Friedrich Glauser Tag

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Schwärzer kann der Tann nicht sein Den Wald hat der Noir kaum je betreten. Da ist Niemandsland für seine Figuren. Umso interessanter, wenn das jetzt – 2018 – endlich jemand tut. Und zwar einer, der mit den Bildern des Noir wieder und wieder Zwiesprache gehalten, sie studiert, zerlegt, übermalt, dekonstruiert hat. Ikonen des 20. Jahrhundert in kühnen Diptychen und Triptychen neu montiert, den Flügelaltären des Mittelalters nachempfunden. Klein- und großformatig. Bigger than life. „Die Spur des Falken“ heißt eines seiner zweiteiligen Gemälde von 1995. Jetzt im Alter von 69 legtRead More
(c) Deutscher Volkstanzverband Texas Tanzfest 1996, David and Allyson Sweeney, instructors

Posted On Februar 15, 2016By Thomas WoertcheIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Vortrag: Europäische Kriminalliteratur

Krimi, Kriminalliteratur, regional, europäisch … Thomas Wörtche hielt diesen Vortrag an der Evangelischen Akademie Villigst und stellte ihn uns zur Verfügung. Europäische Kriminalliteratur – was soll das sein, kann es die geben? Unter welchen Voraussetzungen? Und wer versteht darunter eigentlich was? Diesen und vielen weiteren Fragen geht er hier nach.  Sehr geehrte Damen und Herren, Europa auf dem Stier ist ein sehr schöner Aufmacher. Er zeigt, kriminalliterarisch gesehen, in eine originelle Richtung: Vermutlich eine eher einvernehmliche Entführung mit anschließend vermutlich einvernehmlich menschlich-göttlicher Beiwohnung – das ist als Quellmetapher für unser heutigesRead More

Posted On Februar 12, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Fliegen 1 bild /100 worte Worauf wir gleich an Glausers „Chinesen“ denken mussten, wegen der Hexen, deren Unwesen sich durch surrende Fliegenschwärme ankündigte… unser Fluggetier dagegen ist die Art von fliehendem Gedanken, der etwa mit der Frage auftaucht, wie viel Wissen um das Vorhandensein einer Individualperspektive – das Ich als gläserner, verschatteter, unkennbarer Solist – in unserm Blick auf die Welt über die Jahre noch mitschwingt, oder ob sich eben dieses Ich-Bewusstsein irgendwann auf strahlenförmigen Achsen im Universalgeschehen verflüchtigt, das Ei im All aufgelöst; und ja, auch dies: Zwei atomareRead More
75. Todestag von Friedrich Glauser Friedrich Glauser starb in den ersten Stunden des 8. Dezembers 1938 in Nervi bei Genua. Seine Urne wurde auf dem Friedhof Manegg in Zürich, Abteilung B, Nummer 74 beigesetzt, in der Nähe des Eingangs Thujastraße. Es ist sein 75. Todestag. Ein Text von Frank Göhre. Heute werde ich sterben, ich weiß dies gewiss. Ich kann nicht mehr. Ich bin schwach. Tagelange Depressionen. Lautlose Tropfen fallen in meinem Kopf. Vater, Reue, Braut, Genuss. Assoziationen, kindlich durchaus. Ich weiß. Mein Vater war ein Gentleman, sehr weiß dieRead More
Marrakesch war ein Paradies der paradis artificiels – folgen Sie Frank Göhre im zweiten Teil (zu Teil 1) seiner Zitatmontage/Reportage auf den Spuren von Jean Genet, William S. Burroughs, Friedrich Glauser und anderen … Das von uns gemietete Riad Johenna hat einen Empfangsraum mit Kochzeile, drei Schlafzimmer auf zwei Ebenen und eine Dachterrasse. Auf der Dachterrasse serviert morgens um 9 Uhr eine stundenweise angestellte Marokkanerin das Frühstück. Den von uns zusätzlich gekauften Käse fasst sie nicht an. Ist er „unrein“? Elias Canetti begleitet uns durch die Souks: „Alle Gelasse und LädenRead More

Posted On April 24, 2013By Frank GoehreIn Kolumnen und Themen, Litmag

Frank Göhre: Marrakesch (Teil 1)

Hotel Marrakesch Eine Zeitreise. Von Frank Göhre Es ist durchgehend geöffnet. In den frühen Morgenstunden haben allerdings nur die Orangensaftverkäufer zu tun. Ein großes Glas Saft kostet 4 Dirham, etwa 40 Cent. Danach kann man auf der Terrasse des Café de France Platz nehmen und Kaffee und Croissant ordern, le petit-dejeuner, auf dem „Logenplatz an Afrikas berühmtester Straßenbühne“. Der Blick auf den Djemma el Fna am Morgen. Hubert Fichte korrigiert sich: „Djemma el Fna heißt gar nicht Der Platz der Gehenkten. Djemma heißt Die Moschee, Die Versammlung. Also vielleicht DerRead More

Posted On April 14, 2012By Frank GoehreIn Bücher, Crimemag

Frank Göhre über Dada und Krimi

Die Geburt der Kriminalliteratur aus dem Geiste des Dadaismus ist ein ständiger Subtext von CrimeMag. Hier ein neues Mosaik-Steinchen einer faszinierenden Verbindung – von Frank Göhre. Verzahnt und verheert sind alle alten Böcke Friedrich Glauser im Dada-Zürich Er ist jung, noch nicht volljährig. Er hat ein schmales Gesicht, dunkles, glattes Haar und unter den dichten Augenbrauen blicken die großen Augen ein wenig melancholisch. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Dreiteiler und darauf abgestimmter Krawatte. Seiner ersten Zimmerwirtin in der Bolleystraße 7 stellt er sich als Frédéric Glauser vor, nach ZürichRead More
Es rumpelt – Neben Walter Serner war auch Friedrich Glauser an der Geburt des Kriminalromans aus dem Geiste des Dadaismus beteiligt. Jetzt gibt es ein neues Glauser-Biopic, also einen neuen Film über sein Leben. Glauser-Spezialist Frank Göhre ist extra nach Zürich gereist, aber o weh … Es ist Lunch Time in Zürich. Es gibt „Kino zum z´ Mittag“, Lunch Kino am Bellevue, 12.15 Uhr. Im Saal gehen die Lichter aus, und auf der Leinwand ist es Nacht. Der Film beginnt mit dem Blick aus einem Zimmer ins mondbeschienene Außen. „MünsingenRead More