DDR Tag

Posted On September 1, 2019By Marcus MuenteferingIn Crimemag, CrimeMag September 2019

Marcus Müntefering & Max Annas

„Schritt auf ein recht unbetretenes Terrain“ Ein Arbeitsgespräch mit Max Annas – von Marcus Müntefering Mit „Morduntersuchungskommission“ hat Max Annas gerade den Auftakt einer Reihe über Polizeiarbeit in der DDR der mittleren Achtzigerjahre veröffentlicht. Die ersten Kritiken sind größtenteils sehr positiv, auch ich habe mich bei Spiegel Online sehr lobend zu diesem Roman geäußert. Hier ein Auszug aus meiner Rezension:  „Morduntersuchungskommission“ ist ein unaufgeregter, sich nicht empörender Roman, der gerade durch seine Zurückhaltung den Leser dazu zwingt, seine eigene Haltung zu den Geschehnissen zu suchen. Und ohne sie jemals wortwörtlich zuRead More
«Nazis? Hier?»«Nazis.» «Es gibt keine.» Ein Textauszug aus dem neuen Roman von Max Annas Am 23. Juli erscheint der neue Roman von Max Annas – CrimeMag-Lesern nicht nur bekannt durch seine Bücher „Die Farm“, „Die Mauer“, „Illegal“ und „Finsterwalde“ sondern auch mit seiner Kolumne „On Dangerous Ground: Film, Verbrechen und andere Mittel„.  In Absprache mit dem Autor und mit freundlicher Genehmigung des Verlags präsentieren wir Ihnen hier exklusiv drei Kapitel aus „Morduntersuchungskommission“. Kapitel 57  «Du bist ja total betrunken.» Birgit machte die Tür auf und sah Otto mit dem SchlüsselRead More

Posted On Mai 1, 2019By Peter MuenderIn Crimemag, CrimeMag Mai 2019

Stefan Appelius „Die Spionin“

Olga und ihr CIA-Spionageclan Wenn Top-Agenten aus der DDR die große Sause im Schlaraffenland genießen wollten – Von Peter Münder. Bei einem Geheimprozeß in Frankfurt/Oder wurde 1960 die Raue-Gruppe wegen Spionage für die CIA zu langen Haftstrafen verurteilt: Es war ein Familien-Clan um Heinz, Gerd und Olga Raue (geb. Karalus), der im Kalten Krieg in der DDR und in Moskau für die CIA arbeitete – leichtsinnig und dilettantisch, aber bis zur Verhaftung auch erfolgreich: Olga hatte in der Umgebung von Moskau ein Areal zum Raketenbau und für die Produktion einer WasserstoffbombeRead More
In der Verlustzone Namibische Perspektiven auf die DDR und die Volksrepublik Polen – von Bruno Arich-Gerz Der DDR und der Volksrepublik Polen trauern heute nur noch verschrobene Ostalgiker, Kommunismus-Apologeten und ehemalige Parteifunktionäre der SED oder der PZPR (der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei) nach. Als Verlust begreift außer ihnen niemand mehr das Ende der beiden von der Sowjetunion am Gängelband gehaltenen Staaten. Könnte man meinen. Und damit irren, denn dem gängigen Narrativ zweier in den 1980er Jahren zunehmend in die Defensive gedrängten, von Oppositionsbewegungen angefochtenen und angesichts einer defizitären Versorgungslage mit LegitimationsproblemenRead More
Der Ost-Blick „Die gefrorene Charlotte“ ist 1993 erschienen und wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Wenn Literatur wesentlich, politisch und zeitlos sein soll, dann ist es dieser Roman auf unterhaltsame und berührende Weise, findet Anne Kuhlmeyer. Hinterher kann jeder, hinterher wissen alle alles besser, die Schlauen, die Historiker und die Nichtdabeigewesenen. Aber mittendrin muss man die Geschichte ohne Sicherheitsnetz leben. Im Normalfall läuft das ganz gut, es sein denn, es kommt einem eine Revolution in die Quere. 1989. Berlin. Tantchen, ihre Geliebte Hedda, ihr Down-behinderter Sohn Horsti und Cora OstRead More

Posted On September 24, 2014By Wolfram SchuetteIn Kolumnen und Themen, Litmag

Wolfram Schüttes Petits riens

Petits riens (VII) –Wolfram Schütte mit Beobachtungen zu der feudalistische Struktur der DDR-Gesellschaft, dem dänischen Filmregisseur Carl Theodor Dreyer, G.K. Chestertons eben erstmals auf Deutsch erschienenen Essays „Euthanasie und andere Übel“ und illegalen Zusatzabschöpfungen in der bürgerlichen Gastronomie. Glück gehabt. – Klassentreffen von Über-Siebzigjährigen, die in der DDR gelebt haben. Darunter ein Physik-Prof., der sich in der DDR habilitiert hat & mehrfach während dieser Jahre im Ausland (z.B. zweimal in Nordkorea) & sogar zeitweise in den USA gelehrt hat. War er also ein „Reisekader“, der jeweils nach seiner Rückkehr ausRead More

Posted On September 25, 2013By Gabriele RechbergerIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Peter Köpf

Geschichten des Kalten Krieges aus einer ungewohnten Perspektive – Die Fußnote eines Textes machte Peter Köpf auf ein Phänomen aufmerksam. Etwa 200 Nato-Soldaten flohen in den 1950er Jahren in die DDR. Köpfs Neugier war geweckt: Wer waren diese Männer? Was waren ihre Beweggründe, ausgerechnet in die mutmaßlich “falsche” Richtung, in Richtung Kommunismus zu desertieren? Was geschah mit ihnen in der DDR? Zu jedem Fall fand Köpf eine minutiös geführte Stasi-Akte, aber mit Zeitzeugen zu reden – das gestaltete sich schwierig. Über die Vorgeschichte, die zu einem spannenden Tatsachenroman führte, sprachRead More

Posted On Dezember 14, 2011By Ole FrahmIn Comic, Litmag

Mark Lehmstedt: Die geheime Geschichte der Digedags

Fata Morgana in der Alltagswüste – Es gibt nicht viele Mythen in der deutschen Comicgeschichte. Ole Frahm über eine der wenigen. Von der in diesem Bereich kaum aufgearbeiteten nationalsozialistischen Vergangenheit einmal abgesehen, sind es vor allem drei Kobolde, die über zwanzig Jahre die Leserinnen und Leser der Deutschen Demokratischen Republik monatlich im Heft Mosaik unterhielten und auf den Namen Dig, Dag und Digedag hörten. Als 1975 der Vertrag zwischen dem Urheber der Figuren Hannes Hegen, mit bürgerlichen Namen Johannes Hegenbarth, und dem Verlag Neues Leben endete, verschwanden die drei kleinenRead More