Buchmarkt Tag

To call a spade a spade – Die Dinge beim Namen nennen Kritischer Blick auf den Buchmarkt: Gerhard Beckmanns langer wechselreicher Weg durch die Strukturkrise der Verlagswelt – und die Gründe eines persönlichen Neu-Anfangs mit der „BuchMarkt“-Kolumne „Beckmanns Meinung“  Ich glaubte, für meine Arbeit als Verlagsleiter von Zsolnay in Wien endlich so viel vom Gewerbe rundum verstehen und auch konkret zu können gelernt zu haben, wie erforderlich wäre, um dauerhaft einen sicheren Kurs einschlagen zu können. So dachte ich 1987. Ich war zweisprachig aufgewachsen und habe – auch mit dem Glück eines ForschungsstudiumsRead More
Im „Branchenmonitor“ kommen die unabhängigen Buchhandlungen mit ihren Zahlen kaum vor Ausgerechnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels übergeht in seinen Statistiken die Umsätze der unabhängigen Buchhandlungen – eine Recherche von Gerhard Beckmann. Die einflussreiche, offizielle Statistik zu den Umsätzen des Buchgewerbes kommt vom eigenen Verband, also vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. Und damit ist jetzt gerade der Börsenverein in Misskredit geraten. Das unabhängige Online-Magazin „Langendorfs Dienst“ in Krefeld – ein analytisch nüchternes Nachrichtenorgan – hat die Statistik, die der Verband monatlich in seinem „Branchenmonitor“ herausgibt, als Popanz aufRead More
Verlage sind Kernzellen erneuerbarer Energie in Kultur und Gesellschaft Warum die Hintergründe für die Schließung der Publikumsverlage von Orell Füssli, dem zweitältesten Verlag im  deutschen Sprachraum, ein Menetekel für die deutsche Buchbranche bedeuten – und insbesondere unsere  Buchhändler betreffen.    So offen wie im Fall  Orell Füssli liegen die Karten selten auf dem Tisch:  Konzernmanager haben sich in ihrem Umgang mit dem Verlag unter ihrem Dach  so nackt und bloß gezeigt, dass es hätte Entsetzen hervorrufen müssen. Aber hat jemand  Zeter und Mordio gerufen? Keiner. Nirgends. Für die Buchbranche sollte dies die erste schmerzhaft harte Lektion sein:Read More
Und die Zukunft des Buches kann nur mit der unersetzbaren Arbeit des stationären Sortiments gesichert werden. Manfred Keiper – „Die andere Buchhandlung“ in Rostock – erklärt, was seit dem Strukturwandel in der deutschen Buchbranche schief gelaufen ist und warum ein von Grund auf neues Marketing für Bücher entwickelt werden muss. BECKMANN:  Für die einen ist die  neue Technologie das Allheilmittel zum Kurieren von allem,  was sie an und in der Welt stört, für die andern ein Schreckgespenst, das den Nieder- und Untergang von allem heraufbeschwört, was wir gewohnt sind, wasRead More