James Joyce Tag

fuckbird

Posted On August 1, 2017By Marlen HobrackIn Litmag, News, SEXMAG, Specials

Marlen Hobrack: Du hast eine Nachricht, Fuckbird!

Du hast eine Nachricht, Fuckbird! Er schreibt und schreibt. Im Messenger tanzen drei Punkte. Sie zeigen an, dass der Gesprächspartner gerade tippt. Noch bevor die Nachricht auf dem Display erscheint, ist da die Vorfreude. Ich warte ungeduldig, muss mich am Riemen reißen. Er ist gerade dabei, mir eine Fantasie zu schildern. Die tanzenden Pünktchen sind wie ein Cliffhanger in unserer ganz eigenen erotischen Erzählung. Weil er mich nicht berühren kann, weil er viel zu weit weg ist, 986 Meilen um genau zu sein, kann er nur beschreiben, was er mitRead More
Self_Leberknödel

Posted On November 4, 2015By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Will Self: Leberknödel

Joyces Heiligsprechung in Zürich — „Roman“ steht auf dem neuen Buch von Will Self – dabei handelt es sich bei dem auch im englischen Original „Leberknödel“ betitelten Text eher um eine Novelle. Ursprünglich wurde er veröffentlicht in einem Band mit vier Prosatexten, die sich dem größten unserer inneren Organe widmen, der Leber. Dass der deutsche Verlag diese inhaltliche Klammer aufgebrochen und sich dazu entschieden hat, „Leberknödel“, den mit Abstand längsten Text des Bandes, einzeln zu veröffentlichen, ist schade – nicht zuletzt wird dem deutschsprachigen Leser so unter anderem eine StoryRead More

Posted On Februar 4, 2015By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

James Joyce: Finn’s Hotel

Zwischen „Ulysses“ und „Finnegans’s Wake“: Die umstrittenen „Finn‘s Hotel“-Epiclets von James Joyce – Selten gab es so brisante Kontroversen unter Joyce-Experten wie die immer noch anhaltende Debatte über „ Finn‘s Hotel“: Sind diese aus dem Nachlass stammenden zehn Epiclets (kurze Eposlein), geschrieben zwischen dem 1922 beendeten „Ulysses“ und dem 1939 veröffentlichten „Finnegan‘s Wake“ als Vorstudien zum „Wake“ zu betrachten? Oder sollten daraus Kurzgeschichten im Stil der „Dubliners“ werden? Von Peter Münder „Es brach regelrecht die Hölle los“, schreibt der engagierte Herausgeber Danis Rose in seinem Vorwort zu „Finn‘s Hotel“, umRead More
James Joyce reloaded – Der (fast) komplette „Ulysses“ in einer Bühnenversion, dazu eine neue amerikanische Joyce-Biografie und eine große Ulysses-Ausgabe mit umfangreichem Apparat: 90 Jahre nach der Veröffentlichung des „Ulysses“ ist James Joyce wieder voll im Fokus der Kritiker und Literaturwissenschaftler. Das merkt man bei einem Dublin-Besuch natürlich auch. Von Peter Münder. Um die Bronzestatue an der O´Connell Street, die den Ulysses-Verfasser mit Spazierstock und Hut zeigt, gruppieren sich einige Touristen, aber auch viele Dubliner zum gegenseitigen Ablichten; kleine im Straßenpflaster eingelassene Tafeln auf dem Lästrygonen-Weg des achten Kapitels markierenRead More
Neues aus dem Minutiösitätenkabinett – Bruno Arich-Gerz über Ralf Friedrichs‘ „The Lesson Today“ und das zeitdeckende Erzählen über besondere Tage. „Es ist 19:41 Uhr deutscher Zeit, als Freddie Mercury sich an ein bereitstehendes Klavier setzt und ein, zwei Töne anspielt, ein wenig am Verstärker einstellt und dann die ersten erkennbaren Laute erklingen lässt. Das Publikum in Wembley jubelt, hinter mir raunt man nur ‚Bohemian Rhapsody‘ … ‘Mama, life had just begun, but now I’ve gone and thrown it all away’. Das folgende ‚Mamaaaa, uhuhuhuhuuuu‘ wird nicht nur von den ZuschauernRead More
Nightpiece by James Joyce Gaunt in gloom, The pale stars their torches, Enshrouded, wave. Ghostfires from heaven’s far verges faint illume, Arches on soaring arches, Night’s sindark nave. Seraphim, The lost hosts awaken To service till In moonless gloom each lapses muted, dim, Raised when she has and shaken Her thurible. And long and loud, To night’s nave upsoaring, A starknell tolls As the bleak incense surges, cloud on cloud, Voidward from the adoring Waste of souls. (1915)Read More