Christopher Werth Tag

Flöhe auf KI-Porno und Stör auf Dostojewski Christopher Werth über „Manaraga“ von Vladimir Sorokin Im Jahr 2037 ist Lesen der heißeste Scheiß. Nur, dass „Lesen“ bei Sorokin „Grillen“ bedeutet. Und gegrillt wird nicht auf Holz oder Kohle, sondern auf den Erstausgaben von Dostojewski, Nabokov, Flaubert oder Cervantes. Eine Rezension von Christopher Werth. Die Grundidee ist schnell erzählt: Wir befinden uns etwa 20 Jahre in der Zukunft und folgen dem Tagebuch von Geza. Europa hat sich gerade in einem großen Krieg von der Herrschaft der Salafisten befreien können und befindet sich inRead More
WEB Christopher Werth David Whish-Wilson Benjamin Whitmer Thomas Wörtche WEB Jean-Pierre Melville: Der einsame Solitär des französischen – nein: des europäischen – Nachkriegsfilms startete seine Karriere gleich nach Kriegsende (1945) und war lediglich 55 , als er seinen letzten Film fertigstellte. Der elsässische Jude Jean-Pierre Grumbach, der sich während seiner Zeit in der Résistance über Nacht in Melville – nach dem Autor des Moby Dick – verwandelte, war alles: Genial, stur, rebellisch, hochstaplerisch, revolutionär, militant, bis zur Selbstaufgabe independent sowie ein Spieler und Hasardeur, der es geradezu darauf anlegte, aufRead More

Posted On November 29, 2014By Christopher WerthIn Crimemag, DVD, Film/Fernsehen

Binge watching: Die US-Serie Justified

„Aber er hat zuerst gezogen.“ Die millionenfach gesehene, vielfach preisgekrönte Serie „Justified“ ist von literarischer Abstammung. Die Hauptfigur ist eine Erfindung des 2013 verstorbenen Elmore Leonard. Von Christopher Werth. Elmore Leonard ist ein Writers’ Writer. Quentin Tarantino ist einer seiner Fans und verdankt ihm weit mehr, als nur die Romanvorlage zu „Jacky Brown“. Er hat seine Art, Dialoge zu schreiben und Figuren zu erfinden, inhaliert wie Marihuana. In der Serie „Justified“ dreht sich alles um eine andere unvergessliche Leonard-Figur: Raylan Givens. Ein U.S. Marshal, der sich bereits erfolgreich durch dieRead More