Frank Schulz Tag

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Väter und Mütter  – und was man mit ihnen verliert Verlust oder auch die Angst davor sind das Triebmittel fast aller Bücher, besieht man es sich näher. Frank Schorneck bespricht für uns zwei davon: „Töchter“ von Lucy Fricke und  „Anmut und Feigheit“ von Frank Schulz. I. Im Namen der Väter Eine nicht mehr ganz so junge Frau streift durch Rom, ihr eigentliches Ziel ist ein kleines Städtchen in den Bergen, ganz genau: ein Grab in diesem Ort. Seit zehn Jahren hat sich Betty vorgenommen, dieses Grab zu besuchen, da wird es aufRead More
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Posted On Oktober 15, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Crimemag

Roman: Frank Schulz: Onno Viets und der weiße Hirsch

Das letzte Halali Ein neuer Onno-Viets-Roman lässt das ansonsten nicht genre-affine Feuilleton ausflippen und sich zu ziemlich sinnfreien Superlativen versteigen. Es geht auch ein paar Nummern kleiner, wie Frank Schornecks Besprechung von „Onno Viets und der weiße Hirsch“ zeigt: Als Frank Schulz die Figur des Allround-Versagers und Stehaufmännchens Onno Viets erschuf und ihn 2012 im Roman „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ als frischgebackenen Privatdetektiv gleich ein alptraumhaftes und blutiges Fiasko erleben ließ, lotete der Hamburger Autor bereits die Grenzbereiche von „Krimi“ aus. Sein hochkomisches und literarisches Gespür, insbesondereRead More
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Wenn die Komik Tränen trägt Bereits im Februar ist der zweite von Frank Schulz‘ Onno-Viets-Romanen erschienen, die Fortsetzung der Geschichte über den hinreißend gutmütigen, willigen, aber für das Arbeitsleben völlig untalentierten Tollpatsch Onno, der nun auf die Sechzig zugeht. In „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ hatten ihn die Umstände zum Privatdetektiv und Spielball einer komplett übergeschnappten Gesellschaft mit finalem Geiseldrama gemacht. Die onnoseits davongetragene posttraumatische Belastungsstörung ist die Brücke zum zweiten Teil, „das Schiff der baumelnden Seelen“. Von Michael Höfler Auf dem titelgebenden Kreuzfahrtschiff („elf Stockwerke hoch aufragendRead More

Posted On Juni 30, 2012By Kerstin CarlstedtIn Crimemag, Porträts / Interviews

Im Video-Gespräch: Frank Schulz

Berufswelt Privatdetektiv, grotesk gestaltet – Zwar nicht über den Dächern von Nizza, aber immerhin über den Dächern von Hamburg-Hoheluft trafen wir den Krimiautor Frank Schulz im siebten Stock seiner Arbeitswohnung. Wer kann es ihm verdenken, dass er sich bei dem herrlichen Blick auf den Fernsehturm, die Grindel-Hochhäuser und den ehemaligen Wasserturm im Schanzenpark mehr inspiriert fühlt als in seinem eigentlichen Zuhause, wo ihn die vierköpfige Familie, die über ihm wohnt, mit „Trittschall“ mürbe macht? Im Korridor hängt eine ausgestopfte Ente an der Wand, ein Geschenk von Schriftsteller-Kollegin Karen Duve. DasRead More

Posted On Februar 2, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Frank Schulz: Mehr Liebe

Schulz hat den Blues – Mit der Hagener Trilogie hat der 1957 bei Stade geborene Hamburger Autor Frank Schulz ein Meisterwerk der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur geschaffen. Wie kaum ein anderer vermag er gesprochene Sprache in all ihren regionalen und emotionalen Nuancen in Lettern zu gießen, tiefgründigen Witz mit menschlicher Tragik zu verknüpfen und hunderte von Seiten ohne Längen zu füllen. Von Frank Schorneck Als die 1991 mit „Kolks blonde Bräute“ begonnene Trilogie 2006 mit „Das Ouzo-Orakel“ ihr Ende fand, stellte sich die Frage, wie Schulz an dieses furiose Großwerk anschließenRead More