China Tag

Essay und Rezension Es handelt sich um drei voluminöse Bände mit Anhängen: Cixin Liu: Die Drei Sonnen (591 Seiten)[1], Der Dunkle Wald (815 Seiten)[2] und Jenseits der Zeit (990 Seiten)[3]. Der Inhalt: In unserem, ehemals mehrdimensionalen Universum herrscht ein Krieg aller gegen alle. Diese Romane sind absolut phantastisch. Diese Romane sind eine Variationenreihe zum Thema Übersetzung, nicht nur aus dem Chinesischen. Diese Romane beschreiben die immer wieder verzögerte Auslöschung der Menschheit bzw. des Sonnensystems. Erster Band: Das Andere, die Anderen, die Trisolarier nämlich in ihrem gravitationsmäßig herausfordernden Dreifachsonnensystem und ihreRead More

Posted On Januar 16, 2019By Stella SinatraIn Allgemein, Litmag, Stella Sinatras URknall

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Mondlandung 1 1 bild / 100 worte Kaum dreht man sich um, lässt Xmas & Silvester hinter sich & hat sich an die neue Jahreszahl gewöhnt (2019, 2019, 2019) – da landen diese verflixten Chinesen auf dem Mond. Auf der Rückseite!, also ihre Sonde. Sie selbst waren zuhause geblieben, irgendwo in Chinaland, und saßen in einer ultraschicken Kommandozentrale, probablement. Oder aber sie hockten in einem geheimen Bunker und verfertigten Fake-Fotos, wie die Russen im Buch Omon hinterm Mond, das 90% der Nutzer gefiel. Doch halt. Es ist dies weder derRead More
„Alleinreisende unzensierte Presseagentur“ im Zug nach nirgendwo Sie bekommt ein Stipendium für Shanghai, will von Hamburg aus aber unbedingt mit der Bahn nach China reisen. Als Schnapsidee bezeichnet Tina Uebel, 48, selbst ihren Plan, den sie aber trotz bürokratischer Visa-Probleme hartnäckig verfolgt. Locker, selbstironisch und scharfsinnig beschreibt sie im Reisebericht „Uebel Unterwegs“ ihre Eindrücke und Kontakte mit Menschen, die aus ihren von Autokraten beherrschten Käfigen entkommen wollen und von der deutschen Bahnreisenden Erhellendes erwarten. Sie will keine Kulturdenkmäler besichtigen und die Leser auch nicht mit betulichen Baedeker-Phrasen behelligen: „Den RestRead More

Posted On August 13, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

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Fliege 1 bild / 100 worte Ich werfe Netze aus, doch nur wenige Fliegen verfangen sich darin. Liegt es daran, dass ich selbst leicht wie eine Fliege bin? Das macht der Sommer, und das träge Licht, und meine Facettenaugen, in denen sich die Welt zehntausendfach bricht: Ich bin ein Photon in einem Vakuum, ich bin das Bruderkind, das beim Nachbarn turnt, ich bin Fledermäuse auf Mückenjagd nachts über der Mühle. Ich bin Curiosity, und vor meiner Linse blinkt Sonnenschlick, oder der Bergbach, der aus der stillen Nacht aufsteigt, oder derRead More

Posted On Mai 14, 2014By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

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Feuerball 1 bild / 100 worte Solcher Besuch auf der Erde: Selten gerne gesehen. Trifft das Geschoss den blauen Planeten, dann heißt es Ade Dinosaurier, hallo Eiszeit, und was dergleichen mehr an Unruhe zu stiften wäre. Im Fernsehen laufen post Einschlags-Visite nur noch Tierfilme, und irgendwann läuft auch der Fernseher nicht mehr. Wer dächte da nicht an die Chinesen? Ein beliebter Fluch in dieser Jahrtausende alten Kultur lautet angeblich: Mögest du in aufregenden Zeiten leben. Kinder, dies nebenbei, leben oft in aufregenden Zeiten. Deswegen sind sie nicht verflucht, nur unbewandert.Read More

Posted On Januar 15, 2014By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Sachen machen: China

Artist in Residence: Ein Monat in Nanjing – Isabel Bogdan begibt sich ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige oder ganz normale Sachen aus. Diesmal fährt sie nach China. An einem der letzten Augusttage klingelt das Telefon, Nora Gomringer ist dran. Wir kennen uns nur flüchtig, ich bin einigermaßen überrascht. Noch überraschter bin ich, als sie fragt, ob ich für einen Monat nach China möchte, und zwar noch dieses Jahr. Als „Artist in Residence“ auf Einladung des Goethe-Instituts und der Uni Nanjing. Erste Reaktion: China? Woher soll ichRead More

Posted On Dezember 4, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

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Im Museum 1 bild / 100 worte Die eigentliche Aufgabe der denkenden Lebewesen auf dem dritten Planeten in unserem Sonnensystem: Dem Witz das Leben zu schenken, den Witz am Leben zu erhalten, das Leben des Witzes zu sein. Hey ho, würde Kurt Jr. sagen. Und wir richten uns dazu ein Museum ein, eine Sammlung von bemerkenswerten und absonderlichen Dingen, denn ist das nicht eigenartig: Postmoderne Spielereien, wie manche Suppen, schmecken am nächsten Tag (in der nächsten Dekade), noch einmal so gut. Das macht die Setz-Zeit, das Absacken dazwischen, die RegelRead More