Erich Kästner Tag

schlinge

Posted On Februar 15, 2018By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Februar 2018, Krimigedicht

Krimigedicht

Die Ballade vom Nachahmungstrieb Erich Kästner Es ist schon wahr: nichts wirkt so rasch wie Gift! Der Mensch, und sei er noch so minderjährig, ist, was die Laster dieser Welt betrifft, früh bei der Hand und unerhört gelehrig. Im Februar, ich weiß nicht am wievielten, geschah’s auf irgendeines Jungen Drängen, daß Kinder, die im Hinterhofe spielten, beschlossen, Naumanns Fritzchen aufzuhängen. Sie kannten aus der Zeitung die Geschichten, in denen Mord vorkommt und Polizei. Und sie beschlossen, Naumann hinzurichten, weil er, so sagten sie, ein Räuber sei. Sie steckten seinen KopfRead More

Posted On Dezember 4, 2013By Lena BlaudezIn Bücher, Litmag

Erich Kästner: Der Gang vor die Hunde

Warnung vor dem Abgrund – Sätze, die gute Chancen hätten, gestrichen zu werden – legte man sie heute unter unbekanntem Namen einem Lektor vor: Das warme Wasser war kalt. Ihr Gesicht sah aus, als hätte sie krumme Beine. Ich habe kein pekuniäres Organ. Der Straßenlärm trommelte wie ein Regenguß an die Scheiben. Der Scheitel reichte ihm bis ins Rückgrat. Nun bin ich hier und lebe vom Bauch in den Mund. Diese Sätze hier aber haben überlebt. Es sind jetzt sogar – endlich – noch andere, die vor über 80 JahrenRead More