Helmut Käutner Tag

käutner in jenen tagen
On Dangerous Ground (14). Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „„In jenen Tagen“ von Helmut Käutner Es ist einfach, zu sagen: Das würde man heute so nicht mehr machen. Die Rahmenhandlung von „In jenen Tagen“ wirkt steif und für die Bühnenkante ausgedacht. Der Karl und der Willy demontieren in einem Hinterhof ein Automobil. Eingeführt in einem Schwenk von beinah 360 Grad landet die Kamera auf den beiden jungen Männern, die den alten Opel Kadett ausschlachten. Der Schwenk zeigt Trümmer, ein versehrtes Hamburg und versehrte Menschen, der Einbeinige doppelt dieRead More
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„HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN?“ Einige Männerbilder und ihre Darstellungsstile im west-deutschen Nachkriegsfilm – Von Dominik Graf. 1 Kollektives Trauma 1996 plante ich gemeinsam mit dem Filmkritiker Michael Althen einen kurzen Dokumentarfilm über meinen Vater, den Schauspieler Robert Graf. Ich schrieb mir vor den Interviews mit den BRD-Film-und Theater-Persönlichkeiten, die uns wichtig für das Erinnern schienen, meine dringendsten Fragen an sie auf. (Und schrieb mir auch in Klammern gleich die möglichst erwünschtesten Antworten dazu.) Eins der zentralen Rätsel für mich war: „Haben die Älteren untereinander und mit ihren Kindern überRead More
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Film, Verbrechen und andere Mittel Max Annas über „Nachts auf den Straßen“ von Rudolf Jugert. „Wir waren zusammen im Osten,“ sagt der Bruder von Inge, der gar nicht deren Bruder ist, zum Fernfahrer, der sich schon wundern wird über das innige Verhältnis der Geschwister zueinander. Das „Wir“, auf das er sich bezieht, sind er und sein Kollege, der Sohn der Wohnungsinhaberin, bei der er mit Inge lebt – Singlehaushalte waren damals noch nicht erfunden. Jetzt sind sie beide „in der Vergnügungsindustrie tätig“ wie er weiter sagt. Zusammen schimpfen sie überRead More
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Das Brot der frühen Jahre Zur Retrospektive „Geliebt und verdrängt. Das Kino der jungen Bundesrepublik von 1949 bis 1963“. Von Alf Mayer. Eine umfangreiche Retrospektive, ein erkenntnisfreudiger Blick auf liebgewordene Vorurteile und dazu ein idealtypisches Filmbuch – Alf Mayer ist beeindruckt. Hier seine Besprechung. Das nenne ich Retrospektive: Rund 80 Filme – Spiel-, Dokumentar, Kurz- und Animationsfilme – aus der unmittelbaren Nachkriegszeit Westdeutschlands auf einem Schweizer Festival, nämlich jetzt gerade in Locarno (3. bis 13. August 2016), die allermeisten von ihnen seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen, danach auf internationalerRead More