Joseph von Eichendorff Tag

Posted On August 5, 2019By Markus PohlmeyerIn Litmag, NATUR Special, Specials

Ein Eichendorff-Gedicht

Mondnacht– oder die Sehnsucht meiner Seele Markus Pohlmeyer über das Gedicht von Joseph von Eichendorff „Mondnacht Es war, als hätt’ der HimmelDie Erde still geküßt,Daß sie im Blüten-SchimmerVon ihm nun träumen müßt’. Die Luft ging durch die Felder,Die Ähren wogten sacht,Es rauschten leis die Wälder,So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannteWeit ihre Flügel aus,Flog durch die stillen Lande,Als flöge sie nach Haus.“[1] Eichendorffs Gedichte sind nicht harmlos, und schon gar nicht irgendein romantischer Naturkitsch.[2]„Eine Natur, deren Phänomene wie Hohlräume durch die subjektive Phantasie des Lesers gefüllt werden können, scheint das exoterische Werk EichendorffsRead More
Der Gattenmörder von Joseph von Eichendorff Vater und Kind gestorben ruhen im Grabe tief, die Mutter hat erworben seitdem ein andrer Lieb. Da droben auf dem Schlosse da schallt das Hochzeitsfest, da lacht’s und wiehern die Rosse, durchs Grün ziehn bunte Gäst’. Die Braut schaut ins Gefilde noch einmal vom Altan, es sah so ernst und milde sie da der Abend an. Rings waren schon verdunkelt die Täler und der Rhein, in ihrem Brautschmuck funkelt nur noch der Abendschein. Sie hörte Glocken gehen im weiten tiefen Tal, er bracht derRead More