Andreas Pflüger Tag

Posted On Dezember 1, 2019By Constanze Matthes/ Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2019

Ein Buch – Zwei Stimmen: „Geblendet“ von Andreas Pflüger

Meisterwerk der Thriller-Kunst Constanze Matthes und Alf Mayer über ein bei der „großen“ Kritik zu Unrecht weithin unbeachtet gebliebenes Buch. Kein Pro und Contra also, sondern der Versuch, die Facetten eines perfekt geschliffenen Diamantens zu erfassen. Jenny Aaron steht an einem Scheideweg. Fünf Jahre sind seit ihrer schweren lebensbedrohlichen Verletzung während eines verheerenden Einsatzes in Barcelona vergangen, fünf Jahre lebte sie seitdem in völliger Dunkelheit, fünf Jahre hat sie ihre Fähigkeiten so trainiert, dass sie weiterhin der Sonderabteilung angehören kann und zu gefährlichen Einsätzen gerufen wird. Nun könnte ihr Leben indes eine entscheidende Wendung erfahren – dank einer neuartigen Therapie in der Klinik von ProfessorRead More
Begnadigt, aber nicht frei Werner Fuld über „Geblendet“ von Andreas Pflüger Vor rund fünfzig Jahren machte sich Käthe Rehbein, manchmal jovial „Rehbeinchen“ genannt, in der ZDF-Serie „Der Kommissar“ als Sekretärin unentbehrlich. Gespielt wurde sie von Helma Seitz. „Helmchen“ heißt die Sekretärin bei Andreas Pflüger, und unentbehrlich ist sie auch. Als sie schwer verletzt und im Koma im Krankenhaus liegt, sitzen die harten Kerle an ihrem Bett und erzählen sich und ihr kuriose Geschichten aus dem gemeinsamen Alltag: Erzählen gegen den Tod. Im ersten Band gab es eine ähnlich Szene desRead More

Posted On September 1, 2019By Andreas PflügerIn Crimemag, CrimeMag September 2019

Andreas Pflüger & Bernhard Sabel

Von Gantenbein zu Frankenstein Andreas Pflüger und sein Fachberater Professor Dr. Bernhard Sabel über die Liaison von Literatur und Hirnforschung, Jenny Aarons Stressfaktoren, toxische Hoffnung, Reparaturmechanismen des Nervensystems und Blindheit als anderes Sehen. Gerade ist im Hauptprogramm von Suhrkamp sein dritter Thriller mit der blinden Elitepolizistin Jenny Aaron erschienen. Mit „Geblendet“ übertrifft Andreas Pflüger sich selbst und „zementiert seinen Ruf als bester Thrillerautor der Welt“, schreibt Alf Mayer in seiner Besprechung im Frankfurter strandgut (S. 31). Nichts von den Schwächen und Problemen, die das dritte Buch einer Trilogie gerne hat.Read More
Die Seismographen – Agenten und Spione heute von Stefan May  Habent fata sua und so … Dieser Text basiert auf einem Radioskript, das nur in sehr reduzierter Form vom ORF realisiert wurde. Wir präsentieren Ihnen hier eine Prosafassung des Projektes, gespickt mit vielen O-Zitaten von Martin Maurer, Andreas Pflüger, Yassin Musharbash, Thomas Wörtche und andere mehr. „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht“, hatte Angela Merkel vor einiger Zeit gesagt. Geht nicht, gibt´s nicht. Schon gar nicht in der Spionage. Auch wenn die deutsche Bundeskanzlerin angesichts amerikanischer Maulwurfsarbeit dasRead More

Posted On November 4, 2018By Andreas PflügerIn Specials, Verlust-Special 2018, Verlust-Special UNO

Andreas Pflüger „Niemals“

Den Vater verlieren – und mehr als ihn Ein Textauszug aus dem Thriller „Niemals“ von Andreas Pflüger Ein Blitz zerschneidet die Welt wie Papier. Dann noch einer. Innerhalb einer Nanosekunde ist die Welt weg. Bei Tempo zweihundertfünfzig verliert die Polizistin Jenny Aaron auf Seite 19 von „Endgültig“ ihr Augenlicht. Eine blinde Heldin in einem Actionthriller? Es ist die Kunst von Andreas Pflüger, uns mit der wehrhaften Jenny Aaron in bisher zwei Büchern – „Endgültig“ und „Niemals“  – den Puls auf ungeahnte Höhen zu beschleunigen. Ein Umgang mit Verlust , wie er aufregender kaumRead More

Posted On April 14, 2018By Alf MayerIn Biografie, Crimemag, CrimeMag April 2018

Abschied von Philip Kerr

„Ich arbeite zwischen den Zeilen der Geschichte“ „Kalter Frieden“, die Übersetzung von „The Other Side of Silence“ erlebte er noch als Rohexemplar, aber er starb – mit 62 viel zu jung – bevor das Buch nun in die deutschen Buchhandlungen kommt. Es ist das elfte seiner insgesamt 13 Bücher mit dem Privatdetektiv und ehemaligen Berliner Kriminal-oberkommissar Bernhard „Bernie“ Gunther. Es waren bei weitem nicht seine einzigen Romane. Philip Kerr wird vermisst werden. Andreas Pflüger schrieb uns: Um eine Stimmung zu beschreiben, braucht man Gefühl. Um Action zu kreieren, braucht man Poesie. FürRead More
Halten Dero zu Gnaden Man könnte gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte. Drehbuchautoren soll(t)en draußen bleiben. Andreas Pflüger platzt der Kragen. Hier sein KickAss. Am 25. Januar 2018 wird in Köln der Deutsche Fernsehpreis verliehen – zusammen mit Grimme die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehschaffende im Lande; seriöser geht’s nicht, sollte man meinen. Nun hatte sich dieser Tage herausgestellt, dass Autoren und Autorinnen, deren Filme nominiert sind, nicht eingeladen worden waren. Betroffene, die ungläubig nachgefragt hatten, erhielten eine Antwort per Standardmail: »… dass der Deutsche Fernsehpreis dadurch, dass esRead More
Schweres Wasser – Leichte Mädchen … Eine etwas andere Kulturgeschichte der Bundesrepublik – Alf Mayer über die Romanserie MISTER DYNAMIT mit dem BND-Agenten Bob Urban. Teil 1: Der Schnelldurchgang Teil 2: Die Vergangenheit ist alles andere als tot  Teil 3: Das Personal, die Reiseziele und die Anfänge Teil 4: Meisterwerke der Klappentext-Kunst und Romane, die noch im Bücherschrank schwelen Teil 5: Bob Urban, Deutschlands Rache für den verlorenen Krieg? – Momentaufnahmen, querbeet. Teil 6: Anhänge Sie ist längst nicht hinreichend geschrieben, die vor Trivial- & Populärkultur und seriellem Erzählen unerschrockene LiteraturgeschichteRead More
Murali Perumal Ivy Pochoda Andreas Pflüger Hazel Rosenstrauch  Robert Rosenwald Murali Perumal Ein persönliches Highlight, was ich nicht unerwähnt lassen darf, war die Tatsache, dass Bücher dieses Jahr mein Rettungsring waren…nicht nur, was das Lesen an sich betraf, nein, sie erleichterten mir sogar den Umgang mit meinen Mitbürgern und schafften sozialen Zusammenhalt. Ich stieg regelmäßig mit einem Buch in der Hand in die U-Bahn und alle anfänglichen Verdachtsmomente einiger Mitfahrer, dass ich aufgrund meines Bartes und meines braunen Teints ein gemeingefährlicher Terrorist sein könnte, lösten sich beim Anblick des BuchesRead More
Alles ist fertig, es muss nur noch gemacht werden Andreas Pflüger und Erik Spiekermann über Typomanie, Arbeitsethos, Rhythmus und Form, den Bushidō, die Abwesenheit von Licht, Schwarzbrot und Schnapstrinken und ihre Zusammenarbeit. Niemals von Andreas Pflüger war nach seinem Endgültig nicht nur das zweite Buch im Hauptprogramm des Suhrkamp Verlages, bei dem statt „Roman“ die Bezeichnung „Thriller“ auf dem Cover steht. (Siehe dazu auch Alf Mayer im Freitag: „Genre is in the House“, sowie sein großes CrimeMag-Interview.) Niemals ist auch das erste Buch – und dies nicht nur bei Suhrkamp -, bei dem einRead More
Wartet, bis der Blinde ihn gesehen hat Andreas Pflüger über die Biographie „Das wiedergefundene Licht“ des Résistance-Kämpfers Jacques Lusseyran und wie sie ihn dazu inspirierte, eine blinde Actionheldin zu erfinden.  Der bei einem Schußwechsel erblindeten wehrhaften Polizistin Jenny Aaron kann man in den Thrillern „Endgültig“ und „Niemals“ begegnen  – siehe dazu auch das CrimeMag-Gespräch mit Alf Mayer in der letzten Ausgabe und seine Kritik im „Freitag“. Hier nun Andreas Pflüger: Als ich an einem hundskalten Januartag vor drei Jahren ein Buch in die Hand nahm, das mir von einem Freund geschenkt worden war,Read More

Posted On November 15, 2017By Werner FuldIn Bücher, Crimemag

Roman: Andreas Pflüger: Niemals

Wie man Thriller in große Literatur verwandelt Von Werner Fuld Beim Schreiben hat Gottfried Benn gewußt, wenn ihm drei besonders gute Strophen gelungen waren und hat dann noch zwei weitere dazu gedichtet, die das Ganze ruinierten. Solch letale Redundanz wird Andreas Pflüger nicht passieren: Er hat das Ende von Aarons Geschichte mit dem dritten Band angekündigt. Dieses Ende wird furchbar sein, denn – auch wenn er das jetzt noch nicht weiß – Pflüger kann Aaron nicht überleben lassen. Weil dem höchsten Glück die Tragik der Unwiederholbarkeit eingeschrieben ist, wird erRead More
Sinnesabenteuer – der Trillerautor Adam Hall Quiller, das war der Spion, der in der Kälte blieb. Freiwillig. Insgesamt 30 Jahre und 19 Bücher lang. Alf Mayer porträtiert den in Vergessenheit geratenen Adam Hall (1920 – 1995), der jetzt in Andreas Pflüger seinen Nachfolger gefunden hat.  Die Wege der Wiedergeburt sind unergründlich, das gilt auch für die literarische Variante. Die Hoffnung, so etwas noch mit den Quiller-Romanen von Adam Hall (aka Elleston Trevor) erleben zu können, hatte ich längst aufgegeben, nachdem sogar Jack Reacher sich in dieser Hinsicht als zu plaudertaschig, selbstgewiss und literarischRead More
„Ich bin ja nur das Gefäß meiner Figuren“ Alf Mayer hat sich mitten im Buchmessen-Getümmel mit Andreas Pflüger über die Thriller „Niemals“ und „Endgültig“, über Gewalt, Erfolg, Poesie, den Ethos der Samurai und einiges mehr unterhalten. Bei KrimisMachen 3 in Hamburg saßen sie zum Thema Gewalt zusammen auf dem Podium, so erklärt sich das „Du“ in diesem Interview – und dann schaute auch noch Robert De Niro vorbei, sozusagen. Alf Mayer wüsste nicht einen Satz, den man in „Endgültig“ und „Niemals“ streichen könnte. Er findet: Elmore Leonard wäre stolz auf den Stil dieser Bücher. ImRead More

Posted On April 15, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Andreas Pflüger: Operation Rubikon

Wenn die Mafia mitregieren will Ein Maulwurf im BKA, verdeckte Ermittler im Einsatz bei mafiösen Banden, Feuergefechte mit vielen Toten, eine kriminelle „Spätzle-Schiene“ im Kanzleramt: Andreas Pflüger dreht im 800 Seiten starken Thriller „Operation Rubikon“ das ganz große Rad. Von Peter Münder. Bei einem Waffen-Deal in Polen werden zwei italienische Mafia-Bosse umgebracht, nachdem die Übergabe an russische Waffenschieber aus dem Ruder gelaufen war: Irgendwer hat den von verdeckten Ermittlern begleiteten Deal verraten, die deutschen BKA-Leute können sich gerade noch retten. Das eigentliche Problem ist aber, dass danach die große WaffenlieferungRead More
Die Professionalität von Ermittlerinnen Frauen im Thriller, die keine Opfer oder Assistentinnen sind, neigen zur schwer belasteten Vergangenheit. Emma Carow aus Ule Hansens „Neuntöter“ und Jenny Aaron aus Andreas Pflügers „Endgültig“ sind hier keine Ausnahme. Sie arbeiten beide für das BKA, sind traumatisiert und werden jeweils durch einen Fall mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Jedoch enden hier bereits ihre Gemeinsamkeiten. Denn im Vergleich zu Emma Carow ist Jenny Aaron vor allem eines: professionell. Von Sonja Hartl. Das zeigt sich schon bei den ersten Sätzen der jeweiligen Bücher. „Neuntöter“ von Ule HansenRead More