2016By Susanne SayginIn Bücher, Crimemag

Roman: Tana French: The Trespasser

Grenzüberschreitungen Für Tana-French-Fans, die es nicht mehr aushalten, auf die deutsche Ausgabe (angekündigt für den 29. 12.2016, „Gefrorener Schrei“ soll der Titel sein, nu …) zu warten, hat Susanne Saygin das neue Buch von Tana French schon mal gelesen. Ein grauer, kalter Januarmorgen. Am Ende einer deprimierenden Nachtschicht wollen Detectives Steve Moran und Antoinette Conway bei der Mordkommission Dublin nur noch eines ‑ schnellstmöglich nach Hause und ihre jeweils eigenen Betten. Aber dann meldet ein anonymer Anrufer den Mord an einer jungen Frau, der Leiter der Mordkommission wartet nicht aufRead More
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Posted On November 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht

Fallner returns Es gibt exzellente Kriminalromane, die ticken anders als man sich es gemeinhin vorstellen mag. Franz Doblers neues Buch „Ein Schlag ins Gesicht“ ist so ein Fall. Thomas Wörtche freut sich. Hommagen an die ganz Großen von Jim Thompson bis Elmore Leonard durchziehen Franz Doblers „Ein Schlag ins Gesicht“, seinem zweiten Roman mit dem (mittlerweile) Ex-Cop Robert Fallner, der hier in der Securityfirma seines Bruders anheuert und eine Ex-Schauspielerin (die in Alois-Brummer-artigen Filmen à la „Die Satansmädels von Titting“ in den 1970s Kult war) von einem fiesen Stalker befreienRead More
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Posted On November 15, 2016By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Angelika Felenda: Wintergewitter

Down, out and dead in Munich. München um 1920 war nach Ende des Ersten Weltkriegs zur schwer erträglichen Vorhölle geworden: Die Inflationsraten jagten in schwindelerregende Höhen, während sich radikale politische Gruppierungen immer brutaler bekämpften und die Weimarer Republik aushebeln wollten. In diesem labilen Umfeld läßt Angelika Felenda Kommissär Reitmeyer mit seinem pfiffigen jungen Sidekick Rattler ermitteln, wer einen Mord an zwei jungen Frauen beging. Neben dem historischen Hintergrundpanorama faszinieren in „Wintergewitter“ auch die vielschichtigen Figuren. Von Peter Münder. In extremen Stress-Situationen, wenn er sich an lebensgefährliche Kriegsszenen erinnert und seineRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Omar Shahid Hamid: Der Gefangene

Karachi Terror Obwohl es inzwischen wahrlich eine Binse ist, dass das Groß-Narrativ Crime Fiction eine globale Veranstaltung ist, starren wir hier doch eher immer noch auf die traditionellen Gegenden, auch wenn Lateinamerika, Australien und Afrika zunehmend stimmgewaltig mitspielen. Aber Asien? Gar Pakistan? Hier gilt der Satz, dass das, was wir als „Peripherie“ abzutun gewohnt sind, sich schon längst als zentral erwiesen hat. Omar Shahid Hamids Roman „Der Gefangene“ ist dafür ein gutes Beispiel. Thomas Wörtche hat das Buch gelesen. Erinnern wir uns kurz ans Ende des letzten Jahrzehnts. Da erschienRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Crimemag

Roman: Frank Schulz: Onno Viets und der weiße Hirsch

Das letzte Halali Ein neuer Onno-Viets-Roman lässt das ansonsten nicht genre-affine Feuilleton ausflippen und sich zu ziemlich sinnfreien Superlativen versteigen. Es geht auch ein paar Nummern kleiner, wie Frank Schornecks Besprechung von „Onno Viets und der weiße Hirsch“ zeigt: Als Frank Schulz die Figur des Allround-Versagers und Stehaufmännchens Onno Viets erschuf und ihn 2012 im Roman „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ als frischgebackenen Privatdetektiv gleich ein alptraumhaftes und blutiges Fiasko erleben ließ, lotete der Hamburger Autor bereits die Grenzbereiche von „Krimi“ aus. Sein hochkomisches und literarisches Gespür, insbesondereRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Alexander RothIn Bücher, Crimemag

Roman: Dennis Lehane: Ein letzter Drink

Vom Bordstein bis zur Skyline Von Alexander Roth Dennis Lehane ist einer der Großverdiener des US-amerikanischen Literaturbetriebs. Seine Weltbestseller Mystic River und Shutter Island wurden ebenso prominent wie gewinnbringend verfilmt, und sein Prohibitions-Epos Live by Night wird sich unter Aufsicht von Ben Affleck, der schon Lehanes Gone Baby Gone auf die Leinwand brachte, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in diese Erfolgsserie einreihen. Auch sonst scheint der Autor sich in Hollywood heimisch zu fühlen: The Wire. Boardwalk Empire. The Drop. Der Legende nach verdankt er seinen steilen Aufstieg Bill Clinton höchstpersönlich,Read More
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Posted On Oktober 15, 2016By Michael WuligerIn Bücher, Crimemag

Roman: Daniel Silva: Der englische Spion

Mossad für Dummies Schon David Silvas erster Roman “Double Cross” schrappte haarscharf an einem Plagiatsverdacht vorbei, seit dem lief er unter „eher uninteressant“. Mal wieder Zeit, zu schauen, was mit seinem neuen Werk „Der englische Spion“ los ist – auch nicht viel, wie Mike Wuliger zeigt. Neunzehn Jahre ist es her, dass Lady Di ums Leben kam. Jetzt lässt der amerikanische Autor Daniel Silva in seinem gerade auf Deutsch erschienenen Thriller “Der englische Spion” eine der einstigen britischen Kronprinzessin nachempfundene Figur wieder sterben: diesmal nicht in einem Pariser Autotunnel, sondernRead More
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Posted On Oktober 3, 2016By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Litmag

Roman: Hans Zengeler: Noch ein wenig Zeit

Tod & Glück Den vierten Roman der Josef-Bloch-Reihe von Hans Zengeler hat Anne Kuhlmeyer begeistert gelesen: Ab 50 bist du fast tot, ab 60 ganz tot, ab 70 bist du mausetot – je nach geburtsdatumsbedingter Perspektive. Und wenn nicht tot, dann weg, unsichtbar, weil grau, faltig und krank, inkompetent sowieso, niedlich geradezu. Ist nicht das Alter der Schrecken derer, die Jugendlichkeit als Existenzbeweis vor sich her tragen müssen? Josef Bloch hat sich mutig hineingetraut ins Senium, mit seiner Ira, der Nicht-Ehefrau seit einem Vierteljahrhundert. Doch im vierten Band der RomanreiheRead More
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Posted On September 15, 2016By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Ross Macdonald: Der blaue Hammer

Meisterwerk? – Hier wird beleuchtet und argumentiert! Kenneth Millar, verheiratet mit der großen Margaret Millar, aka Ross Macdonald (1915 – 1983) ist einer der Klassiker der us-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Alf Mayer hat ihn als Vorbereitung zu unserem Klassiker-Check einläßlich eingeordnet. Sein letzter Lew Archer-Roman, „Der blaue Hammer“ von 1976, ist gerne als sein „Meisterwerk“ gefeiert worden. Aber ist das wirklich so? Joachim Feldmann, Alf Mayer, Susanna Mende und Thomas Wörtche haben den Roman noch einmal mit frischem Blick gelesen. Zuletzt im KlassikerCheck gewesen: Eric Ambler mit „Die MaskeRead More
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Posted On September 15, 2016By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Louise Welsh: V5N6 – Tödliches Fieber

Die Apokalypse reitet wieder London im Delirium. Katja Bohnet hat sich dem Virus-Thriller von Louise Welsh ausgesetzt – und hat es überlebt, um uns davon zu berichten. Eine rätselhafte Krankheit rafft die Londoner dahin. Nur wenige überleben eine ansteckende Virusinfektion, die sich mit Überschallgeschwindigkeit verbreitet. Stevie Flint arbeitet als Moderatorin für eine Live-Sendung, in der die kapitalistischen Errungenschaften der modernen Welt unters Volk gebracht werden. Toaster, noch mehr Toaster, Kleidung, Schmuck. Stevie verhökert vor laufenden Kameras alles, was die Chefin ihr auf den Verkaufstisch legt. Eines schönen Feierabends erscheint ihrRead More
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Posted On September 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Christian von Ditfurth: Zwei Sekunden

Pfuscher oder Genies? Unsere irre Welt bietet so viel Stoff für gar nicht mal so abwegige Gedankenexperimente. Christian von Ditfurth hat das erkannt und mit „Zwei Sekunden“ einen schönen Polit-Thriller geschrieben, der mit dem Möglichen jongliert. Thomas Wörtche hat das gut gefallen. Um genau zwei Sekunden verfehlt eine Bombe die gepanzerte Limousine, in der die deutsche Kanzlerin und der russische Präsident auf Staatsbesuch vom Flughafen Tegel in die Berliner Innenstadt fahren. Stattdessen erwischt sie ein Auto, in dem ein unauffälliger „Assistent“ der Kanzlerin und Sicherheitsleute sitzen.  Die Sicherheitsvorkehrungen waren perfekt,Read More
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Posted On September 15, 2016By Thomas WoertcheIn Crimemag

Roman: Erika Krouse: Fight Girl

Unglück und Glück „Fight Girl“ hört sich nach einer Kombination aus Girls-Roman und Action an. (Siehe auch Sonja Hartls Begegnungen mit gleich drei Romanen mit „Girls“ im Titel in dieser Ausgabe.) Aber Erika Krouses Debutroman ist was ganz anderes. Etwas richtig Gutes. Eine Besprechung von Thomas Wörtche. Denver, Colorado. Nina Black schlägt sich als Diebin und Räuberin durchs Leben. Ihre Spezialität: Männer, die vor Macho-Attitüden nur so strotzen,  erst provozieren, sie dann als ausgebildete Martial Arts Kämpferin relativ problemlos zusammenschlagen und ausrauben. Das garantiert ihr zwar eine relativ „autonome“ Existenz,Read More
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Posted On August 15, 2016By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Roman: Kai Hensel: Bist du glücklich?

Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel … Ein paar Seiten dauert es, bis der Roman „Bist du glücklich“ von Kai Hensel Fahrt aufnimmt. Aber dann! Ein bitterböses, saukomisches Buch – findet Anne Kuhlmeyer. Falls Sie „Bist du glücklich“ noch nicht besitzen, laden Sie sofort die App runter, drücken Sie auf Start und – werden Sie glücklich! Das jedenfalls wünscht sich Patrick von möglichst allen Bewohnern dieses Planeten. Nein, kleiner geht es nicht, denn man muss „groß denken“, predigt der junge Berliner Geschäftsmann seiner Freundin Laura, allen, die esRead More
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Posted On Juni 15, 2016By Susanna MendeIn Bücher, Crimemag

Roman: David Ignatius: Ein neuer Feind

Eine Geheimorganisation in Zeiten der Digitalisierung Sozusagen ein Gegenstück zu James Gradys „Die letzten Tage des Condor“ – siehe auch das Interview von Sonja Hartl in dieser CrimeMag-Ausgabe. David Ignatius, langjähriger Insider in den Höfen der Macht, Journalist der „Washington Post“ und Autor kluger, wenn auch systemgläubiger Thriller, hat einen neuen Roman vorgelegt. Susanna Mende bespricht ihn für uns. David Ignatius bleibt auch in seinem achten Spionagethriller „Ein neuer Feind“ seinem Lieblingsthema CIA treu und ist dabei mal wieder ganz nah am Zeitgeschehen. Während im letzten Roman Terrorismusbekämpfung und damitRead More
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Posted On Juni 15, 2016By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Roman: Gioacchino Criaco: Schwarze Seelen

Fiktiv und doch sehr real Von einer untergegangenen, archaischen Welt in den kalabrischen Bergen erzählt der italienische Autor Gioacchino Criaco in seinem Debüt „Schwarze Seelen“. Von Frank Rumpel. Es ist eine geschichtsträchtige, mit Mythen und Traditionen vertraute, aber auch strukturschwache Gegend auf der italienischen Stiefelspitze, die er bestens kennt, weil er von dort stammt. In den abgeschiedenen Dörfern lebten die Leute in den 1960er und 70er Jahren noch von der Ziegenhaltung und mancher verdiente sich etwas dazu, indem er Entführungsopfer der N’drangheta, der kalabrischen Mafia, versteckte, bis Lösegeld bezahlt wurde.Read More
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Posted On Juni 15, 2016By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Roman: Mike Nicol: Power Play

Seeohren vom Kap Seeohren und blutiger Bandenkrieg, das muss man erstmal in einer Geschichte zusammen bekommen. Der südafrikanische Autor Mike Nicol schafft das spielend in seinem aktuellen Roman „Power Play“- und erzählt nebenbei von korrupten Politikern und dubiosen Geheimdienstinteressen. Von Frank Rumpel Seeohren? Das sind große Meeresschnecken, die auch Abalone heißen und als Delikatesse gelten, zumal sie inzwischen selten geworden sind. Ihr Fang wurde von der südafrikanischen Regierung erst reglementiert und schließlich ganz verboten. Aber das Geschäft vor allem Richtung China lief und läuft viel zu gut, so dass ganzRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Alexander RothIn Bücher, Crimemag

Roman: Gerald Kersh: Die Toten schauen zu

There Is a Light That Never Goes Out Ein weiterer Klassiker in dieser CrimeMag-Ausgabe. Alexander Roth hat sich ihm ausgesetzt, möchte das Erlebnis nicht missen. Das Dritte Reich ist in der Literatur längst zu einer Mythen- und Sagenwelt geworden. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Romane, die über die Schrecken der NS-Herrschaft geschrieben wurden, das Ergebnis einer jahrzehntelangen Kultur der Aufarbeitung sind; das Ergebnis eines sich aus einer unendlichen Zahl von Texten und Paratexten speisenden Reflexionsprozesses, der es Autorinnen und Autoren erlaubt, sich mit gebührendem Abstand diesem DämonRead More
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Ein Buch – zwei Perspektiven: Max Annas und Katja Bohnet über Dominique Manottis „Schwarzes Gold“. Beide schreiben sie selbst Kriminalromane. Hier schauen sie sich an, wie Dominique Manotti das macht. Die Macht der sieben Schwestern Von Max Annas Mit einem erzählten Plot wird man Dominique Manotti sowieso nicht gerecht. Marseille, 1973. Einer wird erschossen. Okay. Ermittlungen ergeben, dass er nicht der war, für den man ihn hielt. Gut, so was hatten wir auch schon. Weitere Nachforschungen führen zu einem Komplott, das nicht mit Heroin zu tun hat – Marseille (!),Read More