Heinrich Böll Tag

Der Geruch des Rheines. Eine Sammlung aus Texten, replizierten Originaldokumenten und Bildzeugnissen über das komplizierte Verhältnis von Heinrich Böll zu Köln animiert dazu, die Ansichten eines Literaturnobelpreisträgers mal wieder aus dem Bücherregal zu ziehen. Vor allem die Domstädter selbst könnten sich verwundert die Augen reiben. Von Bruno Arich-Gerz Bei „Böll und Köln“, mutmaßte Werner Koch 1979 in einem Gespräch mit dem Literaturnobelpreisträger, das sich wiederabgedruckt in dem soeben erschienenen Text- und Bildband „Köln gibt‘s schon, aber es ist ein Traum“ findet, liegen die Dinge anders als bei „Grass und Danzig“Read More
Fragen eines arbeitenden Lesers – Von Joe Paul Kroll Die Feuilletondebatte der Saison umkreist die Frage nach der (privilegierten) sozialen Herkunft jüngerer deutscher Autoren und der damit zusammenhängenden unterstellten Langweiligkeit und Gleichförmigkeit ihrer Hervorbringungen. In den Debattenbeiträgen konnte man immer wieder mehr oder weniger offen vorgetragene Verwerfungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lesen, nicht selten zugunsten ihres anglo-amerikanischen Pendants. So auch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema, die ich unlängst verfolgte. In der Diskussion wurde jedoch auch die These laut, es mangele durchaus nicht an guter Literatur in deutscher Sprache, sondern vor allemRead More