Berlin Tag

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Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen heute zum zweiten Mal eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombinieren: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1)                            STREET SCENES „Street Scenes“Read More
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Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen starten wir heute mit einer neuen Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombinieren: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns!                             STREET SCENES „Street Scenes“ ist eine Serie des BerlinerRead More
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Der Ost-Blick „Die gefrorene Charlotte“ ist 1993 erschienen und wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Wenn Literatur wesentlich, politisch und zeitlos sein soll, dann ist es dieser Roman auf unterhaltsame und berührende Weise, findet Anne Kuhlmeyer. Hinterher kann jeder, hinterher wissen alle alles besser, die Schlauen, die Historiker und die Nichtdabeigewesenen. Aber mittendrin muss man die Geschichte ohne Sicherheitsnetz leben. Im Normalfall läuft das ganz gut, es sein denn, es kommt einem eine Revolution in die Quere. 1989. Berlin. Tantchen, ihre Geliebte Hedda, ihr Down-behinderter Sohn Horsti und Cora OstRead More
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Posted On März 14, 2018By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag März 2018

Anthologie: Berlin Noir

Schwarze Geschichten Berlin Noir ist eine Anthologie, die im Rahmen der großangelegten Noir Series des New Yorker Akashic Verlags im Herbst 2018 erscheint. Aus naheliegenden Gründen war die deutsche Lizenzausgabe, die, wie andere Bände der Noir Series, bei CulturBooks erscheint, mit 13 extra für den Band geschriebenen Originalgeschichten früher fertig – als Appetizer präsentieren wir Ihnen hier das Vorwort von Herausgeber Thomas Wörtche Berlin macht es dem Noir nicht leicht. Oder ganz leicht. Die Tradition ist beeindruckend, wirkmächtig und auch beängstigend. Alfred Döblin, Christopher Isherwood, manche Stücke von Bertolt Brecht,Read More
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Posted On Februar 15, 2018By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag Februar 2018

Buch: Jan Mohnhaupt: Der Zoo der Anderen

Vom Wettrüsten der Tiere Von Bodo V. Hechelhammer Bully Buhlan (1924 – 1982) besang 1951 in seinem unvergessenen Schlager »Ich hab noch einen Koffer in Berlin« als städtische Attraktion wie selbstverständlich auch den »kleinen Bären im Zoo«. Berlin und sein zoologischer Garten, der bereits 1844 eröffnet wurde und damit der älteste Zoo Deutschlands ist, gehörten einfach zusammen. Der Berliner liebt seinen Zoo. Oder seinen Tierpark? Was normalerweise wie ein Synonym erscheint, trennt in Berlin Welten. Doch die Metropole sollte nach Ende des Zweiten Weltkrieges nicht nur politisch in zwei voneinanderRead More
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  Berlin, das Original „Es wird Nacht im BERLIN der Wilden Zwanziger“ von Robert Nippoldt (Bilder) und Boris Pofalla (Text) ist ein absoluter Hammer-Pracht-Band. Thomas Wörtche wälzt sich wollüstig in Bildern und Texten und Songs. Ein bisschen ironisch ist das Ganze schon: Da treten ein paar, literarisch gesehen, mittmäßige bis belanglose Romane eine Welle los – die „Gereon-Rath“-Romane von Volker Kutscher. „Der nasse Fisch“, das erste Buch der Serie erschien 2007, also vor genau zehn Jahren. Heute ist der Hype voll erblüht – zigfach kloniert in ebenso belanglosen Mee-too-Büchern wie KerstinRead More
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Ute Cohen und Joachim Feldmann haben sich unabhängig voneinander diesen Roman angesehen und sind beide sehr angetan. Die goldenen Zwanziger … Von Ute Cohen Ein jüdischer Bankier, der sich bei seiner Walküren-Geliebten mit Schweinswürsten überfrisst, der aufgespießte Rotschopf einer polnischen Kostümbildnerin und ein weißer Porzellanaffe – Kerstin Ehmers historischer Krimi Der weiße Affe spielt im Berlin der 20er-Jahre, einem Moloch, der an Maupassants Paris und David-Lynch-Grotesken erinnert.  Der Plot erscheint zunächst simpel: Der Bankier Eduard Fromm wird ermordet im Treppenhaus seiner Geliebten aufgefunden. Der junge, aus der Provinz stammende Kommissar Ariel SpiroRead More
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Posted On September 19, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Christian von Ditfurth: Giftflut

Terror-Anschläge auf Brücken, Fähren und den Eurotunnel: Was Ist die Botschaft? Irgendwas mit Wasser? Mit seinem dritten Band um Kommissar de Both liefert Christian von Ditfurth nach „Heldenfabrik“ und „Zwei Sekunden“ wieder einen gelungenen  Thriller: So eigenwillig, brillant und originell wie seine Hauptfigur ist auch „Giftflut“ angelegt. Von Peter Münder Besonders zimperlich bei der Beschreibung mörderischer Gemetzel war Christian von Ditfurth, 64, noch nie: Sieben Vorsitzende eines Chemiekonzerns werden bei einer Sitzung von einem angeheuerten Killerkommando ermordet; ein Bombenattentat wird auf den Konvoi der Kanzlerin und des russischen Präsidenten mittenRead More
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Posted On März 15, 2017By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Max Annas: Illegal

Run, Kodjo, run … Eine Hetzjagd durch Berlin präsentiert Max Annas` neuer Roman, „Illegal“. Der, der flüchten muss, ist allerdings kein Dr. Kimble, sondern ein illegal in Deutschland lebender Afrikaner. Das macht nicht nur in der Fiktion einen Unterschied, sondern auch in der Realität. Der nächste große Wurf von Max Annas, findet Thomas Wörtche. In seinem dritten Roman, „Illegal“, variiert der zweimalige Krimi-Preisträger Max Annas sein großes Thema von „drinnen“ und „draußen“ auf dem Schauplatz Berlin, wo der Autor nach langen Jahren in Südafrika (dort spielen seine Romane „Die Farm“Read More
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Posted On November 2, 2016By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Jens Balzer: Pop. Ein Panorama der Gegenwart

You name it, he hates it Neues vom Pausenhof: Jens Balzers POP ist eine höchst anregende Lektüre. Musik, Platten, Konzerte: Wie beschreibt man etwas, das sich den Sprachbildern immer entziehen will, in diesem Fall (Pop)Musik als Hörerlebnis, Konzertsäle als Körpererfahrung – dieser eine Beat, Bass oder Hook-Line, der sich unversehens in dein Rückenmark, deinen Unterleib bohrt? Jens Balzer ist ein Meister dieser Kunst. Er betreibt sie seit Jahren mit hohem Unterhaltungswert, vorwiegend in der Berliner Zeitung und Rolling Stone. Entnervte Leser (die aber nicht aufhören, ihn zu lesen) schmähen seineRead More
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Posted On September 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Roman: Christian von Ditfurth: Zwei Sekunden

Pfuscher oder Genies? Unsere irre Welt bietet so viel Stoff für gar nicht mal so abwegige Gedankenexperimente. Christian von Ditfurth hat das erkannt und mit „Zwei Sekunden“ einen schönen Polit-Thriller geschrieben, der mit dem Möglichen jongliert. Thomas Wörtche hat das gut gefallen. Um genau zwei Sekunden verfehlt eine Bombe die gepanzerte Limousine, in der die deutsche Kanzlerin und der russische Präsident auf Staatsbesuch vom Flughafen Tegel in die Berliner Innenstadt fahren. Stattdessen erwischt sie ein Auto, in dem ein unauffälliger „Assistent“ der Kanzlerin und Sicherheitsleute sitzen.  Die Sicherheitsvorkehrungen waren perfekt,Read More
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Posted On August 15, 2016By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Crimemag

Roman: Kai Hensel: Bist du glücklich?

Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel … Ein paar Seiten dauert es, bis der Roman „Bist du glücklich“ von Kai Hensel Fahrt aufnimmt. Aber dann! Ein bitterböses, saukomisches Buch – findet Anne Kuhlmeyer. Falls Sie „Bist du glücklich“ noch nicht besitzen, laden Sie sofort die App runter, drücken Sie auf Start und – werden Sie glücklich! Das jedenfalls wünscht sich Patrick von möglichst allen Bewohnern dieses Planeten. Nein, kleiner geht es nicht, denn man muss „groß denken“, predigt der junge Berliner Geschäftsmann seiner Freundin Laura, allen, die esRead More
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Posted On Februar 1, 2016By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

HAM.LIT-Special: Anke Stelling: Bodentiefe Fenster

Schau dich nicht um, Kassandra geht um – In diesem Roman wird selten gelacht. Mütter nehmen sich nicht frei und gehen abends einfach mal aus, ins Kino oder ins Konzert, mit Nichtmüttern oder Mitmüttern, Arbeitskollegen, Sportkollegen, Nachbarn… Stattdessen sorgen sie sich um die eigenen Kinder, sind genervt von den Kindern der andern. Auch die Freunde geben Anlass zur Sorge, und mehr noch die Freundinnen, jede auf ihre Art dabei, direkt in den Abgrund zu schlittern. Sandra, die Erzählerin in „Bodentiefe Fenster“, weiß das. Sie spricht unablässig davon. Der Kindername „Kassandra“,Read More

Posted On Oktober 1, 2014By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Elfriedes Nähmaschine 1 bild / 100 worte Meine Güte die Elfriede, schenkt mir ihre Nähmaschine. Was meint sie mit der Umlaufbahn von Fadenspulen? Fünf Stück sind es, ein Webmaschinen-Wirrwarr, mais seulement im Imaginären. Elfriede kommt erneut, will nun doch Geld dafür haben. Viel wird sie nicht kriegen! (Die alten Dinger wird keiner mehr los, vide Ebay oder Ricardo.) Ich war in Berlin, es war sehr schön, wir haben getanzt und gefeiert und Sonntag Abend war es dann doch der Hausmeister, der den Mord an der Dating-Agentur-Chefin begangen hatte, im übertragenenRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne: Michael Zellers SEH-REISE ist zurück! Michael Zeller besitzt einen großen Stapel von Kunstkarten, die er bei seinen Galerie- und Museumsbesuchen angesammelt hat. Jede Woche fischt er eine Karte heraus und hängt sie sich in die Wohnung, wo der Blick immer wieder an ihr hängen bleibt. Was darauf zu sehen ist, welche Beziehung sich zwischen Werk und Autor entwickelt, darüber berichtet Michael Zeller wöchentlich in CULTurMAG. Heute: „Die Kaiser Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin”. Wunder in Blau Blau, tiefes Blau. Und Dunkelheit. Dämmerlicht umfängt dich, sobald du eintrittstRead More
Bolle reiste jüngst zu Pfingsten (Trad.) Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da verlor er seinen Jüngsten, janz plötzlich im Jewühl. Ne volle halbe Stunde, hat er nach ihm jespürt, aber dennoch hat sich Bolle, janz köstlich amüsiert. In Pankow gabs kein Essen, in Pankow gabs kein Bier, war alles aufjefressen von fremden Jästen hier. Nicht mal ne Butterstulle ham se ihm reserviert, aber dennoch … Auf der Meerholzer Heide, da gabs ne Keilerei, und Bolle ‒ gar nicht feige ‒ war mittenmang dabei. Hats MesserRead More

Posted On Dezember 18, 2013By Christina MohrIn Bücher, Musikmag

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(Musik-) Bücher – Neue It´s the time of the season… um mal wieder was zu lesen, zum Beispiel. Weihnachten und die Zeit „zwischen den Jahren“ bieten sich perfekt dazu an, und rein zufällig hätte Christina Mohr hier was für Sie. Nämlich Bücher rund um Musik, Bands, DJs, Mode und Kunst von Jonnie Schulz, Jürgen Teipel und Farkas, Seidl, Zwirner. Senfkanone und Döner-Bass Wer mit den Begriffen Senfkanone, Döner-Bass, Frank The Raving Sausage und „Entfaltung“ etwas anfangen kann, gehört ziemlich sicher zu den wenigen Auserwählten, die einem Konzert der Butch MeierRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Ronald KleinIn Bücher, Litmag

Sebastian Lehmann: Genau mein Beutelschema

Dezente Hipster-Häme – Der Debüt-Roman des Berliner Autors dekonstruiert mit Witz und Verve den Hipster-Mythos, das Berlin-Image als große Spielwiese und illustriert die Erweiterung prekärer Arbeitsverhältnisse fernab des Billig-Lohnsektors. Von Ronald Klein Die Mauer war gerade gefallen, Techno-Klänge eroberten ungenutzte Keller und Lagerhallen. Nebenan spielten Punkbands in Hinterhof-Clubs und Galerien, die junge Künstler für sich entdeckt hatten. Öffentliche Räume wurden besetzt und nach Gusto gestaltet. Berlin war in den 90er-Jahre der große Abenteuerspielplatz, der Raum für Experimente und einen Lebensstil bot, den sonst die Mauer in Köpfen, die Ost wieRead More

Posted On Oktober 9, 2013By Janine AndertIn Musikmag

Stagetime: Anna Calvi – 29.9.2013, Berlin, Heimathafen

Überwältigend – Am 29.09.2013 stellte Anna Calvi ihr neues Album „One Breath“ im Heimathafen Neukölln in Berlin vor. Ein kleiner Rahmen für eine junge Frau mit so viel Starpotential: Ausverkauft schon vor Wochen. Wer dennoch das Glück hatte, die Britin in diesem exklusiven Rahmen zu sehen, wurde Zeuge wie das Publikum der blonden Sirene zu Füßen lag, uneingeschränkt und bedingungslos. Supportet wurde Calvi von I Have A Tribe, einem tieftraurigen Singer-Songwriter am Piano. Das letzte Album von Anna Calvi im Gedächtnis wünschte sich der geneigte Hörer nichts mehr als LiebeskummerRead More

Posted On November 24, 2010By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Wiedergeburt 1 bild / 100 worte Socrates wiedergeboren als Greta Müller, ca. 1905, dachte: σκατά! als er das Spundloch von Mutter Müller verließ; schon mit dem ersten Schrei vergaß er die frühere Existenz. Es war aber alles noch da. Die Intelligenz, die Argumentierlust, die Gabe, die Welt zu durchschauen… keine Freude an ihrem Kinde hatten die Müllers, Bäckersleute aus Wittenberge. War ja klar. Berlin ca. 1924 bot die Rettung, denn wie Socrates liebte Greta ihr Spiegelgeschlecht und nutzte Verstand und Logik, um es zu verführen. Love me! Das Ende kamRead More