Posted On 12. Juni 2010 By In Bücher, Crimemag With 355 Views

James Patterson/Liza Marklund: Letzter Gruß

Bestsellerbastelarbeit

Ja, so was verkauft sich wie das berühmte „geschnitten Brot“ … Thriller-analoge Bücher zum Passivdenken, hergestellt von Schreibomaten, auch und vor allem maschinenlesbar. Unterhaltung für ein breites Publikum, das es so saublöd in Wirklichkeit sicher nicht gibt, wenn es denn so etwas je lesen würde. Mit anderen Worten – erfolgreich, aber absolut schauderhaft. Henrike Heiland hat sich durch Patterson/Marklund gequält, ihr Resümee ist erschöpfend:

Es gibt Bücher, die bestehen nur aus Versatzstücken bewährter Thrillerkomponenten, sie triefen vor Blut und locken den Voyeur mit vermeintlich verruchtem Sex, und dann bewerfen sie den geneigten Leser auch noch gleich auf der ersten Seite mit, haha, Kunstwissen, um zu zeigen, schau, hier kannst du was lernen, hier wird es intellektuell, sozusagen mit Mehrwert – wenn das mal nicht die Zutaten sind, aus denen Bestseller gemacht werden, oh ja, aber in Wirklichkeit ist es ein Flickenteppich, ein lieblos zusammengeschustertes Gesellenstück, kein Meisterwerk, eine Beleidigung der Intelligenz des passionierten Krimilesers.

Herr Patterson, Frau Marklund: Thanks, but no thanks.

Henrike Heiland

James Patterson/Liza Marklund: Letzter Gruß (The Postcard Killers). Deutsch von Anne Bubenzer, Dagmar Lendt. Limes Verlag März 2010. 352 Seiten. 19,95 Euro.