Markus Pohlmeyer Tag

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Posted On Dezember 24, 2016By Die RedaktionIn Jahreshighlights

CulturMag-Jahreshighlights 2016, Teil 6 (0-R)

Willkommen zum sechsten Teil unseres großen Jahresrückblicks – mit Guillermo O’Joyce, Roland Oßwald, Markus Pohlmeyer, Michael Robotham, Robert Rosenwald , Alexander Roth und Frank Rumpel. Das Jahr 2016, wie unsere Autorinnen und Autoren es sahen und erlebten. Das ist auch ziemlich politisch, Meinung und Haltung sind gefragt. Guillermo O’Joyce A letter to Fintan O’Toole of the Irish Times and to CrimeMag Thank you for your fluid and far-reaching perspective on King Donald T. the XIV.  But His Majesty would never have gotten into a position of running for Power if heRead More
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Weihnachten: antik und globalisiert[1] Markus Pohlmeyer über die Geschichte von Weihnachten und die Entwicklung vom antiken Sonnenkult zum globalen Fest. Prolog Zur Wortgeschichte: „Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert der Name Weihnachten eingebürgert. Er geht auf einen vorchristlichen Brauch zurück, die zwölf Nächte um die Jahreswende vom 24. Dezember bis zum 6. Januar als ‚geweihte‘ beziehungsweise heilige Nächte (mittelhochdeutsch wihen nahten), das heißt als Losnächte um Wintersonnenwende und Jahreswechsel, in besonderer Weise zu begehen. In der Bezeichnung der geweihten, heiligen Nacht lässt sich aber auch eine christlicheRead More
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Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Wir sind beim Lesen bisweilen auch wie Spaziergänger: manchmal das Ziel vor Augen, lassen wir uns hin und wieder von den kleinen Schätzen am Wegesrand oder auch von Kuriositäten und Details ablenken. In Fontanes Wanderungen ließ mich eine kleine Beschreibung innehalten, auch wegen eines seltsam-interessanten Vergleichs, und zwar als der Wanderer/Erzähler das Wustrauer Luch beschreibt. Etwas wie der Spreewald, doch irgendwie trostloser: „Einsamkeit ist der Charakter des Luchs.“[1] Und dann kommt es zu einer unheimlichen Begegnung: „Von Zeit zur Zeit sperrt ein Dorfkahn den WegRead More
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Posted On Juni 15, 2016By Die RedaktionIn Crimemag, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe Juni 2016

Herzlich willkommen zu unserer letzten CrimeMag-Ausgabe vor der Sommerpause. Am 15. August sind wir dann wieder mit prallem Fangnetz zurück. Hier aber erstmal Ihr aktueller Proviant, quer durch Fauna und Flora des Krimigenres. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock fragt sich „Warum lacht Trump?“, Markus Pohlmeyer erklärt uns, wie Echnaton und Thomas Mann Gott (er)fanden und was das mit Fundamentalismus zu tun hat. Sonja Hartl hat James Grady interviewt, der mit seinem „Die letzten Tages des Condor“ einen der politisch wie literarisch besten Thriller der letzten Jahre vorlegt. Susanna Mende hat sichRead More
Illustration von Charles R. Knight
Einsam in den mesozoischen Sonnenuntergang Der einsame Held kommt aus der Wüste, betritt den Saloon, sieht eine schöne Lady, wird ihr Beschützer, besiegt seine Feinde … und zieht wieder einsam in den Sonnenuntergang … frei und herrenlos. Und lässt ein gebrochenes Herz zurück. 1. Am Anfang schuf Gott die Dinosaurier Mein erstes Dinosaurier-Buch schrieb/malte ich 1978, ein DIN-A4-Heft wurde dafür umfunktioniert. Weitere DIN-A4-Hefte sollten folgen. Ich war gerade 9 Jahre alt – in kosmischen Maßstäben ca. 13, 5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, aber noch vor dem Internet. Ein HeftchenRead More
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Posted On Mai 17, 2016By Die RedaktionIn Allgemein, Crimemag, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe Mai 2016

Herzlich willkommen zu einer dicken CrimeMag-Ausgabe. Vermutlich werden Sie uns die nächsten Wochen mehrmals besuchen müssen, so umfangreich ist, was wir Ihnen in unserer Mai-Ausgabe auftischen. Da wären alleine in unserem Klassiker-Check fünf Blickwinkel auf Eric Amblers Jahrhundertroman „Die Maske des Dimitrios“, der vor 80 Jahren erschienen ist, aber Zoë Beck, Lena Blaudez, Nele Hoffmann, Alf Mayer und Thomas Wörtche – und möglicherweise ja auch Ihnen – noch immer viel zu sagen hat. Aus dem Jahr 1943 stammt Gerald Kershs „Die Toten schauen zu“, Alexander Roth begründet, warum die deutscheRead More
HEIMAT-KINO
Kunst, eine deutsche Tragödie. Gedanken zu Edgar Reitzʾ Meisternarrativ „Heimat“. Von Markus Pohlmeyer Aus der einzigartigen Serie „Heimat“ von Edgar Reitz möchte ich einige Aspekte zum Thema Kunst herausgreifen.[1] Heimat 1 umfasst die Enden des Ersten und Zweiten Weltkrieges, angesiedelt in einem Hunsrücker Utopia namens „Schabbach“. Heimat 2, in der Großstadt München, entwirft auf dem Hintergrund der Nachkriegszeit eine Künstlerbiographie – anhand des Werdeganges des Komponisten Herman Simon. Dieser beginnt experimentell, avantgardistisch, alle Klänge scheinen irgendwann tatsächlich technisch übersetzbar, machbar zu sein. Musik wird Technik. Am Ende überlebt nur derRead More
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Posted On April 1, 2016By Markus PohlmeyerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: Markus Pohlmeyer über Wilhelm Schapp

Kein Außerhalb von Geschichten -Ein Essay zur Hermeneutik von Wilhelm Schapp. Von Markus Pohlmeyer Prolog Die Rezeption von Wilhelm Schapps Büchern verlief nicht einfach, unter anderem auch weil er jenseits einer universitären Institution philosophierte. Hermann Lübbe erinnert sich an die Antwort Schapps „von anspruchsvoller Bescheidenheit“, warum er „den Beruf des Juristen“ ergriffen habe: „Die Philosophie, in der er sich einigermaßen sicher bewegen zu können glaube, hätte doch ihrem Umfang nach niemals für eine dreißigjährige Dozententätigkeit ausreichen können.“[1] Geschichtenhermeneutik als Anthropologie Was ist ein Essay? Ein Versuch, im denkerischen Experimentieren zuRead More
Donald Duck_Gefährliche Galaxien
Die Reise des Helden und Donald Duck – Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Star Wars VII wäre ohne die Optik und Han Solo verloren gewesen, fast nur eine ängstliche Kopie von Episode IV nach dem Desaster von I – III. Star Wars ist die Geschichte eines Milliarden-Geschäftes und des Eingangs von sog. Hochkultur in die sog. Popkultur und davon, was für ein großartiges Kunstwerk daraus hätte werden können. Vielleicht wurde daraus auch ein Milliarden-Geschäft, weil eben die sog. Hochkultur in die sog. Popkultur integriert und übersetzt wurde. Walt Disney LustigesRead More
Allen_Paris
Film. Fiktion. Philosophie Woody Allen und Philosophie. Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Kunst und Literatur, das ist gut vorzustellen. Aber Philosophie und Film?, also Philosophie im Film – und nicht eine Philosophie des Films –, während doch das genuine Forum der Philosophie: der athenische Marktplatz, der Hörsaal, der Seminarraum, das Symposion und vor allem das Buch vertrauter scheinen. Vittorio Hösle diagnostiziert, dass philosophische „Themen in Allens Filmen auf zwei unterschiedlichen Niveaus wichtig“ seien: „[…E]inerseits gibt es ständige Anspielungen auf philosophische Probleme in seinen Wortspielen und Witzen […]; andererseits konzentrieren sichRead More
Asterix – Der Papyrus des Caesar
„Asterix – Der Papyrus des Caesar“: (M)Ein Kommentar — Für Boris Grimm, meinen Mentor, einen Lateinlehrer aus Leidenschaft! Cäsar Wann begegnete mir zum ersten Mal Caesar? Der Caesar! Es war keineswegs im Lateinunterricht, bei der obligatorischen, vollkommen unzutreffend als einfach charakterisierten Anfangslektüre seines Gallischen Krieges (Bellum Gallicum), nein, es war bei: Asterix! Unbeugsame Gallier machen es dem großen Rom und seinem fast unbesiegbaren Diktator schwer – mit Zaubertrank, Witz, Humor und Ironie. Manchmal hilft sogar das Trio um Asterix, Obelix und Idefix dem Feind Caesar, verschafft ihm beispielsweise den SiegRead More
Ein Besuch am Set von Büttenwarder. Prolog: Als ich 2007 nach Flensburg kam, kannte ich „Neues aus Büttenwarder“ nicht. 2015 wurde ich im April zu den neuen Dreharbeiten eingeladen, saß im Sonnenschein vor dem Dorfkrug, aß zusammen mit dem Filmteam und sprach mit verschiedenen Schauspielern. Wie selbstverständlich, wie unkompliziert, und mit großer Gastlichkeit empfangen! Und sofort verwickelte mich ‚Killerkralle‘-Kuno (im echten Leben spielt er Sven Walser) in eine Diskussion über die postmodernen, popkulturellen Perspektiven bzw. Implikationen und dystopisch-dekonstruktivistischen Dimensionen von Science Fiction im Kontext des Büttenwarder-Kosmos. Peter Heinrich Brix, gespieltRead More
Markus Pohlmeyer treibt sich mal wieder rum – zwischen den Genres, zwischen Philosophie, zwischen Theologie und Populärer Kultur. Sein heutiger Essay geht von Ann Leckies Roman „Die Maschinen“ aus und reicht mühelos vom Imperium Roman bis zu Goethes Iphigenie. Lassen Sie sich vergnüglich bilden …. 1) Kauf mich! Das Cover von Die Maschinen. Ein Roman aus der fernen Zukunft[1] (engl. Ancillary Justice. Sinngemäß: Hilfseinheitengerechtigkeit), von Ann Leckie ziert eine beeindruckende Liste von gewonnenen Auszeichnungen: Arthur C. Clarke Award, Hugo Award, Nebula Award … Fortsetzung der Liste siehe bitte Rückseite, dieRead More
„Der missversteht die Himmlischen …“ Kriminalliteratur hat immer mit den „letzten Dingen“ zu tun. Mit Gewalt, Verbrechen, Tod und Elend. Wie kann Gott so etwas zulassen? Oder: Wo steckt inmitten all des Chaos und der Kontigenz hinieden der Sinn des Lebens? Überall in der populären Kultur? Markus Pohlmeyer zur Theodizee. Popkulturelle Spuren Eine humorvolle, popkulturelle Annäherung an die Theodizee-Problematik könnte so lauten: „Ich glaube, dass Donald Duck ein Träumer ist, ein Poet – und deshalb ein Pechvogel.“[1] Donald ist ein Alltagsarchetyp, eine Ente, pardon, ein Mensch wie du und ich,Read More
Apokalypsen der Moderne am Ende der Welt oder: „Neues aus Büttenwarder“– Lokale Beispiele mit globalem Modellcharakter. Essay und Satire, von Markus Pohlmeyer. I Mentalitätsgeographisches Es war einmal eine Gemeinschaft, gelegen im fernen Norden Deutschland, regiert von einem korrupten und intriganten Bürgermeister (Mitglied einer nicht näher genannten Volkspartei) – durchaus mit einem Hang zum Nepotismus; die Untertanen, pardon: die demokratisch mündigen Bürger, sind meistens verarmte Bauern; darunter ein Stallknecht und ein Gastwirt. Kuno, der Knecht, bewegt sich auf dem Bildungsniveau eines Grundschülers, und Shorty, der Wirt, ist ein mehrfaches Scheidungsopfer. BildungRead More
Dinos, Star Wars Rebels und die Berliner Mauer – Ein Essay von Markus Pohlmeyer. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, blättern einen Comic durch und können auch problemlos folgende Namen identifizieren: Anatotitan oder Micropachycephalosaurus hongtuyanensis? Bei Spinosaurus oder Triceratops dürfte Ihnen das vielleicht schon wesentlich leichter fallen.[1] Es handelt sich um Namen, die im Micky Maus. Spezial: 25 Jahre Mauerfall in unterschiedlichen Kontexten vorkommen. Dieser Comic hat thematische Schwerpunkte wie Dinosaurier, Star Wars und die jüngere deutsche Geschichte. Und das in einer durchaus informativen Präsentation! So wird beispielsweise auf die VerwandtschaftRead More