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Posted On Mai 7, 2014By Gisela Trahms

Martin Lechner: Kleine Kassa

„Wissen Sie nicht, dass Sie heute früh tot aufgefunden worden sind?“ – Gisela Trahms hat Martin Lechners Roman gelesen. Mit dem Titel fängt er schon an, der halsbrecherische Spaß: Was, bitte, macht eine österreichische „Kassa“ in der niedersächsischen Heide?! Georg, der 17-jährige Lehrling, muss des Öfteren einen Koffer dorthin transportieren, den ihm sein Chef, ein leidenschaftlicher Verteidiger des Eisenwareneinzelhandels namens Spick, unter allerlei Beschwörungen in die Hand drückt. Georg wüsste gern, was in dem seltsam leichten Koffer drin ist, andererseits dämmert ihm dunkel, dass es sich mit dem Nichtwissen gefahrloserRead More
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Posted On März 19, 2014By Die Redaktion

CULTurMAg, Ausgabe vom 19.3.2014

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Im LitMag warten diesmal jede Menge Buchempfehlungen auf Sie. Wolfram Schütte ist begeistert von Navid Kermanis „Große Liebe“; Joachim Feldmann blättert sich mit Michael Maars „Heute bedeckt und kühl“ angeregt durch große Tagebücher von Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf; Tina Manske ist beeindruckt von Brigitte Kronauers Weltabbildungsbuch „Gewäsch und Gewimmel“; Karsten Herrmann gefällt Jonathan Lethems Familienchronik „Der Garten der Dissidenten“ und Gisela Trahms findet, dass Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“, dieses Tagebuch in Romanform, in seiner Aufrichtigkeit nochRead More
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Posted On März 19, 2014By Gisela Trahms

Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur

An der Weser, Unterweser: Blog und Buch – Wer Wolfgang Herrndorfs Blog folgte, wusste, womit es enden würde. Wer die Seite aufrief und keinen neuen Eintrag fand, wurde nervös. Schon in der Absicht, die Seite aufzurufen, steckte das Wissen: Er stirbt, die Hoffnung: Aber jetzt, in diesem Augenblick, lebt er noch. Herrndorf lesen drückte den Wunsch nach Teilnahme aus und entsprang einem Gefühlsgemenge, das zu analysieren man keine Lust hatte. Bestimmt würde eines Tages ein Buch aus dem Blog werden, aber zwischen 2010 und 2013 zählte das nicht. Stattdessen: Jetzt,Read More
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Posted On November 27, 2013By Gisela Trahms

Zum Tod von Peter Kurzeck

Ach Peta, hättest noch bleiben sollen… Ein Nachruf auf den einzigartigen Erzähler Peter Kurzeck. Von Gisela Trahms. Im November 2012 war er, nicht zum ersten Mal, in der schönen Buchhandlung Müller & Böhm in Heines Geburtshaus in Düsseldorf, um mit dem Fotografen Elger Esser über Literatur und Fotografie zu diskutieren. So lebhaft, so erzählfreudig sprach er über „seine“ Themen: die Erinnerung, das Reisen, das Bewahren, das Unterwegssein, das Schreiben. Ein kleiner, zarter, behender Mann mit lebhafter Mimik und Gestik, er hüpfte die Stufen hoch wie ein Eichhörnchen. Elger Esser hatteRead More
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Posted On November 6, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 6.11.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Diese Woche im LitMag: Wolfram Schütte hat Joaquim Maria Machado de Assis´ hintersinnigen Romanklassiker “Dom Casmurro” gelesen; Lucy Renner Jones stellt den Syrer Aboud Saeed vor, dessen Facebook-Statusupdates in deutscher und englischer Version als eBooks erschienen sind; Karsten Herrmann beschäftigt sich mit Iris Radischs Biografie des Philosophen und Autors Albert Camus, der am 7.11. 100 Jahre alt geworden wäre; Gisela Trahms empfiehlt das kleine feine SuKuLTuR-Bändchen „Mit Tomsky über Grenzen“ des vor zwei Jahren verstorbenen Künstlers Mark Kubitzke; SentaRead More
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Posted On November 6, 2013By Gisela Trahms

Mark Kubitzke: Mit Tomsky über Grenzen

Für Oscar, zum Vorlesen – Eine Katzengeschichte, die beste, die ich kenne, und hat nur den Nachteil, dass sie zu Ende ist, eh man’s gedacht. Andererseits liegt genau darin der Reiz, sie ist so dicht gestrickt, dass die Leserphantasie immer aufs Neue angekratzt und auf Touren gebracht wird. Bei jedem Szenenwechsel gibt’s sozusagen einen sanften Ratsch mit der Kralle: Achtung, stell dir das bitte ausführlich und deutlich vor, mit Tageszeit, Temperatur, Personen, Hundegebell und lausekalter Grenzerhütte! Passiert ungefähr dreimal pro Seite, man muss aufpassen und darf über keinen noch soRead More
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Posted On Oktober 30, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 30.10.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Unser Mitarbeiter Wolfram Schütte hat am vergangenen Wochenende den diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten. Der Preis wurde ihm im Vorfeld der Büchnerpreis-Vergabe (an Sibylle Lewitscharoff) im Darmstädter Staatstheater übergeben. Bei uns finden Sie die Laudatio von Thomas Assheuer (“Die Zeit”) und die in Darmstadt gehaltene Dankrede Wolfram Schüttes. Außerdem im LitMag: Frank Göhre begrüßt den Carl Weissner-Reader „Eine andere Liga“; Gisela Trahms freut sich über Jochen Schmidts Streifzug durch die „Schmythologie“; Joe Paul KrollRead More
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Posted On Oktober 30, 2013By Gisela Trahms

Jochen Schmidt/Line Hoven: Schmythologie

Leukotrychie wg. Oligochäten oder: Klugscheißen zweiten Grades – Jochen Schmidt stärkt nicht nur regelmäßig die Nationalmannschaft der Autoren, er stemmt auch staunenswerte Projekte. Jeden Tag zwanzig Seiten Proust lesen und hinterher wird ein hoch gepriesenes Buch daraus. Oder den Duden durchforsten und zu jedem Buchstaben einen Kurztext erfinden („Dudenbrooks“). Oder einfach mal Griechisch lernen, Altgriechisch natürlich. Das Graecum zu machen war „eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens“, so Schmidt. Kein Wunder also, dass wieder eine Serie daraus wurde und jetzt ein Buch. „Schmythologie“ heißt es, „Wer kein Griechisch kann, kannRead More
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Posted On Oktober 23, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 23.10.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur neuen Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. „Wer sind wir, dass wir mit Außerirdischen reden wollen, bevor wir mit Quallen Scrabble spielen können?“ – Aleks Scholz‘ Reise über den Nachthimmel geht weiter: Lichtjahre später. Nicht mit Lichtgeschwindigkeit, sondern ganz im Gegenteil, bewegt sich Dan Kieran durch die Welt: Seine Philosophie des „Slow Travel“ hat Wolfram Schütte überzeugt. Nicht besonders glücklich ist Joe Paul Kroll mit David Rees‘ Abhandlung „Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen“, die, bei aller Skurrilität, ihm doch etwas überflüssig erscheint. Sehr absurd undRead More
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Posted On Oktober 23, 2013By Gisela Trahms

Postkartenkalender: Fliegende Wörter 2014. Gedichte

Fliegen und Bleiben – Auf den Tischen der Buchhandlungen ist schon im Sommer Neujahr, bei den Kalendern. Es geht weiter!, heißt das, oder, mit den Worten von Sabine Lange: „Die Garantie fürs nächste Jahr / hab ich nun in der Hand“. Nicht nur das eigene Ich sollte man mit dieser in den „Fliegenden Wörtern“ zu findenden Versicherung aufmuntern, sondern gleich einen kleinen Vorrat mitnehmen für jene, die auf der weihnachtliche Geschenkliste versehentlich vergessen wurden, für die Geburtstagskinder in Herbst und Winter und natürlich für alle, die sich als klug genugRead More
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Posted On September 25, 2013By Gisela Trahms

Peter Kurzeck: Der radikale Biograph

„Aus Böhmen und ohne Haus“ –Dass dieser Bildband zustande kam, um Peter Kurzecks 70. Geburtstag zu feiern (eine Liste der Gratulanten, sprich Sponsoren, findet sich im Anhang, und stolze Buchhandlungen sind darunter), ist ein Glück. Mit Klugheit und Empathie zusammengestellt, schön gedruckt auf schönem Papier, ist dies ein Geschenk, wie es ein Autor nur wünschen kann. Von der ersten bis zur letzten Seite erzeugt das Buch jene singuläre Kurzeck – Wehmutsfreude, die alle, die zu seinen Lesungen pilgern oder seine unvergleichlichen CDs hören, immer aufs Neue suchen. Von Gisela Trahms.Read More
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Posted On August 28, 2013By Gisela Trahms

Zum Tod von Wolfgang Herrndorf

Schluss – „Maligne“ ist die entscheidende Vokabel in Pschyrembels Klinischem Wörterbuch über das Glioblastom. Bösartig. Aggressive Zellen infiltrieren die Hirnsubstanz bis in feinste Verästelungen hinein, so dass sie nie vollständig entfernt werden können. Unerbittlich wachsen sie nach, selbst wenn der Kerntumor ausgeräumt ist. Wer davon erwischt wird, stirbt in der Regel innerhalb von zwei Jahren. Und je nach Hirnregion leiden die Betroffenen während dieses Untergangs unter schweren Ausfällen (Lähmung, Verlust der Sprache). Wolfgang Herrndorf hat es drei Jahre lang geschafft, mit der Krankheit zu leben. Das heißt: an ihr zuRead More
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Posted On August 28, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 28.8.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, die letzten Stunden waren von einem Thema beherrscht: dem traurigen Tod des Wolfgang Herrndorf. Gisela Trahms nimmt Abschied. Aleks Scholz Reise über den Nachthimmel geht weiter, diesmal mitten hinein in das Sternbild Kepheus: „Lichtjahre später“. CM-Amerika-Korrespondent Thomas Adcock stellt uns einige führende republikanische Clownsnasen vor, die sich bereits jetzt als nächste Präsidentschaftskandidaten in Stellung bringen und Wolfram Schütte kommentiert den Entschluss der TAZ-Chefredakteurin Ines Pohl, Christian Füllers polemisches Pamphlet in Sachen Grüner und Pädophilie abzulehnen. Senta Wagner berichtet von der von Klaus Zeyringer und Helmut Gollner geschriebenen LiteraturgeschichteRead More
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Posted On Juni 19, 2013By Adrian Kasnitz

Neuer Wort Schatz 3: Sascha Kokot

Ein unerledigter Rest Sascha Kokot Vorgestellt von Adrian Kasnitz   auch dieser See wird heute gedörrt mit seinen Untiefen im dichten Bewuchs den Schwimmern bleibt keine Zeit für die Querung des Gewässers ihre Bewegungen greifen ins Leere die Kiemen verlieren ihre Form ferne Bojen scheppern hohl auf Grund irgendwo dazwischen schnappen Segel nach Wind der Strand rückt zusehends auf eine Schlinge die sich schnell zuzieht ihr folgen die Bewohner mit Tuch und Schirm sie finden nichts mehr vor zum Anlegen ich habe diesen Sommer gerufen um in fünfundfünfzig Metern TiefeRead More
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Posted On Juni 12, 2013By Carolin Callies

Neuer Wort Schatz 3: Mara Genschel

Nachbereitung und Übergriff Mara Genschel Bergisches Heimatlied Vorgestellt von Carolin Callies   Bergisches Heimatlied   Poetrik des Strichs // Delete // Abfall für alle. Das Hervorbringen des Textes Das „Bergischen Heimatlied“ ist ein Gedicht in neun Fassungen. Die inhaltliche Seite ist schnell erzählt: Das Angebot der Kuchen und der Torten in einer Konditorei ist stark eingeschränkt („Kirschkuchen ist aus. Apfelkuchen ist auch aus“). Die Verkäuferin ist unwirsch („Gibt nur noch was hier steht.“) Das war´s. Alle neun Versionen sind dem Wortlaut nach deckungsgleich. Sie unterscheiden sich nur darin, welche EinzelworteRead More
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Posted On Juni 5, 2013By Lara Rebecca Rueter

Neuer Wort Schatz: Martina Hefter

Nicht viel Bruch Martina Hefter Tanzen Vorgestellt von Lara Rebecca Rüter tanzen auf einer Party, inmitten von anderen Gästen, die man nicht kennt Von der Bewegung den Aspekt des Imperialen isolieren. Vier Eckchen festzwecken mit einem Hupf. Was in deinem Blickfeld lebt, gehört jetzt dir, aber schlupfe unter, wo du nicht ruhen darfst, flirre im Glitter, aufs nächste Level: fünf Eckchen beherzigen, sie poppen beim Drauftreten auf. Bausche aus Raum. Tauch hinein, grätsche in Nester, lese von Scheiteln der Gäste Pailletten im Gestus des Verschwendens, hangel dir Lämpchen von Wänden,Read More
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Posted On Mai 29, 2013By Fabian Thomas

Neuer Wort Schatz 3: Ulrike Almut Sandig

Gedicht-Gedicht Ulrike Almut Sandig alle Anderen blieben verschwunden Vorgestellt von Fabian Thomas   alle Anderen blieben verschwunden „schreib auf, was wir hatten.“ wir hatten ein zwei Gedichte, drei bis vier Wochen die hohen Gebäude als unser Urwald tief drinnen wir beide im farbigen Licht einer Straßenbeleuchtung, zwischen den Baumstämmen aus Glas und Metall. Sonne kam nicht vor, so lang ich mit dir ging, so lang hielt sich Regen über uns auf. so lang schwamm uns alles davon: dein Geld, meine Schuhe, die Zeit und mein Wunsch nach Tieren in einemRead More
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Posted On Mai 22, 2013By Martin Piekar

Neuer Wort Schatz 3: Tristan Marquardt

Schleuse als Weg Ein Gedicht von Tristan Marquardt aus „das amortisiert sich nicht“ Vorgestellt von Martin Piekar   zeit für umschulung, dressur, der kurs heißt kuschelkurs und fuhr soeben mit dem taxi in den tunnel. gibt zu, du wusstest nicht, warum vertrauensbildende maßnahmen deinen sitz vorgewärmt hatten. fragtest den fahrer, er bat um geständnis. also bitte: licht ist leichter als schatten, akklimatisierung aber kennt kein gewicht. gewiss. doch was heißt dann, sich entwöhnt zu haben? dumme frage? gibt es nicht. wenn also wahr ist, dass nach der saison die unzeitRead More
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Posted On Mai 15, 2013By Marcus Roloff

Neuer Wort Schatz 3: Björn Kuhligk

Grober Strich Björn Kuhligk Fickende Katzen Vorgestellt von Marcus Roloff   Fickende Katzen Die Rehe neben dem Golfplatz aus dem Radio des LKWs Gott sei Dank ist sie schlank lieber Regen, regne nieder auf alles, was dir lieb, zuwider ich möchte mich davon abhalten ein Gedicht mit dem Titel Fickende Katzen Nr. 3 zu schreiben die Käfer gingen Richtung Licht wir gingen in das Innere der Rhododendren   Was haben wir? Eine desolate Szenerie. Standbildrehe, Achim Menzel im Radio (DDR ’79), einen LKW mit womöglich laufendem Motor, etwas wie Früh-Read More
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Posted On Mai 8, 2013By Artur Krutsch

Neuer Wort Schatz 3: Jan Kuhlbrodt

Feuerwanzen unter der Bank Jan Kuhlbrodt Stötzers Lied Vorgestellt von Artur Krutsch Stötzers Lied (Auschnitt aus dem Versepos) Ich war überrascht, als ich ihn kürzlich hier traf; weil das Beständige ihm ein Ärgernis ist, hätte sich Anblick des Platzes für ihn über die Jahre abnutzen müssen; die Flucht hinaus zum Völkerschlachtdenkmal, Bedeutungsklotz, wie er es nannte, unnütz und hässlich, zumal hier schon lang keine Messen mehr stattfanden, mit ihrem Gefitze aus Sprachen und Dialekten, jenes Gewirr also, das uns einmal die Welt ersetzt hatte. Die Welt als Anklang, als verhallendesRead More
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Posted On April 24, 2013By Martin Piekar

Neuer Wort Schatz 3: Matthias Göritz

Rädchen in der Syntax Matthias Göritz Spiegelschlaf Vorgestellt von Martin Piekar Spiegelschlaf Doch wovon sprechen wir? Ohne dass du es merkst bist du ins Gehäuse der Syntax getaucht, kleines Rädchen nur, eine Feder, zu winzig Für handelsübliche Schrauben – Fühlst du’s? In einem Moment verlierst du die Sicherheit, im nächsten die Wurt, und dann, ganz am Ende, steckst du fest, nackt, oder besser: entkleidet. In Haut findest du dich im Spiegel wieder, dem altertümlichen Buch, mit dem einst Hexenprozesse, Völkermorde ganze Historien begannen. Spuck’s aus. Deine Worte versinken, dein MundRead More
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Posted On April 10, 2013By Simone Kornappel

Neuer Wort Schatz 3: Norbert Lange

twist and shout Norbert Lange DIE STARE HJERTØYAS  (w) Vorgestellt von Simone Kornappel DIE STARE HJERTØYAS  (w) Haben wir im Stich gelassen, die Stare Hjertøyas; die noch singen …, der Insel ihr Lied noch kratzen …, zitieren der Luft ihr Alphabet nach Schnabel gemalen und setzen Wolkenfragmente von Wolken in Wolkenrahmen. Aus diesem Leim zusammen fügen sie die Welt; an ihren Notenfüßen im Obertonbereich an Bäume gehängt, zerschneiden Luft bestreuen den Kammerboden; in Klammer gesetzt ans Fenster, bedecken mit Zeichen das Haus. So singen sie, vermischt zu Nokiaklingeln, die LauteRead More
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Posted On April 3, 2013By Carolin Callies

Neuer Wort Schatz 3: Sünje Lewejohann

LiebesHorrorMärchenwelt Sünje Lewejohann Salzbleich Vorgestellt von Carolin Callies   Salzbleich Salzbleich/ Wäre ich eine Taube, ich hätte kein Gesicht. Ein Schnäbelchen nur und zwei punktgroße Augen.  Bliebe ein nacktes, ein immernacktes Ich. Nur in manchen Träumen triebest du mit dem Strandgut an das Ufer. Läge ein salzblasser Körper zwischen Tang und Feuerstein. Geschliffenes Glas an Zehen und Scheitel. Mit den Klauen kratzte ich diesen Umriss nach. Ein Halbmond auf deinem Gesicht. Dann böte ich gurrend meine Gurgel feil. Und rupfte man mir die Federn aus, bliebe mir ein feines KnochengerüstRead More
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Posted On März 27, 2013By Tristan Marquardt

Neuer Wort Schatz 3: Ron Winkler

Viel Raum in wenig Ron Winkler und später dann paraboläpfel am atem Vorgestellt von Tristan Marquardt   und später dann paraboläpfel am atem für Emily Dickinson unten der Garten. der spezialisierte Wald. oben das endlose π der Sonne. und Schönheit als eher Unscheinbarkeit. also Wolken. insofern Wolken. dazwischen das infernalische Obst. das infernalische Obst. waren dort nicht auch Grizzlyhasen? nicht auch dort? am Zaun? und dschungelartige Würfel wie zu Boden geschrieene Vögel? jemand drückte in diese sehr, sehr verreiste Stimmung hinein die Räuspertaste seiner Heckler & Koch. das war nichtRead More
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Posted On März 20, 2013By Die Redaktion

CULTurMAG, Ausgabe vom 20.3.2013

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Am 21.März vor 250 Jahren wurde Jean Paul geboren. Wolfram Schütte widmet „dem Unvergleichlichen“ eine sehr persönliche Hommage. Sehr regelmäßig tourt Nora Gomringer mit dem Wortart Ensemble und begeistert mit ihrer Vortragskunst und der gelungenen Verbindung von Wort und Musik. Isabel Bogdan hat sich mit der Lyrikerin für uns per E-Mail unterhalten. Wir freuen uns sehr über das Comeback einer tollen Reihe: Der „Neue Wort Schatz“ ist wieder da. Gegründet von Gisela Trahms, ist das Ziel des NWS, zeitgenössische Gedichte mitRead More
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Posted On März 20, 2013By Gisela Trahms

Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren

Crash und Kamele – Stell dir vor, es ist Staatsbankrott und du sitzt in der Wüste – wäre das nicht übel? Jonas Lüschers Debüt „Frühling der Barbaren“ erzählt auf knapp 120 Seiten die Finanzkrise als Privatkatastrophe. Von Gisela Trahms Eine Gruppe junger britischer Touristen, allesamt im Finanzsektor tätig, will in dem Luxusresort einer tunesischen Oase eine Hochzeit feiern, hübsch exotisch und abgeschirmt vom Rest der Welt. Doch kaum ist die Zeremonie vollzogen, gibt es breaking news vom Zusammenbruch der Banken und dem Ruin Großbritanniens. Die dramatischen Auswirkungen erwischen die FeierndenRead More