Mickey Spillane Tag

Posted On August 1, 2020By Frank GoehreIn Crimemag, CrimeMag August 2020

Frank Göhre: Das New York Projekt

Leben und Sterben in Brooklyn Sie haben zusammen Ed McBain und seine Romane vom 87. Polizeirevier porträtiert („Cops in the City„, CulturBooks 2015) und damit viel Spaß gehabt, ihr zweites gemeinsames Buch dann Elmore Leonard, dem „King of Cool„, gewidmet (CulturBooks 2019). Buch Nummer Drei ist im Werden, aber dauert – nicht nur wegen Corona – noch ein ganzes Weilchen. Im Vorhaben ist es keineswegs kleiner als die Mammut-Porträts von McBain & Dutch, denn Frank Göhre und Alf Mayer haben sich für ihr nächstes Buchprojekt die Stadt New York alsRead More
Trumps Mann für’s Grobe Werner Fuld 2020 über Mickey Spillane Der Tag ist trübe, es regnet, und in New York City gedeiht das Verbrechen. Jack Williams ist in seinem Schlafzimmer erschossen worden – mit einer abgefeilten Neun-Millimeter-Patrone in den Unterleib: „Die Kugel war glatt in den Körper eingedrungen, aber wo sie ihn wieder verlassen hatte, klaffte ein faustgroßes Loch.“ Jack war der beste Freund von Mike Hammer gewesen, ein Kriegskamerad, der zwei Jahre lang mit ihm in den stinkenden Schlammlöchern des japanischen Dschungels gelegen hatte. Mike betritt den Raum undRead More
1 Buch, 3 Kritiker – 1947 erschienen, galt und gilt „Ich, der Richter“, so der deutsche Titel, als „Skandalbuch“, hauptsächlich weil der Held Mike Hammer am Ende der bösen, blonden, schönen und intellektuellen Mörderin seines Freundes mit dem Kommentar „Es war leicht“ („It was easy,“ I said) eine 45er Kugel in den Unterleib schießt. Aber ist eine Stelle genug, um daraus ein verfemtes, gehasstes und also hochgradig provozierendes Buch zu konstruieren? Rotbuch hatte es 1996 noch einmal versucht, den Roman als Opfer der Zensur darzustellen – ohne großen Erfolg. SeitdemRead More
Bar jeder Vernunft: Die frühen 50er – Den Verhältnissen einen hinter die Binde kippen. Alkohol im Kriminalroman. Der Sittengeschichte IV. Teil von Alf Mayer. Die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg beförderte ein schizophrenes Männlichkeitsbild: Ein Mann musste robust genug sein, sein Land zu verteidigen und einen Krieg zu bestehen, gleichzeitig sollte er brav und zufrieden in seiner Firma oder der Bürokratie arbeiten, sein Zuhause lieben und ein guter Konsument sein. All dies in einer veränderten Welt, im aufdämmernden Horror des Atomzeitalters, in der Paranoia des Kalten Krieges und all denRead More