Andrea Camilleri Tag

Kurzbesprechungen von fiction – Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Constanze Matthes (com), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum) und Jan Christian Schmidt (jcs) über: Alafair Burke: Die perfekte SchwesterSteph Cha: BrandsätzeAndrea Camilleri: Kilometer 123Benjamin Labatut: Das blinde LichtLaura Lippman: Die Frau im grünen RegenmantelGuillermo Martínez: Die Oxford-Morde + Der Fall Alice im WunderlandNicholas Shakespeare: BoomerangNicolas Zeimet: Rückkehr nach Duncan’s Creek Sandkastenspiele (hpe) John Dyer kommt gut an bei den Damen der gehobenen Gesellschaft in Oxford. Doch da handelt es sich um ein Missverständnis. »Sie sind gerührt von der Spur Traurigkeit inRead More

Posted On Februar 15, 2016By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Roman: Andrea Camilleri: Das Spiel des Poeten

Montalbano hat Entzugserscheinungen … und wir auch … Stefan Linster hatte sich auf den neuen Montalbano gefreut, auf „Das Spiel des Poeten“. Jenseits einer virtuosen Übersetzung aber war es keine rundum freudige Begegnung. „Womöglich war sein mörderischer Wahnsinn eine Spielart der Grausamkeit von Kindern, die einer Eidechse den Schwanz abschneiden.“ Wenn es auch schmerzt, so muss ich es doch einmal loswerden. Das letzte Werk des hochverehrten Camilleri hat mich ziemlich enttäuscht! Wobei es eigentlich ganz munter angefangen hat. Nämlich so: Nach Jahrzehnten friedlich ausgelebten religiösen Fanatismus beschließt ein steinaltes Geschwisterpaar,Read More

Posted On Juli 26, 2014By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Andrea Camilleri: Mein Ein und Alles

Falsch etikettiert oder Überrascht uns doch! Das Cover gibt Stoff zum Grübeln. Andrea Camilleri als Erotiker, als Moravia unserer Tage? Stefan Linster hat sich das mal genauer angesehen. Als kleines Mädchen […] hatte sie sich ihr Ein und Alles gebaut, von dem keiner wusste, […] denn das Ein und Alles gehörte ihr ganz allein und basta […] eine Art Höhle ... (S. 39 f) Eigentlich könnte die ganze Sache für alle Beteiligten ein Glücksfall sein, als Giulio, gesetzteren Alters, wohlhabend und gerade verwitwet, sich noch auf dem Friedhof in dieRead More

Posted On April 26, 2014By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – bone crushing good … Es choppen Joachim Feldmann (JF) Paul Finchs „Mädchenjäger“, Rainer Wittkamps „Kalter Hund“ und Jonathan Coes „Liebesgrüße aus Brüssel“; Stefan Linster (SL) Andrea Camilleris „Der Tanz der Möwe“ und Alf Mayer (AM) Toby Barlows „Baba Jaga“. Das Böse ist arg organisiert (JF) Glauben Sie auch, dass das Böse in der Welt gut organisiert ist? Und finden Sie die Vorstellung, dass ein Polizist, einzig unterstützt von einer ehemaligen Soldatin, in der Lage ist, der geballten Macht des Verbrechens erfolgreich die Stirn zu bieten, spannend? Dann solltenRead More

Posted On November 16, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops ‒ es chopen heute Sophie Sumburane (SoSu) Åke Edwardsons „Die Rache des Chamäleons“, Alf Mayer Cilla & Rolf Börjlinds „Die Springflut“ und Stefan Linster (SL) Andrea Camilleris „Das Ritual der Rache“. Vorhersehbar und wirr (SoSu) Ein skandinavischer Autor, ein skandinavisches Cover, kein skandinavischer Plot. Doch die Eisblumen, die schneebedeckten Zweige und der winterliche See auf dem Buchdeckel lassen trotzdem Edwardsons bekanntes, beliebtes und erfolgreiches Metier erwarten. Genau: Spanien. Abgesehen von diesem Überraschungseffekt ist die Umsetzung des Plots jedoch eher langweilig. Ein liebender Familienvater mit dunkler Vergangenheit überzeugt seineRead More

Posted On Juni 29, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – voll auf den Punkt treffen heute Alf Mayer (AM) Michael Robothams „Bis du stirbst“, Stefan Linster (SL) Andrea Camilleris „Die Tage des Zweifels“ und Joachim Feldmann (JF) L.R. Carinnos „Der Verstoß“. Ein nicht alltägliches Versprechen (AM) „Books Alive“ war 2008 eine Kampagne der australischen Regierung, bei der im ganzen Land für etwa zwei Millionen australische Dollar kostenlos „50 Books You Can’t Put Down“ verteilt wurden. Heute ist daraus „Get Reading“ geworden, eine Kleinversion der Stiftung Lesen. Exklusiv für diese Kampagne schrieb damals Michael Robotham den kleinen, schnellen,Read More
Womöglich können nur schwache und nicht allmächtige Richter im Italien von heute überleben. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Literatur zum Refugium der Richter wird … (Michele Smargiassi, la Repubblica, 7. September 2011) Furcht und Hoffnung – Andrea Camilleri, Giancarlo De Cataldo, Carlo Lucarelli – drei Autoren, drei Geschichten, ein Thema: Richter in Italien. Stefan Linster über ein schmales, aber sehr lohnendes Bändchen. Zugegeben, beim Anblick der drei illustren Namen auf dem Buchdeckel hatte ich unwillkürlich mal wieder zu viel erwartet. Denn wie sollte so ein recht schmales BändchenRead More

Posted On Juni 25, 2011By Kerstin KlamrothIn Bücher, Crimemag

Andrea Camilleri: Das Netz der großen Fische

Fressen und gefressen werden – Andrea Camilleri kann auch Bücher ohne seinen Comissario Montalbano. Aber muss er das auch? Kerstin Klamroth ist skeptisch … Dass die Medien immer nur die Wahrheit berichten, glaubt im Berlusconi-geschüttelten Italien wohl keiner mehr. Um diese Binsenwahrheit ans Licht zu bringen, braucht es folglich auch keinen Comissario Montalbano. So siedelt Andrea Camilleri seinen neuesten Krimi (2009 in Italien erschienen) gleich in den Redaktionsstuben des öffentlich-rechtlichen Sender RAI an und knüpft ein Netz zwischen Mafia, Medien und Politik. Hauptfigur ist Programmdirektor Michele Caruso, wohnhaft in Palermo,Read More