Mercedes Rosende Tag

Bücher kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction – Unsere Rubrik „non fiction, kurz“ fällt diesmal aus. Hier Joachim Feldmann (JF), Ulrich Noller (UN), und Thomas Wörtche (TW) über: Thomas Christos: 1965 –Der erste Fall für Thomas Engel Ute Cohen: Poor Dogs Peter Henning: Die Tote von San Andreu Cai Jun: Rachegeist Michael Koryta: Die mir den Tod wünschen Dirk Kurbjuweit: Haarmann Mercedes Rosende: Falsche Ursula Wallace Stroby: Zum Greifen nah Jan Costin Wagner: Sommer bei Nacht __________________________________________________________________ Spannend & putzig (JF) Einen Schnellkursus in deutscher Nachkriegsgeschichte offeriert der unter dem Pseudonym ThomasRead More
Von Katja Bohnet „Big fat butt.“ Worüber andere — wiggle, wiggle — schlichte Popsongs schreiben, verfasst Mercedes Rosende normalerweise einen intelligenten Roman. In „Krokodilstränen“ wartete die Autorin aus Uruguay mit einem witzigen, doppelbödigen, der Gewalt nicht abgeneigten ersten Werk in Deutschland auf. Schauplatz Montevideo. Protagonistin: ungewöhnlich, psychologisch attraktiv. Der Nachfolgeroman erscheint jetzt im Unionsverlag unter dem Titel „Falsche Ursula“. Schon der Titel weist darauf hin, dass man der Antiheldin aus „Krokodilstränen“ wieder begegnen wird. Ursula (lat. kleine Bärin) kämpft mit starkem Übergewicht. Ein großer Teil des Romanes zeigt sie schwitzend,Read More
LiBeraturpreis 2019 für Mercedes Rosende: „Krokodilstränen“ – Die Laudatio Estimada Mercedes Rosende, sehr geehrte Damen und Herren, für Fans der einfachen Weltbilder, könnte man versucht sein zu sagen: Für „Krokodilstränen“ hat Mercedes Rosende ausgerechnet den feministisch inspirierten LiBeratur-Preis gewonnen, weil in diesem Kriminalroman alle männlichen Hauptfiguren unfassliche Trottel sind. Und die weiblichen Hauptfiguren schlau und ausgekocht.  Das stimmt sogar. Aber ganz bestimmt hat Meredes Rosende den LiBeratur-Preis deswegen nicht bekommen. Sie hat ihn bekommen, weil „Krokodilstränen“ ein raffiniert gemachter Roman ist. Ein beinahe klassisch anmutender Kriminalroman sogar, aber eben nurRead More
Verurteilt zur Schnarchnasigkeit  Zwei Tugenden haben viele Kriminalromane heute verlernt: spannend zu sein und Gewalt so darzustellen, wie sie ist. Brutal, oft systemisch, vernichtend, manchmal sinnlos und explizit. Ein solches Manko ereilt oft die Besten, also die Romane, die als sprachlich anspruchsvoll gelten. Ein Kritiker konstatierte mal, dass alle Kriminalromane, die er schätzte, nicht wirklich spannend seien. Ein trauriges Verdikt. Was genau spannend ist, darüber lässt sich wie bei Schönheit trefflich streiten. Dennoch ausmachbar der Trend: „gute“ Literatur darf sich Schnarchnasigkeit erlauben. Lange, beschreibende Passagen. Landschaftsschilderungen. Schwerpunkte werden anders gesetzt:Read More

Posted On August 15, 2018By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag August 2018

Bloody Chops August 2018

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Tobias Gohlis (TG), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum.) und Thomas Wörtche (TW) über … Alice Bolin: Dead Girls Alberto Breccia: Lovecraft Andrew Brown: Teuflische Saat Gianrico Carofiglio: Kalter Sommer Raymond Chandler: The Annotated Big Sleep Dan Chaon: Der Wille zum Bösen Lee Child: Im Visier Lee Child: Jack Reachers Gesetz. Lektionen fürs Überleben Bill Clinton/James Patterons The President is missing Lucie Flebbe: Jenseits von Wut Urs Freinsheimer: Option auf den Tod Daniel Kramer. Bob Dylan: Ein Jahr undRead More