Joe Paul Kroll Tag

Fragen eines arbeitenden Lesers – Von Joe Paul Kroll Die Feuilletondebatte der Saison umkreist die Frage nach der (privilegierten) sozialen Herkunft jüngerer deutscher Autoren und der damit zusammenhängenden unterstellten Langweiligkeit und Gleichförmigkeit ihrer Hervorbringungen. In den Debattenbeiträgen konnte man immer wieder mehr oder weniger offen vorgetragene Verwerfungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lesen, nicht selten zugunsten ihres anglo-amerikanischen Pendants. So auch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema, die ich unlängst verfolgte. In der Diskussion wurde jedoch auch die These laut, es mangele durchaus nicht an guter Literatur in deutscher Sprache, sondern vor allemRead More

Posted On April 3, 2013By Joe Paul KrollIn Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: Joe Paul Kroll auf Spurensuche

Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen: Der Kaufhausbrand als politisches Symbol – Am 2. April 1968 legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll. „Spezifica des Warenhauses: die Kunden fühlen sich als Masse; sie werden mit dem Warenlager konfrontiert; sie übersehen alle Stockwerke mit einem Blick; sie zahlen feste Preise; sie können ‚umtauschen‘.“[1] I. Das Kaufhaus ist ein zentraler, symbolträchtiger OrtRead More