Peter Kultzen Tag

Von Katja Bohnet „Big fat butt.“ Worüber andere — wiggle, wiggle — schlichte Popsongs schreiben, verfasst Mercedes Rosende normalerweise einen intelligenten Roman. In „Krokodilstränen“ wartete die Autorin aus Uruguay mit einem witzigen, doppelbödigen, der Gewalt nicht abgeneigten ersten Werk in Deutschland auf. Schauplatz Montevideo. Protagonistin: ungewöhnlich, psychologisch attraktiv. Der Nachfolgeroman erscheint jetzt im Unionsverlag unter dem Titel „Falsche Ursula“. Schon der Titel weist darauf hin, dass man der Antiheldin aus „Krokodilstränen“ wieder begegnen wird. Ursula (lat. kleine Bärin) kämpft mit starkem Übergewicht. Ein großer Teil des Romanes zeigt sie schwitzend,Read More
Verurteilt zur Schnarchnasigkeit  Zwei Tugenden haben viele Kriminalromane heute verlernt: spannend zu sein und Gewalt so darzustellen, wie sie ist. Brutal, oft systemisch, vernichtend, manchmal sinnlos und explizit. Ein solches Manko ereilt oft die Besten, also die Romane, die als sprachlich anspruchsvoll gelten. Ein Kritiker konstatierte mal, dass alle Kriminalromane, die er schätzte, nicht wirklich spannend seien. Ein trauriges Verdikt. Was genau spannend ist, darüber lässt sich wie bei Schönheit trefflich streiten. Dennoch ausmachbar der Trend: „gute“ Literatur darf sich Schnarchnasigkeit erlauben. Lange, beschreibende Passagen. Landschaftsschilderungen. Schwerpunkte werden anders gesetzt:Read More