Giorgio Scerbanenco Tag

Scharfkantig Thomas Wörtches Nachwort zu „Der lombardische Kurier“ von Giorgio Scerbanenco „Der lombardische Kurier“ ist ein bemerkenswert grausames Buch. Dieser Eindruck ist heute noch so richtig wie zu seiner Veröffentlichungszeit 1968, auch wenn wir inzwischen viel expliziter geschilderte und vor allem viel kumuliertere Scheußlichkeiten gewöhnt sind. Allerdings erweist sich diese Gewöhnung angesichts der konsequenten, impliziten und inhärenten Grausamkeit von Giorgio Scerbanencos drittem Duca-Lamberti-Roman als erstaunlich brüchig. Im Grunde sind es zwei Grausamkeiten, die in einem merkwürdig eisigen Spiegelverhältnis zueinanderstehen. Da ist einmal, ganz evident, das Massaker, das die elf adoleszentenRead More

Posted On November 15, 2018By Tobias GohlisIn Crimemag, CrimeMag November 2018

Tobias Gohlis entdeckt Giorgio Scerbanenco

Giorgio Scerbanenco – meine Krimi-Entdeckung des Jahres Von Tobias Gohlis Meine Krimi-Entdeckung des Jahres ist der 1969 verstorbene Giorgio Scerbanenco.
 Ich hatte um die Jahrtausendwende schon einige seiner Romane gelesen, konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, als mich Ludwig Paulmichl, einer der beiden Verleger des Folio-Verlags, im Frühjahr bat, ein Nachwort in seiner Neu-Edition der Duca-Lamberti-Romane zu verfassen. Zu den Autoren, die ihre Zeit der Rezeption haben, gehört Giorgio Scerbanenco. Vor knapp 20 Jahren war ich noch nicht reif, seinen spröden, multiperspektivischen, bis zur Bitterkeit selbstironischen Stil adäquat genießen zu können.Read More

Posted On August 15, 2018By Tobias GohlisIn Crimemag, CrimeMag August 2018

Tobias Gohlis über Giorgio Scerbanenco

Mit dem Skalpell Er ist einer der großen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. Seine vier Romane mit dem illusionslosen Ermittler Duca Lamberti werden nun bei Folio wieder aufgelegt, jeder Band mit einem Nachwort ausgestattet. Wir präsentieren Ihnen hier das aus „Die Verratenen“, weil es – über das Buch hinaus – dessen Lektüre hiermit nicht erlassen wird – ein aktualitätstüchtiges Porträt von Giorgio Scerbanenco zeichnet. Von Tobias Gohlis Giorgio Scerbanenco. Vergessen? Bevor ich die vier Romane um Duca Lamberti wieder und neu las, löste der Name des vor fast fünfzig Jahren verstorbenen Autors Assoziationen bei mirRead More