Dietmar Dath Tag

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Der scheindefekte Wahrheitsautomat oder Was hat Recherche mit Romankunst zu tun? Von Dietmar Dath Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, 1927 nach siebenjährigem Schauprozess wegen Mordes hingerichtet, sind die wohl bekanntesten Justizopfer der US-Geschichte. Bereits ein halbes Jahr später veröffentlichte Upton Sinclair damals dazu – in elf aufeinander folgenden Monatsinstallationen – seinen großen zeithistorischen Reportageroman „Boston“. Wert legte er dabei auf die Feststellung: „This book is not fiction, but an effort at history.“ Anlässlich der verdienstvollen Neuübersetzung von Viola Siegemund unternimmt Dietmar Dath die Würdigung einer Romankunst, die im besten und vornehmsten Sinne der Wahrheitsfindung dient. «Wir habenRead More
Bloody Chops 3

Posted On Oktober 15, 2016By Die RedaktionIn Crimemag

Bloody Chops: Oktober 2016

Bloody Chops im Oktober 2016 Gehackt, angerichtet und serviert von Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Alexander Roth(AR), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Über: Friedrich Ani, Ellen Blumenstein, Max Bronski, Dietmar Dath, Todd Goldberg, Veit Heinichen, Andrew Michael Hurley Max Landorff, Jack London, Gunther Reinhardt, Alexa Rudolph, Oliver Jens Schmitt, Yrsa Sigurðardóttir, Peter Temple, Daniel Tyradellis, Carl-Johan Vallgren, Matthias Wagner K, Matthias Wittekindt, Slavoj Žižek. Pflichtlektüre (AM) Seit 2008 ist Peter Temple verstummt, seit „Truth“ in Australien erschien und vielfach ausgezeichnet wurde (2011 bei uns als „Wahrheit“ und Platz 1. Deutscher Krimi Preis). Immer wiederRead More
Drive-In von Joe R Lansdale
Abgebissene Zeigefinger Dietmar Dath über die Zeigefinger der Moral und was ihnen – mit Recht – beim Lesen von Joe R. Lansdales „Drive-In“-Trilogie geschieht. Ein kleines Lehrstück über die wahren Tiefen der weithin eher gering geschätzen „Trivialliteratur“. Bücher wie die drei Romane der „Drive-In“-Trilogie von Joe R. Lansdale werden oft unterschätzt. Was so unterhaltsam ist, denkt die geläufige Meinung, kann nicht wichtig sein, nicht bedeutsam. Fast Food ist das, denkt man, weil’s schmeckt. Wichtig ist angeblich anderes – wichtig sind die Nachrichten im Netz und in den anderen Medien, alsRead More

Posted On Mai 21, 2014By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Dietmar Dath: Feldeváye. Roman der Letzten Künste

Das Zurückholen der Geschichte –Von Elfriede Müller Die Beziehungen zwischen Utopie, Anti-Utopie, Dystopie und Science Fiction gehen weit zurück. Je nach politischer Haltung oder Weltanschauung dient das Genre der Science Fiction dazu, Kulturpessimismus auszuagieren, Utopien zu beschreiben und Gesellschaftskritik zu formulieren. Vor allem die moderne Science Fiction ab H. G. Wells verliert sich gerne in technischen Spielereien und deren Auswirkungen auf das soziale Leben. Die Literatur der Science Fiction ist vom Begehren nach technologischem und sozialem Fortschritt wie auch der Angst davor durchdrungen. Die literarische Beschreibung einer fiktionalen Welt, dieRead More

Posted On April 23, 2014By Tina ManskeIn Comic, Litmag

Dietmar Dath/Oliver Scheibler: Mensch wie Gras wie

Geld, Gefühle und der ganze Scheiß – Menschen in Produktionsabhängigkeiten, Menschen in wissenschaftlichen Berufen, Menschen zwischen den Geschlechtern: Sie alle bevölkern schon lange und sehr fruchtbar die Romane und Erzählungen von Dietmar Dath. Nun hat sich Dath zum ersten Mal an einen Comic gewagt und dafür die Kooperation mit dem Zeichner Oliver Scheibler gesucht, für den er das Skript schrieb. Und auch „Mensch wie Gras wie“ knüpft deutlich an Daths beliebte Themen an. Von Tina Manske Erzählt wird die Geschichte der Wissenschaftlerin Elin, die für ihren Brötchengeber Farczády an einerRead More

Posted On September 13, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Richard Calder: Tote Mädchen

„Puppen“, Vampirsex und eine heiße Schreibstube in Thailand – Es schadet nicht, dass Dietmar Dath in diesen Roman einführt, in einem Vorwort, das ihm als Herausgeber der „Newgothic“-Reihe bei Suhrkamp (wo Richard Calders „Tote Mädchen“ erschienen ist) ohnehin zusteht. Vorwörter sind zwar zum Überspringen da, außer Kurt Vonnegut hat sie geschrieben, in welchem Fall sie heimlich-integraler Bestandteil der Romane sind, die Vonnegut selbst, vom allerersten Satz bis zum ENDE am Textende, als Autor verantwortet hat. Kennt einer noch Kurt Vonnegut? Tot, tot, alle sind sie tot, nur Calder lebt, imRead More

Posted On November 3, 2008By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten

Rettung durch Musik – Teleportation, Gedankenübertragung, Überwindung des Todes: In der Welt dieses Romans ist wenig vergleichbar mit der heute bekannten Welt, und doch kommen uns die Probleme der Protagonisten zeitweise sehr bekannt vor. Kein Wunder – er handelt ja auch von uns. Von Tina Manske  Gut, dass dieses Buch NICHT den deutschen Buchpreis gewonnen hat, auf dessen Shortlist es stand. Es ist nämlich anzunehmen, dass man die Menschen, die es tatsächlich bis zu Ende gelesen haben, an einer Hand abzählen kann. Übrigens wahrscheinlich auch diejenigen, die es in ZukunftRead More