Michael Chabon Tag

Ein verlässlicher, stets im Sommer wiederkehrender Topos in beinah allen Magazinen ist die Urlaubslektüre. Zu erfahren bzw. zu verbreiten, wer was wann wo gelesen hat und weiterempfiehlt (oder davor warnt), wird offenbar nie langweilig – und auch wir schließen uns fröhlich an. Von Christina Mohr. Glorreiche Tage In den vergangenen heißen, sonnigen Wochen hat mich besonders Dana Spiottas Roman „Glorreiche Tage“ erfreut. Man darf Thurston Moores backflap endorsement „Purer Rock’n’Roll“ allerdings nur bedingt vertrauen, weil Spiotta zwar auch über Rock’n’Roll schreibt, vor allem aber gegen das Vergessen anschreibt. Hauptfigur vonRead More

Posted On April 23, 2014By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Michael Chabon: Telegraph Avenue

Vollgasprosa und Jazz-Hommage –Mit „Telegraph Avenue“ legt Michael Chabon einen fulminanten Roman über einen kultigen Plattenladen und die Möglichkeit einer echten Freundschaft zwischen schwarz und weiß zu Beginn dieses Jahrtausends vor. Zugleich ist der Roman eine monumentale Huldigung an den Jazz, Soul und Funk, an die schwarze Seele der Musik in all ihren Schattierungen. Von Karsten Herrmann Die titelgebende „Telegraph Avenue“ liegt an der Grenze zwischen Berkeley und Oakland, also zwischen dem kalifornischen Hippie-Campus schlechthin und der schwarzen Arbeiterstadt. Hier betreiben der schwarze Archy Stallings, ehemaliger Elektriker und Golfkrieg-Veteran, undRead More