Highsmith Tag

Über Highsmiths vorletzten Roman „Elsies Lebenslust“ Bei Patricia Highsmith sind es überwiegend die Männer, die handeln und wahrnehmen, während die Frauen wahrgenommen und oftmals zu Objekten des Hasses werden. Die (Ex-)Ehefrauen in „Der Stümper“, „Tiefe Wasser“ und „Der Schrei der Eule“ sind kalte, grausame Karikaturen ohne Innenleben; die gutherzigen Freundinnen in „Der süße Wahn“ und „Der Schrei der Eule“ eher passive, naive Figuren. Und in „Elsies Lebenslust“ wird die Titelfigur gleich für zwei Männer zu einer Obsession. Schon im ersten Kapitel wird Elsies Anziehungskraft deutlich. Der Roman beginnt mit einerRead More
Über „Das Zittern des Fälschers“ „Das Zittern des Fälschers“ von Patricia Highsmith wird oft in eine Reihe mit „Venedig kann sehr kalt sein“ und „Der Geschichtenerzähler“ gestellt. Sie sind nacheinander von 1965 bis 1969 erschienen, spielen alle nicht in den USA und auch inhaltlich gibt es Parallelen: Howard Ingham ist wie die Hauptfigur des „Geschichtenerzählers“ ein Schriftsteller und könnte einen Mord begangen haben. Zu Beginn des „Zittern des Fälschers“ hat Ingham die Arbeit an seinem Roman unterbrochen, um für ein Drehbuch in Tunesien zu recherchieren. Nach einigen Tagen in TunisRead More

Posted On Dezember 1, 2020By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag Februar 2020

Hartl on Highsmith (4)

Stalking oder Liebe?  Über Patricia Highsmiths „Süßer Wahn“ und „Der Schrei der Eule“ David Kelsey führt nach außen hin ein unauffälliges Leben in Froudsburg. Unter der Woche wohnt er in der Pension von Mrs. McCartney, am Wochenende – so lässt er alle glauben – fährt er zu seiner Mutter, die in einem Pflegeheim wohnt. Stattdessen aber verbringt er diese Zeit alleine in einem Haus, das er auf anderen Namen angemietet hat. „In diesem seinem Haus stellte er sich gern vor, er wäre William Neumeister – ein Mann, der alles besaß, was erRead More