Ed McBain Tag

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Posted On Juni 15, 2017By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Ken Bruen: Brant

„McBain passt immer“ Joachim Feldmann, ein Kenner der Polizeiromane von Ed McBain, über Ken Bruens Zitier- und Referenzfeude in Sachen McBain. Hartnäckig hält sich der Glaube an die zivilisierende Wirkung der Literatur. Dass die Welt ein besserer Ort wäre, hätte der Schriftsteller Robert Walser 100.000 Leser, soll einst dessen Kollege Hermann Hesse behauptet haben. Ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis schreibt der Radiokünstler Andreas Ammer dem Werk des bald 85-jährigen (und zugegeben großartigen) Dichters Ror Wolf zu: Ein Schritt heraus aus dem irdischen Jammertal sei schon garantiert, läsen nur 1.000 Leute mehrRead More
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Posted On Dezember 2, 2016By Rolf BarkowskiIn Musikmag

Rolf Barkowski: Novemberblues in Hamburg

Crime und Musik – zwei Abende Die Freunde laden ein. Ein langes Wochenende in Hamburg. Crime und Musik stehen auf dem Programm. Los geht es am Freitagabend beim Krimifestival auf Kampnagel. Jazz & Crime: Frank Göhre, Hannes Hellmann und Alf Mayer lesen aus Cops in the City und führen uns direkt in Ed McBains 87. Polizeirevier. Auch wenn Hannes Hellmann nicht singt – seine Stimme passt einfach perfekt zu den Ed McBain-Texten. Und wie das Buggy-Braune-Trio das Gelesene in Musik verwandelt – besser geht es wirklich nicht. Diese drei Lesestimmen undRead More
Der stumme Zeuge von Edney Silvestre
Ende der Unschuld Ein crime-Plot, 50 Jahre später neu variiert Ein Krimi-Plot Ed McBains von 1959, mehr als 50 Jahre später von einem brasilianischen Autor wieder aufgenommen, dazwischen von einem japanischen Filmregisseur zu einem Meisterwerk geadelt, zeigt eindrucksvoll die Spannbreite, Wandlungsfähigkeit und Modernität des Genres, findet Alf Mayer angesichts der Lektüre von Edney Silvestres „Der stumme Zeuge“. Im Jahr 1959 hatte der große Ed McBain einen Plot entwickelt, der einen Protagonisten der Wirtschaftswunderzeit, den Schuhfabrikanten Thomas King (sic!), mit einer moralischen Entscheidung konfrontierte: nämlich die eigene Geldverdien-Karriere zu ruinieren oderRead More
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Die Welt in einer Nussschale. Alf Mayer über Kurosawas große Verfilmung von Ed McBains „Kings Lösegeld“. Die eigene Geldverdien-Karriere ruinieren oder seine Menschlichkeit? Vor diese moralische Wahl und vor die Frage, ob alle Leben gleich viel wert sind, stellt Kurosawas Verfilmung von Ed McBains moralischem hardboiled-Kriminalroman „Kings Lösegeld“ (King’s Ransom, 1959) seine Hauptfigur, einen Schuhfabrikanten. Statt seines eigenen wird versehentlich „nur“ der Sohn seines Chauffeurs entführt, die Entführer aber beharren auf dem gleichen Lösegeld. In der richtigen Hand – der von Akira Kurosawa – taugt dies zum Stoff einer griechischenRead More
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Posted On Februar 15, 2016By Redaktion CMIn Crimemag, News

Bloody Chops: Februar 2016

Bloody Chops: Februar 2016 Heute am Hackklotz: Katja Bohnet (kb), Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Peter Münder (PM) und Frank Rumpel (rum). Unter ihrem Beil: Wilfried Kaute (Hg.) („Wenn es Nacht wird“), Paul Duncan („Das James Bond Archiv“), Uta-Maria Heim („Heimstadt muss sterben“), Max Bronski („Mad Dog Boogie“), Ray Banks („Saturday‘s Child“), S. Freytag: („Goodbye Ruby Tuesday“), Daniel Woodrell („Tomatenrot“), Anja Conzett („Lohndumping“), Samuel Fuller („Brainquake“), Robert B. Parker („Spenser und das gestohlene Manuskript“), Ed McBain („Cut Me In“), Iceberg Slim („Shetani’s Sister“), Ross Thomas („Porkchoppers“), Gregor Weber („Stadt derRead More
Karin Slaughter Cop Town

Posted On Dezember 5, 2015By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Roman: Karin Slaughter: Cop Town

Polizeiroman, weiblich von Alf Mayer. Atlanta, November 1974. Morgendämmerung über der Peachtree Street. Der Cop Jimmy Lawson schleppt seinen Partner Don Wesley wie einen Sack Mehl aus der Gefahrenzone. Der Mann über seiner Schulter ist tot, Jimmys Gehirn aber weigert sich, das zu akzeptieren. Die Szene spult vor- und rückwärts. Sie waren überfallen worden. Eine billige Pistole, an jeder Getto-Ecke für fünfundzwanzig Mäuse zu haben. Soviel war das Leben seines Partners also wert. Jimmy hatte alles aus direkter Nähe mitbekommen. „Er wusste, wie eine Waffe funktionierte. Der Schlitten der 25erRead More
Schöne Frauen, schön gezeichnet – Die Kunst des Robert E. McGinnis – Robert E. McGinnis hat die Bildsprache der Populären Kultur des 20. Jahrhunderts mit seinen Covern und Illustrationen entschieden mitgeprägt. In den nächsten Tagen wird er 89 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von Alf Mayer. Ed McBain, Richard Stark, John D. Macdonald. A.A. Gardner Fair, Carter Brown und manch anderen bin ich seiner Cover wegen zuerst begegnet. Es waren starke Titelmotive, nicht alle Bücher hielten, was der Titel versprach. Ullstein etwa hatte die bessere Hand als Heyne mit Bruno Fischer oderRead More
Die Würde behalten – in der Gosse – Etliche Zeit bevor der trunksüchtige Detektiv zum Klischee wurde und Alkoholismus zu einem jener zahlreichen Gebrechen, mit deren mindestens einem ein fiktionaler Held heutzutage zwingend aufwarten muss, erfand einer der Großmeister der Kriminalliteratur einen Helden, der in der Gosse lebte. Allerdings hielt er ihn nur für acht Kurzgeschichten und einen einzigen Roman am Leben; es brauchte dann an die 20 Jahre, bis Lawrence Block, ebenfalls ein New Yorker mit Leib und Seele, in einer Art Staffelübergabe diesen Faden aufnahm und mit MatthewRead More