Chester Himes Tag

Thomas Wörtche über den neuen Roman von Colson Whitehead “Harlem Shuffle”, der neue Roman von Colson Whitehead, tummelt sich deutlich auf Chester-Himes-Gebiet. Nicht nur räumlich, auch zeitlich. Die Handlung beginnt 1959, dem Jahr, in dem zwei domestic-novels von Himes erschienen sind, und damit sein „Harlem Cycle“ Gestalt annahm. 1959 ist übrigens auch das Jahr, in dem Miles Davis‘ Meilenstein der Black Culture, „Kind of Blue“, erscheint und Davis selbst Opfer von rassistischer Polizeigewalt wird, wobei beide Ereignisse bei Whitehead nicht vorkommen. Aber natürlich hat das alles mit Whiteheads Roman zuRead More

Posted On April 1, 2019By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag April 2019

Thomas Wörtche: Porträt Chester Himes

It Does Make Sense! Ein Autor und sein Jahrhundert – von Thomas Wörtche „Die Forcierung des Absurden ist das sicherste Mittel, wirkliches Grauen fernzuhalten, denn sie hält ihm den Unernst der Betrachtung immer gegenwärtig“, heißt es bei Thomas de Quincey. Das wirkliche Grauen spielt sich im wirklichen Leben ab. In Texten, zum Beispiel, muß es bearbeitet werden, um Literatur zu werden.  Chester Himes nannte den zweiten Band seiner Autobiographie „My Life in Absurdity“. Er verstand das Leben eines Schwarzen in einer rassistischen Gesellschaft wie der amerikanischen als absurd. Um ausRead More

Posted On Juni 15, 2018By Woody HautIn Crimemag, CrimeMag Juni 2018

Woody Haut: It’s A Noir World

These days we all seem to live in a noir world “It’s a screwed up, bitched up world . . .” (Lou Ford in Jim Thompson’s The Killer Inside Me) Was it always like this? The feeling that nothing is real. Not just ersatz, but a fake of a fake, a photograph of a photograph of the world falling apart. That food you’re eating, it’s probably genetically modified. The building you’re living in, most likely made from cheap, probably flammable, materials. And, most of all, that creep in the White House, aRead More

Posted On Dezember 6, 2017By Sonja HartlIn Klassiker Special 2017, Litmag, News, Specials

About… Chester Himes

Sonja Hartl Aufruhr, Gewalt und Komik – Über Chester Himes Ein weißer, halbnackter Man wird tot in einem Rotlichtbezirk gefunden. Ein afroamerikanischer Mann wurde gesehen, wie er vom Tatort rannte. In einem Schaufenster wird per Annonce eine ‚fruchtbare, gottesfürchtige Frau’ gesucht. Und ein blinder Mann sitzt mit einer Pistole in einer U-Bahn. Willkommen in Chester Himes’ Harlem. Diese Männer begegnen einem in „Blind Man with a Pistol“, dem letzten vollendeten Roman aus Chester Himes’ Harlem Cycle, eine Reihe, die weitaus mehr ist afroamerikanische Detektivromane. Sie ist ein Klassiker der amerikanischenRead More
Alkohol im Kriminalroman – unsere Serie, heute Teil V, von Alf Mayer geht fröhlich weiter … Gnädig beduselt die Welt ertragen – Charles Ray Willeford III, Jahrgang 1919, der als Vollwaise aufwuchs und, minderjährig, zu Depressionszeiten als Hobo durch die USA trampte, ging mit 16 zur Armee, verpflichtete sich auf 20 Jahre, landete bei der Kavallerie, war auf den Philippinen stationiert, ehe er im Zweiten Weltkrieg – Pferde gegen Hitlers Panzer schienen dann doch keine so gute Idee – als Panzerkommandant in Pattons Dritter Armee bei der 10th Armored DivisionRead More